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Dienstag, 18. Januar 05

Mahmud Abbas Gaza - Ein Selbst­mord­anschlag der radi­kal-isla­mischen Hamas hat den Beginn der Ver­hand­lun­gen von Paläs­tinen­ser­prä­sident Mahmud Abbas über eine Waf­fen­ruhe im Gaz­ast­rei­fen über­schat­tet.

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Hamas-Anschlag überschattet Verhandlungen über Waffenruhe

Gaza - Ein Selbstmordanschlag der radikal-islamischen Hamas hat den Beginn der Verhandlungen von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas über eine Waffenruhe im Gazastreifen überschattet.

Mahmud Abbas

Palästinenserpräsident Abbas steht unter israelischem Druck.

Mindestens ein Israeli wurde nach palästinensischen Angaben getötet, drei weitere Menschen wurden verletzt, als sich am Dienstagabend ein Attentäter in der Nähe des jüdischen Siedlungsblocks Gusch Katif im südlichen Gazastreifen in die Luft sprengte.

Abbas sei sofort nach Bekanntwerden der Bluttat zu einem Geheimtreffen mit Führern radikaler Palästinensergruppen, vor allem von Hamas und Dschihad, gefahren, hieß es aus seiner Umgebung. Ursprünglich wollte er sich erst an diesem Mittwoch mit ihnen treffen. Es sei aber für Abbas nicht hinnehmbar, dass die Militanten ihre Angriffe gegen Israel verstärkten, während er sich gerade um eine Waffenruhe bemühe - so als ob sie ihn „vor der Welt blamieren” wollen”, sagte einer seiner Vertrauten.

Hamas bekannte sich in Telefonanrufen bei palästinensischen Journalisten in der Stadt Gaza zu dem Anschlag. Für die Tat sei ein im Dienst des israelischen Geheimdienstes stehender Palästinenser eingesetzt worden, der bei einem Treffen mit israelischen Offizieren eine Bombe gezündet habe, sagte ein Sprecher.

Am Abend war Abbas zunächst mit den Chefs der Polizeidienste in Gaza zusammengetroffen, um über die Waffenruhe zu sprechen. Israel hat Abbas eine „begrenzte Frist” für ein Vorgehen gegen Extremisten gesetzt. Die Al-Aksa-Brigaden, der militärische Arm der Fatah- Bewegung, kündigte eine teilweise Waffenruhe an. Seine Organisation werde innerhalb der nächsten 48 Stunden zunächst ihre Anschläge in Israel einstellen, sagte der Al-Aksa-Befehlshaber in Jenin, Sacharia Subaidi, im israelischen Fernsehen.

Die israelische Armee bereitete derweil eine Großoffensive im Gazastreifen für den Fall vor, dass ein Raketenbeschuss israelischer Grenzorte andauert. Ministerpräsident Ariel Scharon besuchte israelische Truppen am Eres-Übergang zum Gazastreifen. Er betonte, die Raketenangriffe könnten nicht weitergehen.

Abbas brauche nach seinem Amtsantritt keine Schonfrist, sagte der Regierungschef, sondern müsse sofort gegen militante Palästinenser durchgreifen. Bislang sei auch nicht zu erkennen, dass die palästinensische Polizei gegen den Raketenbeschuss eingesetzt werde. „Jede Rakete kann jetzt grünes Licht für die Offensive bedeuten”, sagte ein israelischer Militärvertreter im Gazastreifen. „Aber es ist immer noch nicht zu spät, die Landkarten wieder einzurollen.”

Führende Repräsentanten der radikalen Gruppen Hamas und Islamischer Dschihad lehnen die von Abbas geforderte Waffenruhe bislang ab. Abbas kritisierte im palästinensischen Rundfunk, Israel sei zu ungeduldig und habe schon am Tag seines Amtsantritts mit Drohungen begonnen. Er beabsichtige, Scharon noch vor einer Reise zu US-Präsident George W. Bush zu treffen, betonte Abbas.

Hunderte Einwohner der israelischen Grenzstadt Sderot demonstrierten am Dienstag vor dem nördlichen Gazastreifen gegen den ständigen Raketenbeschuss ihrer Ortschaft. Die Demonstranten trugen Pappmodelle von Raketen und Protestbanner. Sie forderten einen Rücktritt Scharons und eine Eroberung von Bet Chanun im nördlichen Gazastreifen. Von dort aus feuern militante Palästinenser fast täglich Geschosse auf Sderot. Dabei starben bereits mehrere Menschen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/news/t/rzo120334.html
Dienstag, 18. Januar 2005, 23:06 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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