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Samstag, 8. Aug. 20

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Münster - Mil­lio­nen Men­schen in Deutsch­land schmerzt das Knie. Jahr für Jahr liegen die Opfer der Knie­gelenks- Erkran­kung hier zu Lande fünf Mil­lio­nen Tage im Kran­ken­haus…

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Forscher streiten um richtige Knie-Behandlung

Münster - Millionen Menschen in Deutschland schmerzt das Knie. Jahr für Jahr liegen die Opfer der Kniegelenks- Erkrankung hier zu Lande fünf Millionen Tage im Krankenhaus, schätzen Wissenschaftler der Universität Münster.

Lautet die Diagnose des Arztes Arthrose, dann erwartet den Patienten meist Schlimmeres als die sowieso schon schmerzhaften Einschränkungen beim Sport, beim Treppensteigen oder sogar beim normalen Gehen. Über die richtigen Behandlungsmethoden der Volkskrankheit herrscht auch nach jahrzehntelanger Forschung noch immer große Uneinigkeit, wie an diesem Wochenende bei einer Tagung von 21 Medizinern aus ganz Deutschland und aus Frankreich in Münster deutlich wurde.

Eindeutig sei bisher nur , dass bei schwerer Arthrose im Knie den Patienten ein Metallgelenk implantiert werden müsse, sagt der Mediziner Carsten Tibesku vom Universitätsklinikum in Münster. Wenn der nicht nachwachsende Knorpel im Knie abgenutzt sei, also der „Stoßdämpfer” zwischen dem Oberschenkel- und dem Unterschenkelknochen fehle, sei die Operation unvermeidbar.

Wie lange der Austausch des gesamten Gelenks, oder zumindest eines der drei Gelenkteile, hinausgezögert werden könne, liege dagegen schon eher in der Hand der Ärzte. Der Orthopädie-Experte Adrian Skwara etwa fordert seine Kollegen auf, das Leid der Betroffenen erst einmal ohne operative Eingriffe zu lindern, am besten auch ohne Medikamente.

Die Patienten sollten zu Krankengymnastik in Eigenregie angeleitet werden oder Methoden wie Akupunktur und Magnetfeldtherapie ausprobieren. Sehr hilfreich seien zudem präperierte Schuhe: Einlagen, Puffer an den Hacken und Erhöhungen am Innen- und Außerrand. Ein großer Verstärker der Arthrose sei Übergewicht. Überschüssige Kilos zu verlieren, könne die Implatation um Jahre hinaus zögern, sagt Skwara.

Sollten diese Therapien nicht fruchten, blieben noch eine ganze Reihe von Mediakenten mit mehr oder minder guten Wirkungen und schlechten Nebenwirkungen, sagt Skwara. Leichter Arthroseschmerz behebe schon das Schmerzmittel Paracetamol. In schwereren Fällen wecke zur Zeit das Medikament Interleukin-1 Alpha große Erwartungen, das auf einer Eigenblut-Therapie basiert. In einem Test unter 3000 Patienten bereitete es drei von vier Teilnehmern Schmerzlinderung - bei geringen Nebenwirkungen. „Mal sehen, ob das Produkt wirklich hält, was es bisher verspricht”, sagt Skwara.

Andere Wissenschaftler halten wenig von diesen konservativen Methoden und bevorzugen die Behandlung des ramponierten Knorpels mit arthroskopischen Eingriffen. Dabei würden Operationswerkzeuge durch sehr kleine Löcher in das Knie eingeführt, beispielsweise um schmerzende Splitter des defekten Knorpels aus dem Gelenk auszuspülen, sagt der Aachender Mediziner Ulrich Schneider.

Eine weitere Möglichkeit sei, bei der Athroskopie kleinste Löcher in den Knorpel zu bohren, damit sich in ihm neues Gewebe bilde. Zur Stoßdämpfung im Knie eigne sich dieses Narbengewebe jedoch nicht. Insgesamt sei also auch die Wirksamkeit athroskopischer Methoden nicht unbestritten. „Nicht jeder Knorpelschaden sollte so behandelt werden”, sagt Schneider.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/gesundheit/t/rzo120037.html
Montag, 17. Januar 2005, 11:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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