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Montag, 31. Januar 05

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Der Sky Tower in Auckland als Abenteuerspielplatz

Auckland - Stephanie ist vier Jahre alt und scheint gar keine Angst zu haben.

Auckland

Blick vom Mount Eden auf Auckland und den Sky Tower. (Bild: Röwekamp/dpa/gms)

Das Mädchen liegt bäuchlings auf dem Glasfußboden der Sky-Tower-Aussichtsplattform in Auckland und blickt nach unten, 186 Meter in die Tiefe.

Das Glas, das Stephanie vor dem freien Fall bewahrt, ist nur 3,8 Zentimeter dick und doch so stabil wie Beton - zumindest verspricht das ein Schild an der Wand. Der Glasboden über dem Abgrund, dessen Betreten bei vielen Besuchern ein nervöses Kribbeln im Bauch auslöst und zu schweißnassen Händen führt, gehört zu den größten Attraktionen im höchsten Gebäude Neuseelands. Doch der Sky Tower hat noch einiges mehr an Nervenkitzel zu bieten.

Ob der 1997 eröffnete Turm tatsächlich nicht nur das höchste Gebäude des Landes, sondern gleich der ganzen Südhalbkugel ist, ist eine Frage der Definition. Die Spitze des Sky Towers liegt 328 Meter über dem Meer. Das sind 24 Meter mehr als die Spitze des AMP Towers in Sydney in Australien. Allerdings besitzt das Gebilde aus 15 000 Kubikmeter Beton und 2660 Tonnen Stahl in Auckland eine sehr lange Antenne. Die höchste der drei Aussichtsgalerien dagegen befindet sich in 220 Metern Höhe und damit unter der obersten Plattform in Sydney.

Die Rivalität zwischen „Kiwis” und „Aussies” in dieser Frage lässt Touristen aus Übersee in der Regel kalt - sie genießen vor allem die spektakulären Ausblicke auf die größte Stadt Neuseelands. Weit reicht das Panorama über den Naturhafen mit den vielen Segelbooten und der Harbour Bridge, die das Zentrum mit den nördlichen Vororten verbindet. Mehr als 50 Inseln liegen in den Buchten rund um die Millionenstadt. Vor allem aber fällt auf, wie hügelig Auckland ist: Die Häuser stehen auf und zwischen 48 Kuppen erloschener Vulkane.

Vielen Besuchern reicht der Blick aus der Höhe allein aber nicht - sie wollen mehr Action. Die Betreiber des Turms haben deshalb einen Abenteuerspielplatz aus ihm gemacht. Im Ursprungsland des Bungee Jumping ist es zum Beispiel nur logisch, dass man sich auch vom Sky Tower stürzen kann: Ein Sprung in Richtung Asphalt aus 192 Metern Höhe kostet neben viel Überwindung 195 Neuseeland-Dollar (103 Euro).

Wer länger etwas von seinem Abenteuer haben möchte, kann sich auch in einen orangefarbenen Overall kleiden und am zweieinhalbstündigen „Vertigo Climb” teilnehmen. Die Klettertour im Inneren des Mastes endet exakt 270 Meter über dem Meeresspiegel, wo eine Mini-Plattform im Freien betreten wird, die ein wenig dem Ausguckposten eines Piratenschiffes ähnelt. Für dieses Vergnügen und die Rundumsicht auf die Stadt werden 145 Dollar (77 Euro) fällig, Rucksacktouristen zahlen etwas weniger. Höher hinaus als hier geht es in Auckland dann aber wirklich nicht.

Wie sehr der Sky Tower die Silhouette Aucklands prägt, wird erst deutlich, wenn man ihn aus einiger Distanz betrachtet. Wie ein großes Ausrufezeichen steht er über dem Stadtzentrum und vor der Kulisse der grünen Hügellandschaft. Das bemerken die Urlauber, die die 192 Meter hohe Vulkankuppe Mount Eden etwas weiter südlich erklimmen. Dort sind sie fast auf Augenhöhe mit den Besuchern in den beiden unteren Aussichtsgalerien des Turms, wenn auch etwa drei Kilometer entfernt.

Schon morgens um 8.00 Uhr treffen die ersten Touristenbusse auf dem Mount Eden ein. Die Herde Kühe, die hier mitten in der Großstadt lebt, lässt sich allerdings nicht weiter stören und grast weiter die sattgrüne Weide ab. Schnell ein paar Fotos schießen, dann geht es für die Urlauber auch schon weiter, neuen „Auckland-Abenteuern” entgegen.

www.aucklandnz.com

www.skycity.co.nz

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/magazin/t/rzo121222.html
Freitag, 21. Januar 2005, 10:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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