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Donnerstag, 6. Aug. 20

Frank­fur­t/Main/Mün­chen - PVC-Fußbö­den sind zwar gesund­heit­lich nicht unbe­denk­lich, doch müssen sie nicht unbe­dingt vor dem Einzug in eine Alt­bau-Woh­nung ent­fernt werden.

Hamburg - Auch an sehr kalten Tagen sollte sich nicht über­mäßig dick ange­zogen werden. Wer zu warme Klei­dung trägt, gerät ins Schwit­zen.

Frank­fur­t/Main - Kreb­spa­tien­ten, deren Angehö­rige und Bekannte können am 1. Februar in einer Inter­net-Sprech­stunde Rat suchen. Unter der Adresse www.krebssprechstunde.de beant­wor­ten Exper­ten von 19.00 bis…

Greifs­wald - Wegen des alar­mie­ren­den Anstiegs von Anti­bio­tika resis­ten­ten Bak­terien in Kli­niken fordert der Prä­sident der Deut­schen Gesell­schaft für Kran­ken­haus­hygiene, Pro­fes­sor Axel Kramer…

Düs­sel­dorf - Wün­schen Pati­enten beim Zah­ner­satz eine exklu­sivere Behand­lung als die Grund­ver­sor­gung, sollten sie die Kosten dafür vorab von ihrer Kran­ken­kasse prüfen lassen.

Bau­natal - Mit über­trie­benem Ehrgeiz gefähr­den immer mehr Frei­zeit­sport­ler nach Auf­fas­sung des Sport­medi­ziners Peter Kentsch ihre Gesund­heit. Die Folge seien Gelenk­schä­digun­gen und Herz- Kreis­lauf-Pro­ble­me…

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Gesundheit kommt nicht aus der Packung

Bonn/Potsdam - In Supermärkten füllen Vitamin- und Mineralstoffpillen ganze Wände.

Vitaminpillen

Vitaminpräparate nicht nach Gießkannenprinzip einnehmen. (Bild: ABDA/dpa/gms)

„Gesunde Menschen brauchen keine zusätzlichen Mittel”, versichert jedoch Prof. Regina Brigelius-Flohé vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam.

Trotzdem greifen immer mehr Menschen zu Pillen und Kapseln. Die Gründe sind Bequemlichkeit, Hektik im Alltag und ein schlechtes Gewissen. „Gesundes Essen kostet Zeit, die sich viele nicht nehmen”, erläutert Antje Gahl, Ernährungswissenschaftlerin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn.

„Natürliche Lebensmittel sind das Beste, weil sie alle Stoffe in idealer Kombination enthalten”, sagt Uta Viertel, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig. Immer wieder taucht das Gerücht auf, Obst und Gemüse aus der modernen Landwirtschaft enthielten zu wenig Nährstoffe. „Die Behauptung hält wissenschaftlichen Untersuchungen nicht stand”, sagt Antje Gahl.

Manche Menschen haben einen höheren Bedarf an bestimmten Nährstoffen oder erleiden leichter einen Mangel als der Durchschnitt. Das betrifft vor allem chronisch Kranke und Ältere. „Sie können häufig nicht gut kauen und schlucken oder haben keinen Appetit und essen deshalb zu wenig”, sagt Antje Gahl. Alarmzeichen können dauernde Müdigkeit, Leistungsschwäche oder Hautprobleme sein.

Raucher bauen Vitamin C schneller ab und sollten auf eine Vitamin C-reiche Ernährung mit viel Obst und Säften achten, empfiehlt Regina Brigelius-Flohé. Sportler bräuchten reichlich Mineralstoffe und sollten viel Mineralwasser trinken. Bei häufigen Muskelkrämpfen könnten Magnesiumtabletten helfen.

Junge Frauen sind laut DGE häufig unterversorgt mit Folsäure. Das Vitamin ist besonders am Beginn einer Schwangerschaft wichtig für die Entwicklung des ungeborenen Kindes. Deshalb sollten Frauen mit Kinderwunsch ihren Arzt nach einem Folsäure-Präparat fragen. Wer befürchtet, zu wenig Nährstoffe zu bekommen, sollte mit dem Hausarzt besprechen, anstatt auf eigene Faust Tabletten zu nehmen.

Die beste Vorsorge ist einfach: bunt und vielseitig essen. Vollkornbrot oder Müsli zum Frühstück sind ein guter Start. Zu den Hauptmahlzeiten empfiehlt die DGE mindestens 200 Gramm Gemüse. Zwischendurch liefern eine Portion Rohkost oder Salat und mehrere Portionen Obst über den Tag verteilt wertvolle Nährstoffe.

Die in Deutschland angebotenen Früchte bieten laut DGE gute Qualität und genug Nährstoffe - egal ob sie vom Wochenmarkt, aus dem Supermarkt oder vom Discounter kommen. Uta Viertel rät, regionale Erzeugnisse zu kaufen und sich nach der Saison zu richten. „Dann stimmt die Mischung, und das Obst ist mit hoher Wahrscheinlichkeit sonnengereift.”

Auch Jod und Omega-3-Fettsäuren aus Seefisch sind wichtig für den Stoffwechsel. Niacin aus Fleisch spielt eine wichtige Rolle beim Energieumsatz und für gesunde Haut. Fettarme Milchprodukte liefern Kalzium und beugen Knochenschwund vor. Für Allergiker, die sie nicht vertragen, bieten Brokkoli, Lauch oder angereicherte Fruchtsäfte Ersatz. Wer etwas für seine Gesundheit tun will, steuert beim Einkauf also am besten das Gemüseregal an.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/gesundheit/t/rzo110029.html
Dienstag, 07. Dezember 2004, 11:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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