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Sonntag, 19. Jan. 20

FußgängerschutzBer­lin/Of­fen­bach - Autos sind heute siche­rer denn je - was in erster Linie den Insas­sen zu Gute kommt. Die werden von elek­tro­nischen Sys­temen vor Unfäl­len bewahrt, und kracht es trotz allem einmal…

München - Bei der Fahrt zum TÜV dürfen Auto­besit­zer die Fahr­zeug­papiere nicht ver­ges­sen. Neben dem Fahr­zeug­schein benötigt der Prüfer den Beleg über die letzte Abgas­unter­suchung, so der ADAC in Mün­chen.

Chem­nitz - Die erste textile Heizung für Auto-Kin­der­sitze kommt nach Angaben des Ver­ban­des der Nord-Ost­deut­schen Textil- und Beklei­dungs­indus­trie aus Sach­sen.

Berlin - Beim Auto­waschen mit dem Hoch­druck­rei­niger sollten zwi­schen der Düse und dem Auto­rei­fen min­des­tens 20 Zen­time­ter Abstand liegen. Bei nur 4 Zen­time­tern Abstand könne der Strahl die Pneus schon nach…

München - Mitte Mai kommt ein neues Ein­stiegs­modell des BMW-Road­sters Z4 zu den Händ­lern. Der Z4 Road­ster 2.0i ist ab 28 900 Euro zu haben, so der Her­stel­ler in Mün­chen.

München - Räum­fahr­zeuge auf Auto­bah­nen und auf Land­straßen sollten gene­rell nicht über­holt werden. Unge­dul­dige Auto­fah­rer unter­schät­zen oft die Gefah­ren, die beim Über­holen und beim Fahren auf der ungeräum­ten…

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Virtuelle Auto-Rennen in der Kritik

München/Köln - Das Auto ist getunt und startklar, die Straßen der Großstadt sind verwaist: Entsprechende Szenen sind täglich in Wohn- und Kinderzimmern zu beobachten, wenn Jugendliche an der Videokonsole oder dem PC ihre Rennspiele starten.

Virtuelles Auto-Rennen

Fahren ohne Rücksicht auf Verkehrsregeln. (Bild: Electronic Arts/dpa/gms)

Doch solche Spiele sind jetzt in die Kritik geraten: Es gibt Befürchtungen, dass sich rücksichtsloses Fahren in den virtuellen Städten negativ auf das Verhalten im realen Straßenverkehr auswirken kann.

Hintergrund ist eine Pilot-Studie , die der Diplom-Psychologe Jörg Kubitzki vom Allianz Zentrum für Technik (AZT) in München vorgenommen hat. „Wir haben in Bayern 657 männliche Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren ausdrücklich zu dem Thema Auto-Rennspiele befragt”, erläutert Kubitzki. Allerdings standen dabei eben nicht jene Spiele im Vordergrund, in denen auf ausgewiesenen Rennpisten um den Sieg gekämpft wird. „Von Bedeutung waren für uns vielmehr die so genannten Street Racing Games”, sagt Kubitzki.

In diesem Spiele-Genre geht es um Rennen in virtuell nachgebildeten Städten: Gefahren wird dabei ohne Rücksicht auf Verkehrsregeln, das Anrempeln anderer Fahrzeuge dient ebenso wie halsbrecherische Stunts oder heftige Unfälle eher der Unterhaltung. Die Alterseinstufungen solcher Spiele sorgen dafür, dass sie oft schon an Kinder unter 12 Jahren verkauft werden dürfen.

Ein Ergebnis der Pilot-Studie ist laut Kubitzki, dass mehr als drei Viertel der Befragten Rennspiele mehr oder minder regelmäßig spielen. Davon wiederum spielen drei Viertel Street Racing Games. Während das allein noch nichts über das Verhalten im realen Straßenverkehr aussagt, könnten andere Ergebnisse Anlass zur Sorge sein: „25 Prozent der Jugendlichen gaben an, schon vor ihrem 18. Geburtstag mit dem Auto Erfahrungen im Straßenverkehr gemacht zu haben, und 4,6 Prozent, auch schon illegale Rennen gefahren zu sein.”

Laut Kubitzki lassen diese Zahlen der ersten Pilot-Studie noch keine wirklichen Rückschlüsse über mögliche Zusammenhänge zu - sie seien aber ein Anlass, das Thema weiter zu verfolgen. „Grundsätzlich belohnt die Philosophie dieser Spiele das Brechen von Regeln sowie ein zu Gewalt neigendes Verhalten. Sie sind kein Kinderspielzeug und sollten nicht an Jugendliche unter 16 Jahren verkauft werden.”

Andere Verkehrsexperten sehen das Problem nicht nur in den Spielen an sich - sondern auch bei den Eltern. „Die selben Eltern, die ihre vom Straßenverkehr gefährdeten Kinder in die geschützte Wohnung holen, lassen es zu, dass sich ihre Sprösslinge am Computer aggressive Verkehrsspiele reinziehen”, kritisiert Rainer Hillgärtner, Sprecher des Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart.

Es gibt allerdings auch andere Stimmen. Und die sagen, dass Kindern durchaus zuzutrauen ist, die Bildschirmwelt nicht mit der realen Umgebung zu verwechseln. „Schon ein Heranwachsender kann unterscheiden, in welcher Welt er sich gerade bewegt”, sagt Professor Jürgen Fritz, Leiter des Forschungsschwerpunktes „Wirkung virtueller Welten” an der Fachhochschule Köln. Zwar geht Fritz davon aus, dass Spiele Auswirkungen auf die Menschen haben - nur hängen diese mit der Persönlichkeit zusammen. Wenn jemand ohnehin schon leichtsinnig ist, außerdem gerne Auto fährt und dann noch Rennspiele spielt, könnte diese Kombination riskant sein. „Aber eine generelle Aussage, dass solche Spiele problematisch sind, würde ich nicht treffen wollen.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/auto/t/rzo118552.html
Dienstag, 11. Januar 2005, 10:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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