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Dienstag, 10. Dez. 19

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Noch Schonfrist für Diesel ohne Filter

Berlin/München - Qualmende Rußwolken aus den Auspuffrohren alter Dieselfahrzeuge sind nicht nur für nachfolgende Autofahrer ein Ärgernis.

Dieselfahrzeug

Feinstaubgrenzwerte betreffen Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter. Bild: gms/dpa

Diesel-Pkw ohne Rußpartikelfilter gelten auch als einer der Hauptverursacher für gesundheitsschädliche Feinstaubkonzentrationen in der Luft, weshalb sie nun in die Diskussion geraten sind. Mit Inkrafttreten einer EU-Richtlinie könnten sie bei hohen Feinstaubwerten sogar Fahrverbot erhalten.

Allerdings gehen Experten von einer „Schonfrist” aus: Zumindest in diesem Jahr drohten noch keine rigiden Fahrverbote. Doch sollten Besitzer eines älteren Diesels eine Partikelfilter-Nachrüstung in Erwägung ziehen.

Seit dem 1. Januar 2005 sind die Kommunen in Deutschland durch eine EU-Richtlinie verpflichtet, für die Einhaltung der Grenzwerte der Feinstaubkonzentration in der Luft zu sorgen. Feinstäube, auch als PM10 bezeichnet, besitzen einen Durchmesser von weniger als zehn Mikrometer und werden mit der Atemluft eingeatmet. Sie sollen für Herz-Kreislauferkrankungen und Lungenkrebs verantwortlich sein.

Als einer der Hauptverursacher von PM10 gilt nach Angaben des Bundesumweltministeriums in Berlin der Straßenverkehr - vor allem Dieselfahrzeuge ohne Rußpartikelfilter. Weil die PM10-Konzentration in einigen Gegenden Deutschlands zum Teil deutlich über den EU-Grenzwerten liegt, war in Medienberichten bereits von drohenden Fahrverboten in diesem Jahr die Rede.

Die Handhabe, diese zu erlassen, hätten die Kommunen zumindest, denn die EU-Vorgabe erlaubt laut dem Bundesumweltministerium als letztes Mittel auch harsche Maßnahmen: So könnten die Behörden Tempolimits verhängen und Ballungszentren für Pkw und Lkw sperren, sofern die Grenzwerte anders nicht in den Griff zu kriegen sind.

Mit großflächigen Fahrverboten müssen Autofahrer bei einer Überschreitung der PM10-Grenzwerte in Ballungsräumen aber wohl noch nicht rechnen. Es sei eher davon auszugehen, dass die Kommunen in diesem Fall „moderatere” Maßnahmen ergreifen, sagt Marion Wiechmann-Fiebig, Abteilungsleiterin Luft im Umweltbundesamt (UBA) in Berlin. Dazu zählten Umleitungen und Tempolimits. „Man kann nicht die gesamte Berliner Innenstadt für den Verkehr sperren. Dann funktioniert die Stadt nicht mehr”, sagt Wiechmann-Fiebig.

Auch nach Einschätzung des ADAC in München sind Fahrverbote vorerst noch nicht zu erwarten. Kein Luftreinhaltungsplan, den die Kommunen derzeit ausarbeiten, sehe für den Fall überschrittener PM10-Grenzwerte Maßnahmen vor, die den Verkehr einschränken, sagt Michael Niedermeier, Referatsleiter Verkehr und Umwelt.

Bislang beschränkten sich die dem ADAC bekannten Pläne auf allgemeine Maßnahmen wie die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs oder des Verkehrsflusses. Ein selektives Fahrverbot für ungefilterte Dieselfahrzeuge sei derzeit ebenfalls unwahrscheinlich, sagt Niedermeier. Damit träfen die Kommunen in erster Linie den gewerblichen Verkehr, was nicht in ihrem Interesse liege.

Außerdem sei für eine entsprechende Regelung eine Plakette erforderlich, um damit gefilterte Diesel zu kennzeichnen - diese sollten ja auch bei überschrittenen PM10-Grenzwerten weiter fahren dürfen. Solch eine Plakette gebe es jedoch noch nicht, sie müsste außerdem der Bund einführen. Wie die Kommunen reagieren, wenn sich herausstellt, dass ihre geplanten Maßnahmen nicht die gewünschte Verbesserung der Luftqualität bringen, sei noch unklar.

Vorhersagen, womit betroffene Dieselfahrer in Zukunft zu rechnen haben, werden auch dadurch erschwert, dass es laut UBA-Expertin Wiechmann-Fiebig keine Regelungen gibt, wann die Kommunen überhaupt einschreiten müssen. Die EU-Richtlinie verpflichte sie nur, für die Einhaltung der Grenzwerte zu sorgen: Nicht öfter als 35 Mal im Jahr dürfe der PM10-Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten werden.

Zwar werde kontinuierlich gemessen, erklärt Wiechmann-Fiebig. Doch seien Prognosen, wie sich die PM10-Konzentration über das Jahr gesehen entwickelt, schwierig. Neben dem Verkehr beeinflusse auch die Wetterlage die Ansammlung von Feinstaub in der Luft. Es könne daher sein, dass die einzelnen Kommunen hinsichtlich der PM10-Konzentration unterschiedliche Regelungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten treffen. Hier und da werde es dabei wohl auch Fahrverbote geben.

Darum jetzt einen Diesel ohne Partikelfilter zu verkaufen, hält ADAC-Experte Niemeier aber nicht für sinnvoll. Halter sollten vielmehr eine Partikelfilter-Nachrüstung in Erwägung ziehen: „Wenn man das Auto noch mindestens zwei Jahre fährt, macht es Sinn, einen Filter einzubauen.” Nicht nur mögliche Fahrverbote lassen sich damit umgehen.

Dieselfahrer könnten dann auch von Steuererleichterungen profitieren, über die derzeit nachgedacht wird: Vergünstigungen von 300 Euro seien für Nachrüstlösungen im Gespräch, sagt Niemeier. Er rechne damit, dass sie in einem Jahr beschlossene Sache sind.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/auto/t/rzo122629.html
Mittwoch, 26. Januar 2005, 16:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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