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Dienstag, 25. Januar 05

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Überforderung durch Technik wächst

Hamburg/Berlin - Irgendwie war früher alles einfacher - langweiliger vielleicht, aber einfacher.

Überfordert

Warum bleibt das Display schwarz? Quelle: Jens Schierenbeck/dpa/gms

Damals gab es Telefone mit einem Kabel, das kam aus der Wand.

Heute hat man einen Computer , eine NTBA-Box und eine ISDN-Anlage oder besser noch: DSL-Modem und W-Lan-Router. Alles sei kinderleicht zu installieren, versichert der Berater im T-Punkt. Aber was ist, wenn man gar keine Kinder hat?

Die Menschheit teilt sich nach einer repräsentativen Umfrage der Marktforscher von Research International in Hamburg in zwei ungefähr gleich große Gruppen: die von der Technik Begeisterten und die von der Technik Überforderten. Laut Studie stimmen 57 Prozent der Bevölkerung der Aussage zu, dass technische Geräte immer komplizierter werden.

45 Prozent haben schon gar keine Lust mehr, sich mit den Funktionen im einzelnen zu beschäftigen. Bei mehr als einem Drittel führt das Gefühl der Überforderung sogar dazu, dass sie Neuanschaffungen immer weiter hinausschieben. „Die entwickeln eine echte Kaufblockade”, sagt Studienleiterin Katrin Ossenbrüggen.

Vor allem ältere Menschen werden von der technischen Entwicklung zunehmend abgehängt. Viele von ihnen kommen mit Innovationen nur noch in Berührung, wenn ihnen Kinder oder Enkel welche schenken. 56 Prozent der Handybesitzer über 60 Jahre haben das Gefühl, dass sie die Funktionen nur zu einem Bruchteil nutzen. „Das ist nicht mehr meine Welt”, äußerte eine 63-jährige Renterin in der Umfrage von Research International resigniert.

Tatsächlich dürften die Zahlen der Marktforscher noch tief gegriffen sein. Der Mensch scheut sich, in Umfragen peinliche Bekenntnisse abzulegen. Als technischer Trottel outet sich niemand gern. Das weiß auch Maren Meyer von SirValUse in Hamburg, einem Unternehmen, dass technische Geräte und Websites auf ihre Benutzerfreundlichkeit hin untersucht. „Unsere wichtigste Methode ist die Beobachtung”, sagt Meyer. „Viele Testpersonen behaupten nachher, es sei ja alles ganz einfach gewesen. Dabei haben wir gesehen, dass es große Probleme gab.”

Hochrüstung der Geräte und Überforderung der Verbraucher bilden einen Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen gibt. Der technische Fortschritt unterliegt einer Eigendynamik, die kein Innehalten erlaubt. „Die Innovationszyklen werden immer kürzer, so kurz, dass nicht einmal mehr die Hersteller genug Zeit zum Ausprobieren haben”, erklärt Henning Withöft von der Stiftung Warentest in Berlin. Aber auch die Verbraucher tragen ihr Scherflein zur eigenen Überforderung bei. Abgespeckte Geräte wie Fernbedienungen mit wenigen Tasten gelten als Krücken für Minderbemittelte und werden nicht gekauft.

Wer im Zustand akuter Überforderung Hassgefühle gegen die Technik entwickelt, kann sich immerhin mit einer Gewissheit trösten: Mutwillig zerstören lassen sich die Geräte immer noch. Und das geht heute vielfach eher leichter als früher.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/news/t/rzo122222.html
Dienstag, 25. Januar 2005, 11:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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