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Montag, 31. Januar 05

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Tel Aviv - Zum Begräb­nis des israe­lischen Best­sel­ler-Autors Ephraim Kishon werden am Diens­tag in Tel Aviv hun­derte Trau­ergäste erwar­tet.

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Los Angeles - Altstar Robert de Niro tri­umphiert erneut an der Spitze der US-Kino-Charts, während sich Clint East­wood mit seinem Box-Drama „Mil­lion Dollar Baby” nach oben kämpft.

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Trauer um Ephraim Kishon - Begräbnis in Tel Aviv

Tel Aviv - Zum Begräbnis des israelischen Bestseller-Autors Ephraim Kishon werden am Dienstag in Tel Aviv hunderte Trauergäste erwartet.

Ephraim Kishon

Ephraim Kishon ist im Alter von 80 Jahren gestorben.

Kishons Schwiegertochter Orit sagte am Montag, die israelische Bildungsministerin Limor Livnat und der Schauspieler Chaim Topol hätten ihre Teilnahme angekündigt.

Der Sarg Kishons, der erst am späten Montagabend in Israel erwartet wurde, soll mehrere Stunden vor dem Begräbnis in Tel Aviv aufgebahrt werden. Dann wird der weltberühmte Satiriker auf einem kleinen Friedhof im Stadtzentrum beigesetzt, auf dem viele bekannte Persönlichkeiten beerdigt liegen.

Kishon war am Samstag in seiner Schweizer Wahlheimat Appenzell 80-jährig einem Herzanfall erlegen. Der für seinen selbstironischen Humor berühmte Autor schrieb mehr als 50 Bücher, die in 37 Sprachen übersetzt wurden und allein in Deutschland eine Auflage von 32 Millionen Exemplaren erreichten. Aus Deutschland reisen der Altverleger von Kishons langjährigem Verlag Langen Müller Herbig, Herbert Fleissner, seine Tochter und Verlagschefin Brigitte Fleissner-Mikorey sowie Kishons Lektorin Brigitte Sinhuber an.

Nach den Worten seines ältesten Sohns Rafi Kishon hat der in Ungarn geborene Erfolgsautor gleichzeitig eine große Liebe zum Staat Israel und einen tiefen Pessimismus verspürt. „Als Holocaust- Überlebender, der das Böse im menschlichen Wesen gesehen hatte, war er ein pessimistischer Mensch”, sagte Kishon (48) der israelischen Zeitung „Jediot Achronot” vom Montag.

Israel sei für seinen Vater „das Wunder des 20. Jahrhunderts” gewesen. In seinem Werk habe er alle Schwächen des jungen Staates aufgezeigt, aber immer mit einem liebenden Blick. Sehr gekränkt habe ihn die mangelnde Anerkennung seitens der Kritiker in Israel. Erst in den letzten Jahren, unter anderem nach dem Empfang des nationalen Israel-Preises 2002, habe er Befriedigung erfahren. Die mit 12 000 Euro dotierte Auszeichnung, die höchste des Staates Israel, hatte er für sein Lebenswerk erhalten.

Als Vater sei Kishon oft abwesend und sehr mit seiner Arbeit beschäftigt gewesen, berichtete der Sohn weiter. Dennoch habe er mitunter sehr gern mit seinen drei Kindern gespielt. Unter anderem habe er „sportliche Spiele im Haus” geliebt, darunter Billiard, Tischtennis und Tischfußball. „Es gab bei uns zu Hause Tischtennis- Wettkämpfe, und das hat eine große Nähe zwischen dem Vater und den Kindern geschaffen.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/magazin/t/rzo123935.html
Montag, 31. Januar 2005, 15:01 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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