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Sonntag, 5. Apr. 20
RZ-Akademie

-Ber­gisch Glad­bach/Ham­burg - Die Absage des Per­sonal­chefs für die Posi­tion des Abtei­lungs­lei­ters war deut­lich: „Sie haben leider keinen Dok­tor­titel” ließ er den hoch qua­lifi­zier­ten Bewer­ber wissen.

-Berlin - Lang­zeit­arbeits­lose können seit Anfang 2005 für ein Zubrot zu gemeinnüt­zigen Arbeitseinsät­zen her­ange­zogen werden. Die ange­bote­nen Tätig­kei­ten der Ein-Euro-Jobs geht weit über das Fegen von Laub…

Leipzig - Exper­ten erwar­ten in Deutsch­land bald einen Mangel an Ärzten für Nutz­tiere. Der Ärz­tenach­wuchs kon­zen­triere sich derzeit vor allem auf den Klein­tier­bereich, sagte Gott­hold Gäbel…

Bochum - Geht es nach der Meinung der Stu­den­ten, ist die Kantine der Hoch­schule Vechta die „Mensa des Jahres 2004”. Im gleich­nami­gen Wett­bewerb der in Bochum erschei­nen­den Hoch­schul­zei­tung „Uni­cum” erreich­te…

Han­nover­/Köln - Dort arbei­ten, wo andere Urlaub machen - die Anstel­lung bei einem Rei­sever­anstal­ter als Ani­mateur in einer Feri­enre­gion gilt bei vielen jungen Men­schen als Traum­job.

Frank­fur­t/Main - Dem Chef fiel die Ent­schei­dung schwer: Aus betrieb­lichen Gründen musste er Mit­arbei­ter ent­las­sen. Dabei hatte er unter anderem die Wahl zwi­schen einem 37-jäh­rigen zwei­fachen Fami­lien­vater und…

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Nicht zwingend nötig und doch begehrt

Bergisch Gladbach/Hamburg - Die Absage des Personalchefs für die Position des Abteilungsleiters war deutlich: „Sie haben leider keinen Doktortitel” ließ er den hoch qualifizierten Bewerber wissen. Andere legen weniger Wert auf einen akademischen Titel.

Doktortitel

Für den Doktor werden rund 4000 Stunden benötigt.

Besonders Juristen, Wirtschaftler, Ingenieure und Informatiker beginnen ihre berufliche Laufbahn heute häufig schon nach erfolgreich abgeschlossenen Studium und verzichten auf eine Promotion. „Ich will jetzt Geld verdienen”, sagt Martin Wiesler in München, der nach absolviertem Jura-Studium einen Job in der Rechtsabteilung einer Versandfirma bekam. Von seinen Kollegen trägt nur etwa jeder Zehnte den Doktortitel.

Um die prestigeträchtige Abkürzung „Dr. ” auf der Visitenkarte vor den Namen setzen zu können, muss ein Anwärter viel Zeit und Geld investieren. „Der Zeitaufwand für das Schreiben einer Dissertation liegt bei durchschnittlich 4000 Stunden”, sagt Frank Grätz, Leiter des Instituts für Wissenschaftsberatung in Bergisch Gladbach. „Bei einem angenommenen Stundensatz von 40 Euro sind das rund 160 000 Euro.” Hinzu kommen noch einige Tausend Euro an Sachkosten für beispielsweise Literatur und Druck. Die Investition in einen Doktortitel, der nur als schmückende Anrede dienen soll, scheint wenig sinnvoll. „Dieser Aufwand will gründlich überlegt sein.”

Der Sprachkritiker Ulrich Werner in München stellt dazu nüchtern fest: „Der Doktorgrad ist, wie alle anderen akademischen Grade, kein Bestandteil des Namens.” Folglich besteht kein Anspruch darauf, auch als „Herr Doktor” angeredet zu werden. „In einigen Bereichen ist der Doktortitel unerlässlich für das berufliche Fortkommen”, erklärt Grätz. „In der Wissenschaft und Forschung sowie in der Medizin ist die Promotion ein Muss für qualifizierte und führende Positionen.” So haben Chefärzte, Hochschulprofessoren und Leiter von Forschungslabors selbstverständlich promoviert.

Der Doktortitel gilt nach wie vor als Nachweis für hohe Leistungsbereitschaft. Sinnvoll eingesetzt, schlägt er sich auch im Gehalt nieder. „Die Promotion kann das Anfangsgehalt eines Diplom- Kaufmanns von 35 000 Euro auf 48 500 Euro steigern”, zitiert Grätz aus einer Studie seines Instituts. Auf das Lebenseinkommen berechnet sieht er einen Vorteil von 462 000 Euro im Vergleich zu einem Kollegen ohne Titel.

Im vergangenen Jahr haben etwa 24 000 Akademiker die deutschen Hochschulen mit einem Doktortitel verlassen. Sie gehören damit zu den 1,3 Prozent der Menschen im Lande, die das „Dr.” rechtmäßig vor dem Namen tragen dürfen. Bei den im Ausland erworbenen akademischen Graden gelten besondere Vorschriften; das Führen gekaufter Titel ist vom Gesetzgeber verboten.

Unter den neuen Doktoren waren auch Berufstätige, die ihr Examen schon vor Jahren abgelegt hatten und dann feststellten, wie der Doktortitel ihre Karriere und die Verdienstchancen noch beflügeln könnte. „Die Chancen, mit dem Titel in den Vorstand eines Unternehmens aufzusteigen, sind zehnmal größer als ohne”, weiß Grätz. „Von den Vorständen der 100 größten deutschen Aktiengesellschaften haben 66 Prozent promoviert.”

„Die Dissertation neben dem Job zu schreiben, war knochenhart”, sagte Manfred Exer nach seiner Promotionsfeier in München. Zweieinhalb Jahre saß er fast täglich nach seinem Berufsalltag und machte seinen „Dr.ing.” Die Kosten dafür kann er nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes (Az.: VI R 96/01) als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Und er darf etwa 20 Prozent mehr Gehalt erwarten.

In Akademikerkreisen ist bekannt , dass man mit einem Doktorat viel Zeit und damit Einkommen verlieren kann. Wer gegen Honorar die völlig legale Hilfe eines Experten in Anspruch nimmt, kann viel Leerlauf vermeiden. Bei der Suche nach einem Doktorvater und eines Dissertationsthemas helfen Unternehmen wie das Institut für Wissenschaftsberatung.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/berufbildung/t/rzo120011.html
Montag, 17. Januar 2005, 10:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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