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Dienstag, 11. Juni 13
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Alternative vor allem für Gebrauchtwagenkäufer

München/Brühl - Immer mehr Autokäufer nutzen das Internet: Besonders wenn ein Gebrauchtwagen angeschafft werden soll, wird das Internet nicht selten direkt als Verkaufsplattform genutzt, sei es von privaten Anbietern oder professionellen Händlern.

Autokauf online

Online-Infos für gebrauchte Modelle und Markentreue. (Bild: BMW/dpa/gms)

Die große Zahl angebotener Wagen und die Möglichkeit, sich Ausstattung und Modell des Gebrauchten zusammen zu stellen, sind Hauptvorzüge von Autobörsen wie „mobile.de” oder „autoscout24.de”. Neuwagen werden dagegen nach wie vor meist beim Händler gekauft.

„Das Interesse von Käufern , sich im Internet über Autos zu informieren, nimmt Jahr für Jahr zu”, sagt Jürgen Schönleber, Sprecher des Marktforschungsunternehmens Deutsche Automobil Treuhand (DAT) in Ostfildern (Baden-Württemberg). 1998 hätten lediglich 3 Prozent das Internet als Informationsquelle vor dem Autokauf genutzt. 2002 seien es 23 Prozent gewesen, 2003 bereits 55 Prozent.

Die meisten Autohersteller bieten auf ihren Internetseiten neben Informationen über neue Modelle auch Suchmaschinen für Gebrauchte an. „Ein Auto ist ein erklärungsbedürftiges, emotionales Objekt”, sagt Christoph Hohmann von Renault Nissan in Brühl. Darum setze man bei Neuwagen ausschließlich auf den Vertrieb über Händler.

„Das Internet bietet gute Möglichkeiten, verschiedene Autos zu vergleichen”, meint Tim Bosenick, Geschäftsführer der Beratungsfirma SirValUse Consulting in Hamburg, die Autohersteller beim Gestalten ihrer Internetseiten unterstützt. Die Informationen der meisten Autobörsen sind seiner Meinung nach verlässlich: „Moderne Konfiguratoren beinhalten eine Baubarkeitsprüfung.” Über Datenbanken der Autohersteller werde abgeglichen, ob die angebotenen Modelle mit den vom Hersteller gebauten Wagen übereinstimmen.

Trotz der vielen Möglichkeiten sollten sich Internetkäufer nicht dazu verleiten lassen, die beim Gebrauchtwagenkauf üblichen Vorsichtsmaßnahmen über Bord zu werfen. „Man darf auf keinen Fall die Katze im Sack kaufen”, mahnt Jürgen Grieving, Sprecher des ADAC in München. Vor dem Vertragsabschluss sei es auch bei Internetkäufen unerlässlich, den Wagen in Augenschein zu nehmen und Probe zu fahren.

Damit das besser möglich ist , sollten die Angebote bei der Suche regional eingegrenzt werden. Die meisten Autobörsen bieten diese Möglichkeit an. Vor Ort sollten dann zunächst die Angebotsdaten des Autos auf ihre Richtigkeit überprüft werden. Beim Kauf von online angebotenen Wagen sollten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden wie auf dem beim Offline-Gebrauchtwagenmarkt: So sollte laut Grieving der letzte TÜV-Bericht vorhanden sein. Der Kilometerstand der letzten Inspektion kann Hinweise geben, ob daran manipuliert worden ist. Und auch wenn kein Wartungs-Checkheft vorliegt, sei Vorsicht angebracht.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/news/t/rzo118846.html
Mittwoch, 12. Januar 2005, 10:17 © RZ-Online (NewsDesk)
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