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Freitag, 3. Jul. 20

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Greifs­wald - Wegen des alar­mie­ren­den Anstiegs von Anti­bio­tika resis­ten­ten Bak­terien in Kli­niken fordert der Prä­sident der Deut­schen Gesell­schaft für Kran­ken­haus­hygiene, Pro­fes­sor Axel Kramer…

Düs­sel­dorf - Wün­schen Pati­enten beim Zah­ner­satz eine exklu­sivere Behand­lung als die Grund­ver­sor­gung, sollten sie die Kosten dafür vorab von ihrer Kran­ken­kasse prüfen lassen.

Bau­natal - Mit über­trie­benem Ehrgeiz gefähr­den immer mehr Frei­zeit­sport­ler nach Auf­fas­sung des Sport­medi­ziners Peter Kentsch ihre Gesund­heit. Die Folge seien Gelenk­schä­digun­gen und Herz- Kreis­lauf-Pro­ble­me…

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Forscher warnt vor Anstieg resistenter Bakterien

Greifswald - Wegen des alarmierenden Anstiegs von Antibiotika resistenten Bakterien in Kliniken fordert der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, Professor Axel Kramer, schärfere Gegenmaßnahmen.

Jährlich zögen sich rund 400 000 Patienten in Kliniken Infektionen zu, ein Drittel ausgelöst durch das Bakterium Staphylococcus aureus. 20 Prozent dieser Bakterien seien bereits gegen Antibiotika resistent. Damit habe sich ihr Anteil seit 1990 mehr als verzehnfacht, sagte Kramer in Greifswald.

Zur Eindämmung der so genannten MRSA-Infektionen (Methicillin resistente Staphylococcus aureus) fordert der Leiter des Greifswalder Instituts für Hygiene und Umweltmedizin die Einrichtung einer fachübergreifenden Expertengruppe unter Koordinierung des Robert Koch-Institutes. Sie soll bundeseinheitlich verbindliche Maßnahmen erarbeiten und durchsetzen. Zwar gebe es seit 1999 schon Richtlinien. Diese hätten aber nur Empfehlungscharakter, sagte Kramer.

Notwendig sei eine bundesweit einheitliche Antibiotikastrategie. Risikopatienten sollten bis zur Klärung etwaiger Infektionen isoliert untergebracht werden. Für alle Patienten fordert Kramer eine generelle Untersuchung auf Erreger bei der Aufnahme in Krankenhäuser. Das Vorbild der Niederlande und Dänemarks zeige, dass durch eine national einheitlich durchgesetzte Präventionsstrategie MRSA- Infektionen auf unter ein Prozent reduziert werden können, sagte Kramer.

Damit ließen sich auch Kosten sparen. Pro Erkrankung könnten 3000 bis 10 000 Euro zusätzliche Kosten entstehen, sagte Kramer. Hinzu komme, dass die verbleibenden noch wirksamen Antibiotika zum Teil auch giftiger seien. Die MRSA-Infektionen sind nach Angaben Kramers mit schweren Krankheitsbildern und einem verlängerten Krankenhausaufenthalt verbunden.

Maßgeblichen Anteil an der Resistenzentwicklung habe der unnötige Einsatz von Antibiotika, beispielsweise bei virusbedingten Atemwegsinfektionen. Zudem werde eine Resistenzentwicklung durch Unterdosierung, zu kurze oder zu lange Anwendungsdauer begünstigt. Etwa ein Drittel aller Krankenhauspatienten erhält nach Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene Antibiotika.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/gesundheit/t/rzo122085.html
Montag, 24. Januar 2005, 17:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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