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Dienstag, 18. Januar 05

-Hamburg - Sie haben sich nach einem Vor­läu­fer des „Ga­meboy” benannt und Trai­nings­jacken salon­fähig gemacht. Vor allem aber waren Toco­tro­nic Mitte der 90er eine der ersten Bands…

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Pure Vernunft, nein danke: Tocotronic sind wieder da

Hamburg - Sie haben sich nach einem Vorläufer des „Gameboy” benannt und Trainingsjacken salonfähig gemacht.

Tocotronic

Da ist was im Busch. Tocotronic haben ein neues Album vorgelegt.

Vor allem aber waren Tocotronic Mitte der 90er eine der ersten Bands, die mit deutschen Texten erfolgreich war, ohne dabei nach Rock-Dinosauriern wie Bap zu klingen.

Ihr neues Album „Pure Vernunft darf niemals siegen” kommt nun in einer Zeit heraus, in der deutsch Gesungenes so angesagt ist wie selten zuvor. Allerdings scheinen Tocotronic gar kein Interesse daran zu haben, auf der „Perfekten Welle” des Erfolges zu reiten.

Dem Ruf vieler ihrer Kollegen nach einer Radio-Quote für Musik aus Deutschland schlossen sich die Hamburger jedenfalls nicht an - obwohl eine solche Regelung ihnen möglicherweise nutzen könnte: „Diese Quote und jeden Versuch der Nationalisierung von Musik finden wir total absurd”, sagte Sänger Dirk von Lowtzow der Zeitschrift „Rolling Stone”. Rockmusik sei zu einer „harmlosen Sache verkommen, die nichts mehr zu sagen hat”, gab er in einem anderen Interview zu Protokoll.

Zu sagen hatten Tocotronic von Anfang an jede Menge - so viel, dass Titel wie „Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit” oder „Ich verachte euch wegen eurer Kleinkunst zutiefst” von der Länge her keine Ausnahmen waren. Der Hang des Trios zu solchen Parolen wurde teils kritisiert. Ihre Fans verehrten Tocotronic dafür umso mehr und verhalfen ihnen schon bald zu Charts-Notierungen.

Gefeiert wurde die Band auch für ihre mühelos dahingeschrammelten Drei-Akkorde-Songs. Diese sind inzwischen deutlich ausgefeilteren Kompositionen gewichen. Stücke wie die aktuelle Single „Aber hier leben, nein danke” würden auf den frühen Platten fremd wirken. Klares Zeichen für diesen Ansatz: Auf ihrem neuen Album leisten sich Tocotronic erstmals ein festes viertes Bandmitglied.

Was die Texte betrifft, haben die Hamburger die deutlichen Ansagen von damals weit hinter sich gelassen. „Ich hab die Schwelle gekreuzt in die Unendlichkeit, der Weg war weit, ich war wie Treibholz der Zeit”, heißt es ebenso verrätselt wie bedeutungsschwanger in einem der neuen Songs. Das ganze Album zeuge von „großer Altersweisheit”, aber auch von „pubertärem Trotz” heißt es im Begleit-Info.

Den Großteil ihrer Fans werden Tocotronic auch mit „Pure Vernunft darf niemals siegen” begeistern. Schließlich untermauern sie damit mehr ein Jahrzehnt nach ihrem Debüt ihren Status als eine der spannendsten und vielseitigsten Bands aus Deutschland. Den ganz großen Erfolg aktueller Chartstürmer wie Wir Sind Helden, Sportfreunde Stiller oder Juli dürften sie dagegen nicht erreichen - ohne darüber selbst allzu unglücklich zu sein.

Von Ende Februar an stellen sie ihr neues Album in einer ausgedehnten Deutschlandtournee live vor.

www.tocotronic.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/magazin/musik/t/rzo120053.html
Montag, 17. Januar 2005, 11:42 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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