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Dienstag, 18. Januar 05

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Kobe - Mit einem Appell zu raschem Handeln hat im japa­nischen Kobe eine UN-Kon­ferenz zur welt­wei­ten Kata­stro­phen­vor­sorge begon­nen. For­schungs­minis­terin Edel­gard Bulmahn (SPD) stellte das deut­sche Modell für ein…

Berlin - Die Wis­sen­schafts­minis­ter der SPD-geführ­ten Länder haben die Uni­ons­län­der vor einem Schei­tern des 1,9-Mil­liar­den Pro­gramms zur För­derung von Spit­zen­for­schung und Eli­tehoch­schu­len gewarnt.

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UN-Konferenz zu Katastrophenschutz eröffnet

Kobe - Mit einem Appell zu raschem Handeln hat im japanischen Kobe eine UN-Konferenz zur weltweiten Katastrophenvorsorge begonnen.

Überlebender acht Tage nach der Flut

Acht Tage nach dem Tsunami des Weihnachtstages hat dieser Mann auf einem Floß überlebt.

Forschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) stellte das deutsche Modell für ein Tsunami-Frühwarnsystem vor, das Beobachtungen am Boden, im Meer und in der Luft integriert.

Gut drei Wochen nach der Fluttragödie am Indischen Ozean sagte UN-Hilfskoordinator Jan Egeland vor mehr als 4000 Konferenzteilnehmern aus rund 150 Ländern: „Der beste Weg, die Toten zu ehren ist, die Lebenden zu schützen.” In zehn Jahren müsse es in allen Ländern ein effektives Vorsorgekonzept geben, damit künftig nicht mehr so viele Menschen durch Naturkatastrophen sterben. Die Konferenz dauert bis kommenden Samstag.

Egeland regte an, bis 2015 wenigstens zehn Prozent der Milliarden-Summen, die weltweit für Nothilfen aufgewendet wurden, für die Risikovorsorge auszugeben. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass am Ende der fünftägigen Konferenz ein Programm zu Stande kommt, das das nächste Jahrzehnt zu einer Dekade der Katastrophenvorsorge macht und die Zahl der Opfer durch künftige Katastrophen drastisch reduziert. UN-Generalsekretär Kofi Annan forderte in einer Video-Grußbotschaft die Weltgemeinschaft auf, aus dem Desaster vom 26. Dezember zu lernen, durch das mindestens 175 000 Menschen getötet wurden.

Bei dem von Bulmahn vorgestellten deutschen Modell für ein Tsunami-Frühwarnsystem erfassen Meeresbojen Wellenbewegungen und übertragen sie per Funktechnik in Echtzeit an Rechenzentren. Das vom Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) entwickelte System sei schneller als das bisher im Pazifik eingesetzte aus den USA. Es kann nach Angaben der GFZ innerhalb von ein bis drei Jahren aufgebaut werden und soll insgesamt rund 45 Millionen Euro kosten. Frankreich hatte vorgeschlagen, ein Warnsystem auf der Übersee-Insel La Réunion einzurichten.

Die schon seit zwei Jahren geplante Konferenz in Kobe - wo am 17. Januar 1995 bei einem schweren Erdbeben mehr als 6400 Menschen ums Leben gekommen waren - erhielt durch die Tsunami-Katastrophe neue Brisanz. Am Mittwoch und Donnerstag sind zwei Tsunami-Sondersitzungen geplant. Doch Tsunamis sind nur einer von mehreren Themenkomplexen. In Dutzenden von Sitzungen wollen die Delegierten über Wege beraten, wie die Menschen mehr Sicherheit auch vor Erdbeben, Überschwemmungen oder Wirbelstürmen erlangen können. Zum Tagungsspektrum gehört die Vorführung von Rettungshunden und Rettungsrobotern sowie Erdbebensimulationssystemen.

Gastgeber Japan bot den Vereinten Nationen (UN) eine Datenbank an, in der weltweit Erfahrungen im Umgang mit Katastrophen gesammelt sowie Informationen zu Technologien für den Katastrophenschutz erfasst werden. Zugleich kündigte Japan an, Katastrophenexperten in Entwicklungsländern auszubilden. Auch Klaus Töpfer, Direktor des UN- Umweltprogramms, plädierte in Kobe für ein globales Frühwarnsystem, das in die Entwicklungsstrategien eingebunden wird, „in Afrika genauso wie in Asien oder in Lateinamerika”, sagte er dem „ZDF- Mittagsmagazin”.

Töpfer warnte davor, nur auf Technik zu setzen. Wichtig sei auch die Erziehung und die Ausbildung der Menschen, damit sie besser auf Katastrophen vorbereitet sind, sagte er. Schon die Kinder sollten darüber informiert und das richtige Verhalten in den Schulen trainiert werden. Krankenhäuser, Schulen und Gesundheitszentren müssten so gebaut werden, dass sie Erdbeben und Überschwemmungen überstehen.

„Es macht Sinn, in Katastrophenvorsorge zu investieren, weil es billiger ist als der Wiederaufbau”, sagte Thomas Schaef von der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) der dpa in Kobe. Eine Kosten-Nutzen-Analyse könne helfen, die Finanzminister zu überzeugen, mehr Mittel für Vorsorgemaßnahmen bereitzustellen.

Der Kieler Katastrophenforscher Wolf Dombrowsky widersprach der These von weltweit immer schlimmeren Naturkatastrophen. Es gebe große Schäden und viele Opfer, sagte der Leiter der Katastrophenforschungsstelle der Kieler Universität in einem dpa- Gespräch. Allerdings fehlten verlässliche historische Vergleichszahlen. „Die Schäden werden nicht immer höher, das ist nicht wahr.” Die Differenzen aus den Wachstumskurven zeigten, dass die Welt sogar relativ sicherer werde.

Deutschland sei gegen drohende Naturgefahren wie Erdbeben, Überschwemmungen oder Sturmfluten relativ gut gerüstet, bekäme jedoch im Notfall wahrscheinlich Probleme bei der Koordination der Hilfe, sagte der Forscher. Als positives Beispiel nannte er Japan, das auf Erdbeben, Flutwellen und Unwetter vorbildlich reagiere.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/news/t/rzo120294.html
Dienstag, 18. Januar 2005, 17:58 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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