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Samstag, 7. Dez. 19

Frank­fur­t/Main/Mün­chen - PVC-Fußbö­den sind zwar gesund­heit­lich nicht unbe­denk­lich, doch müssen sie nicht unbe­dingt vor dem Einzug in eine Alt­bau-Woh­nung ent­fernt werden.

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Fußboden-Austausch nicht zwingend nötig

Frankfurt/Main/München - PVC-Fußböden sind zwar gesundheitlich nicht unbedenklich, doch müssen sie nicht unbedingt vor dem Einzug in eine Altbau-Wohnung entfernt werden.

Diese Einschätzung vertritt das Umweltinstitut in München. Die in Frankfurt erscheinende Zeitschrift „Öko-Test” hatte 15 verschiedene PVC-Böden mit Parkettdekor getestet und 14 Produkte als „ungenügend” bewertet. Ein PVC-Bodenbelag erhielt die Bewertung „mangelhaft”.

Das Hauptproblem seien die Weichmacher , auch Phtalate genannt, die über längere Zeit aus den Böden ausgasten, heißt es im Test-Bericht (Ausgabe 12/2004). Das beauftragte Labor habe zumeist „stark erhöhte” Mengen gefunden, die im zweistelligen Prozentbereich lägen. Zum Teil könnten die Weichmacher die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen oder Kinder im Mutterleib schädigen. Für viele Phtalate sei zudem eine hormonähnliche Wirkung belegt. Als Konsequenz rät „Öko-Test” Mietern von Wohnungen mit PVC-Böden, den Vermieter um Entfernung des Belages zu bitten oder das Material selbst zu entfernen.

„So krass sehen wir das nicht”, sagt Hans Ulrich-Raithel, Leiter des Umweltinstituts. Die gesundheitliche Gefährdung sei nicht so hoch, dass sofort etwas unternommen werden müsse. „Wer ökologisch bauen oder umbauen und die Schadstoffbelastung gering halten will, sollte PVC-Böden aber nicht neu verlegen.”

„PVC ist eigentlich ein Abfallprodukt der Chlorchemie”, erläutert Ulrich-Raithel. Auf problematische Zusatzstoffe könnten die Hersteller, selbst wenn sie wollten, nicht verzichten. „Die Hilfsstoffe sind nötig, um aus PVC einen Fußbodenbelag zu machen. Eigentlich ist der Stoff glashart.” Viele der Stabilisatoren und Weichmacher seien schlecht untersucht. Zum Teil werde auch kritisch über die möglichen langfristigen Wirkungen diskutiert.

Dennoch sollte die Gesundheitsgefahr nicht dramatisiert werden. Dies gelte auch für Kleinkinder, die auf PVC-Böden herumkrabbeln. Kinder seien zahlreichen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt. „Der PVC-Boden ist ein kleines Rädchen unter vielen.” Weichmacher in Kinderspielzeug seien problematischer als im Fußbodenbelag. „Meist handelt es sich um neues Spielzeug, da dampft mehr aus.”

Das heiße allerdings nicht , dass von alten PVC-Böden kaum noch Schadstoffbelastungen zu erwarten seien. „Zum Teil wurden früher relativ giftige Weichmacher, Schwermetalle und Asbest verwendet”, sagt Ulrich-Raithel.

Als Alternative zum PVC empfiehlt Ulrich-Raithel Linoleum. Auch Kork sei gut geeignet. Bei Laminat könne es elektrostatische Aufladungen geben, wie Tests gezeigt hätten. Auch müsse bedacht werden, dass der Boden empfindlich auf Wasser reagiere. „Wenn im Kinderzimmer über Nacht eine Pfütze stehen bleibt, müssen Sie damit rechnen, dass die Ränder aufquellen.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/gesundheit/t/rzo122326.html
Dienstag, 25. Januar 2005, 15:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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