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Dienstag, 18. Januar 05

Mahmud Abbas Gaza - Ein Selbst­mord­anschlag der radi­kal-isla­mischen Hamas hat den Beginn der Ver­hand­lun­gen von Paläs­tinen­ser­prä­sident Mahmud Abbas über eine Waf­fen­ruhe im Gaz­ast­rei­fen über­schat­tet.

Zigarette mit DNA-SpurenBerlin - Zwi­schen Bun­desin­nen­minis­ter Otto Schily (SPD) und den Grünen ist hef­tiger Streit über eine Aus­wei­tung der DNA-Ana­lyse ent­brannt.

Berlin - SPD und Grüne wollen not­falls im Allein­gang die Offen­legung von allen Nebentätig­keit der Abge­ord­neten sowie die Bestra­fung von unehr­lichen Par­lamen­tari­ern durch­set­zen.

Kobe - Mit einem Appell zu raschem Handeln hat im japa­nischen Kobe eine UN-Kon­ferenz zur welt­wei­ten Kata­stro­phen­vor­sorge begon­nen. For­schungs­minis­terin Edel­gard Bulmahn (SPD) stellte das deut­sche Modell für ein…

Berlin - Die Wis­sen­schafts­minis­ter der SPD-geführ­ten Länder haben die Uni­ons­län­der vor einem Schei­tern des 1,9-Mil­liar­den Pro­gramms zur För­derung von Spit­zen­for­schung und Eli­tehoch­schu­len gewarnt.

Koblenz - Das Risiko eines Hoch­was­sers an Rhein und Mosel und die dadurch mög­lichen Schäden werden nach Ansicht von Exper­ten unter­schätzt. „Wir müssen den Men­schen drin­gend ein stär­keres Risi­kobe­wusst­sein…

Gelassene Reaktionen auf Dioxin-Debatte

Karlsruhe/Bremen - „Reines Gegacker”, schimpft der empörte Kunde am Karlsruher Bio-Marktstand und winkt ab.

Alternative Legehennenhaltung

Der Kompromiss? Alternative Haltung von Legehennen im niederbayerischen Geiselhöring.

„Jede Woche wird da ein anderes Produkt durch die Skandalmaschine gejagt.” Von der aktuellen Diskussion um dioxinbelastete Hühnereier will er sich den Einkauf nicht vermiesen lassen.

Ähnlich reagiert auch ein Rentnerpaar auf einem Markt in Bremen: Es will in jedem Fall bei Freilandeiern bleiben, „wegen des Geschmacks”. Vorwiegend gelassene Reaktionen kennzeichnen die Debatte um die Dioxinfunde in Freilandeiern, vor allem viele Bauern sind jedoch beunruhigt. „Ein Schreck ist erst mal da”, sagt Bauer Ehler Lohmann aus dem niedersächsischen Dörverden. „Aber bei der dünnen Datenlage ist erst mal "ruhig angehen" angesagt.”

Für die Beurteilung der Kundenreaktion sei es zwei Tage nach Beginn der Debatte noch zu früh. Niedersachsens Agrarminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) hatte anders als das Bundesinstitut für Risikobewertung Verbrauchern zu Zurückhaltung bei Freilandeiern geraten.

Die Verbraucherzentrale Hamburg sieht in der Debatte eine gezielte Meinungsmache. Die „generelle Lobpreisung von Käfigeiern” sei unangebracht, denn nach mehrjährigen Daten des Bundesverbands der Verbraucherzentralen überschritten neben 8,6 Prozent der Freilandeier auch 9,1 Prozent der Käfigeier die neuen Grenzwerte. In vielen Bundesländern sei die Belastung der Freilandeier mit Dioxin rückläufig. Das Gift dürfe aber generell nicht in die Nahrung gelangen.

Viele Landwirte verlassen sich in der aktuellen Eier-Debatte auf ihre Stammkunden: „Mir wird vertraut”, ist sich etwa Fritz Lauble aus St. Georgen im Schwarzwald sicher. Außerdem gelange das als Krebs erregend geltende Gift Dioxin nicht von den Bauern selbst, sondern aus der Umwelt über den Boden zu den Tieren. „Und wenn man da als Verbraucher stets Vorsicht walten ließe, könnte man bald gar nichts mehr essen.”

Horst Reiser, Vorsitzender der Bio-Bauern im baden- württembergischen Enzkreis, betont, wie wichtig der direkte Kontakt zwischen Verkäufern und Verbrauchern sei. Daher seien die Hofläden auch am wenigsten betroffen. „Die Bauern sind dennoch jetzt wieder die Blöden”, ärgert sich Reiser, auf dessen Hof in Straubenhardt rund 1700 Freilandhühner ihre Eier legen.

Der Niedersachse Lohmann überlegt wie andere Bauern aus Deutschlands „Eier-Land” Nummer eins, ob er sich den rufschädigenden Dioxin-Generalverdacht mit freiwilligen Tests vom Halse und die Kunden bei der Stange halten soll. Doch „die teuren Tests kann kaum ein Landwirt bezahlen”, meint Rolf Sachsenmaier, der auf seinem „Distelhof” in Baden-Württemberg rund 20 Hühner gackern lässt.

Die Händler reagieren unterschiedlich. Geflügelhändler Bernhard Feldhaus aus dem niedersächsischen Wildeshausen wundert sich, dass Kunden immer noch nach Freilandeiern verlangen. Er hat diese Eier vorsorglich aus seinem Angebot genommen und erwartet einen Absatzeinbruch bei Freilandeiern „um die Hälfte”. „Das wird alles aufgebauscht”, meint dagegen eine Karlsruher Marktfrau. „Es handelt sich wie immer nur um eine Minderheit, der Schatten legt sich dann aber gleich über alle Höfe.” Zwar zeigten sich die Kunden interessiert am Thema Dioxin. „Aber kaufen tun sie die Eier trotzdem, weil sie schmecken.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/news/t/rzo119818.html
Dienstag, 18. Januar 2005, 16:08 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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