NachrichtenMagazinMagazinService
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Internet-Service Kontakt
Fußball Formel 1 Sporttabellen Foto des Tages
Archiviert am
Dienstag, 25. Januar 05

JungfernfahrtBar­celona - McLa­ren-Mer­cedes will mit seinem neuen Sil­ber­pfeil erfolg­reich Jagd auf Seri­enwelt­meis­ter Michael Schu­macher machen. Kimi Räik­könen und Neu­zugang Juan Pablo Montoya sollen mit dem MP4-20 gehörig an der…

SignalwirkungMara­nello - Das Ringen um eine neue Übe­rein­kunft in der Formel 1 sorgt für Ver­wir­rung. „Ich kenne nur ein Con­corde Agree­ment”, sagte Norbert Haug am Rande der Test­fahr­ten des neuen McLa­ren-Mer­cedes in Bar­celona.

Stutt­gart - For­mel-1-Team­chef Eddie Jordan hat sich mit dem rus­sischen Mil­liardär Alex Shnai­der auf eine „spätere Über­nah­me” seines Renn­stalls geei­nigt.

Neuer Silberpfeil soll Schumacher jagen

Barcelona - McLaren-Mercedes will mit seinem neuen Silberpfeil erfolgreich Jagd auf Serienweltmeister Michael Schumacher machen.

Jungfernfahrt

Kimi Räikkönen fährt den neuen McLaren Mercedes MP4-20 in Barcelona.

Kimi Räikkönen und Neuzugang Juan Pablo Montoya sollen mit dem MP4-20 gehörig an der roten Formel-1-Vorherrschaft rütteln und Ferrari nach einem halben Jahrzehnt Dominanz möglichst von der Spitzen verdrängen.

„Hoffentlich haben wir ein besseres Auto gebaut als in der Vergangenheit”, sagte McLaren-Teamchef Ron Dennis bei der bescheidenen Präsentation des schwarz-silbern lackierten Rennwagens in Barcelona. Die jeweils hoch gehandelten Vorgängermodelle hatten sich allesamt als mehr oder weniger große Flops erwiesen.

Angesichts der herben Enttäuschungen verzichteten Fahrer und Verantwortliche des britisch-schwäbischen Teams auf große Kampfansagen und Versprechungen. „Voraussagen helfen nichts, aber wir wollen um Podiumsplätze kämpfen”, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. „Wir hoffen, ein schlagkräftiges Paket aus Chasis, Motor und Reifen geschnürt zu haben, mit denen wir an die Leistungen und Resultate anschließen können, die wir im letzten Saisondrittel 2004 mit dem Vorgänger MP4-19B erzielt haben.”

Bei den letzten Grand Prix 2004 zeigten die Silbernen einen klaren Aufwärtstrend, schlossen die Saison aber dennoch auf dem enttäuschenden fünften Platz in der Konstrukteurs-Wertung ab. „Die Richtung ging nach oben, aber wir wollen mehr”, meinte Haug. Die Erwartungen von außen seien hoch, was auch richtig sei, räumte er ein, dass ein gewaltiger Druck auf dem Rennstall laste. „Jeder im Team arbeitet fieberhaft daran, in diesem Jahr das bestmögliche Ergebnis zu erzielen”, kündigte auch Dennis den unbedingten Willen zur Steigerung an.

Die Hoffnungen auf einen neuen Höhenflug der Silberpfeile ruhen nicht nur auf dem erneut vom Technischen Direktor Adrian Newey primär entwickelten MP4-20, sondern auch auf der hochkarätigen Fahrerpaarung. Räikkönen und Montoya sollen sich nicht nur gegenseitig einheizen, sondern dem erneut als Titelfavoriten geltenden Schumacher das Leben möglichst schwer machen. „Montoya ist in sehr guter Form. Er macht einen großartigen Job”, lobte Dennis den Kolumbianer, der mit seinem Sieg beim Saisonfinale in Sao Paulo seine Klasse unterstrichen hatte.

Montoya und Raikkönen trauen die McLaren-Mercedes-Macher den Titelgewinn zu, sofern beide WM-taugliches Material zur Verfügung gestellt bekommen. Der Finne muss nach einer erneuten Alkohol-Eskapade in einem Londoner Nachtclub mit internen Konsequenzen rechnen. Trotz des Fehltritts durfte der 25 Jahre alte WM-Siebte die Jungfernfahrt bestreiten. Einige Stunden vor der offiziellen und äußerst schlicht gehaltenen Präsentation drehte Räikkönen ein paar problemlos verlaufene Runden auf dem Circuit de Catalunya. „Mein erster Eindruck ist sehr gut. Aber jetzt beginnt die Arbeit für mich und meine Kollegen erst”, sagte er. Bei fünftägigen Tests will das Team den MP4-20 nun auf Herz und Nieren prüfen.

Montoya, der den Neuen erst in den nächsten Tagen testen darf, fühlt sich nach seinem Wechsel von Williams-BMW „schon zu Hause” bei McLaren-Mercedes. „Derzeit sieht es sehr gut aus. Aber erst in Melbourne wissen wir, wie gut wir sind”, beschrieb der dreimalige Grand-Prix-Sieger seine bisherigen Eindrücke. Sein Verhältnis zu Räikkönen bezeichnete der als impulsiv geltende Südamerikaner „als kollegial. Im Rennen sind wir Konkurrenten.”

In der kommenden Saison will McLaren-Mercedes beim Freitags-Training mit drei Boliden starten. „Wir werden definitiv mit einem dritten Wagen fahren. Es ist für die, die es nutzen können, ein Vorteil”, sagte Teamchef Ron Dennis bei den Testfahrten des neuen Silberpfeils MP4-20 in Barcelona.

Die Möglichkeit, beim Freitags-Training ein drittes Auto einzusetzen, haben nach den Regeln des Automobil-Weltverbandes FIA jene Teams, die die vergangene Saison in der Konstrukteurswertung nicht unter die ersten Vier gekommen waren. McLaren-Mercedes hatte den fünften Rang belegt. Erstmals genutzt werden kann der dritte Wagen beim Grand-Prix-Auftakt am 6. März in Melbourne.

Ein Vorteil sei, dass der dritte Fahrer neben den beiden Stammpiloten Reifenvergleiche anstellen und am Setup arbeiten könne, ohne auf die Kilometer zu achten, sagte McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh auf der Homepage der Briten. Normalerweise gebe es immer einen Interessenkonflikt: Die Chassis-Ingenieure wollten, dass möglichst viele Kilometer gefahren werden, die Verantwortlichen für den Motor, dass dieser lang halte, und die Reifenspezialisten hätten nur eine begrenzte Anzahl Reifen zur Verfügung.

Wer den dritten Wagen fahren soll - der Österreicher Alexander Wurz oder der Spanier Pedro de la Rose -, ist noch offen. „Wir werden einen erfahren Piloten haben”, versprach Whitmarsh. Ron Dennis deutete an, dass ein Wechsel nach den ersten vier Rennen erfolgen könnte.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/sport/formel1/t/rzo122069.html
Dienstag, 25. Januar 2005, 15:35 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
E-Paper

Die heutige Ausgabe der Rhein-Zeitung


Verlags-Service Abo-Service Anzeigen-Service
E-Paper
Druckversion