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Samstag, 7. Dez. 19

Olden­burg - Die Her­stel­ler von Fin­ger­far­ben ver­zich­ten zum Teil darauf, ihre Pro­dukte wie vor­geschrie­ben mit Bit­ter­stof­fen unge­nieß­bar zu machen.

Marburg - Angehö­rige und Betrof­fene können sich vom April an in 45 Städten in Deutsch­land über die Alz­hei­mer-Erkran­kung infor­mie­ren. An den Info-Stän­den erfah­ren die Besu­cher unter ande­rem…

München - Men­schen mit einer Depres­sion brau­chen Geduld und Aus­dauer: Bis ihre Medi­kamente, so genannte Anti­depres­siva, wirken, können drei Wochen ver­gehen. Das berich­tet die Fach­zei­tung „Ärzt­liche Pra­xis”.

Erfurt - Neue Behand­lungs­metho­den haben die Über­lebenschance von Pati­enten mit Lymph­drü­sen­krebs ver­bes­sert. Durch eine Kom­bina­tion von Che­mothe­rapie und Anti­kör­per-Behand­lung seien bei Pati­enten mit schlei­chend…

Berlin - Immer mehr Kinder leiden nach Beo­bach­tun­gen von Ber­liner Kin­derärz­ten und Psy­cho­logen unter so großer see­lischer Not, dass sie krank werden. „Viele Kinder haben dann mona­telang Kopf­weh, Bauch­weh…

Han­nover - Zum Abge­wöh­nen des Rau­chens gedachte Niko­tin-Kau­gum­mis sollten langsam und mit Pausen gekaut werden. Zuerst sollte das Kau­gummi kurz gekaut werden, bis ein kräf­tiger Geschmack ent­steht…

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Tätowierungen sind schwer zu entfernen

Norderney/Wuppertal - Britney Spears trägt eine kleine Fee am unteren Rücken, Robbie Williams große Tribal-Tattoos auf den Armen und Franziska von Almsick ein dezentes Kunstwerk auf der Schulter: Tätowierungen sind seit vielen Jahren salonfähig.

Tätowierungen

Wer hat das schönste Geweih? Mit Tätowierungen lässt sich Aufsehen erregen.

Sogar Großflächige Verzierungen auf dem unteren Rücken - von vielen „Arschgeweih” genannt - treffen den Zeitgeschmack. Doch Moden können wechseln. Was gestern noch hip war, ist heute nicht mehr angesagt und morgen vielleicht peinlich. Dumm nur, wenn die Mode in und nicht auf der Haut getragen wird. Das Entfernen der Körpergemälde ist oft teuer, meist schmerzhaft, und führt leider auch nicht immer zum erhofften Ergebnis.

Die gängige Methode sei eine Laserbehandlung, erklärt Professor Percy Lehmann, Direktor der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Umweltmedizin am Helios Klinikum Wuppertal. Befinden sich die Farbpigmente sehr tief in der Haut, stößt aber auch diese Methode an Grenzen: In solchen Fällen hilft laut Lehmann nur eine Operation, bei der das Tatoo herausgeschnitten und durch ein Hauttransplantat ersetzt wird. Ohne später sichtbare Narben geht dies aber nicht ab. Doch auch die Lasermethode ist laut Lehmann kein völlig schmerzfreier Eingriff: „Man kann Tätowierungen nicht wegpusten.”

Nicht nur körperlich können ungeliebte Tatoos zur Belastung werden: Das Beseitigen der kultigen Hautbilder ist deutlich teurer als das Auftragen. Auf finanzielle Unterstützung ihrer Krankenkasse dürfen Betroffene dabei nicht hoffen: „Eine Tätowierung ist keine Krankheit und damit keine Kassenleistung”, stellt Michaela Gottfried, Sprecherin des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) in Siegburg klar.

Was der kosmetische Eingriff am Ende kostet, lässt sich vor Beginn der Behandlung nicht genau sagen: „Wie viele Sitzungen notwendig sind, hängt von der Größe und der Tiefe der Tätowierung ab, und auch von den verwendeten Farben”, erklärt Holger Petering, Hautarzt an der Nordseeklinik Norderney. Pro Sitzung müssten zwischen 50 und 200 Euro veranschlagt werden.

Bei einer Tätowierung befinden sich die Farbpigmente direkt unter der oberen Hautschicht. Nur dort, in der mittleren Hautschicht, bleibt das Bild dauerhaft erhalten. Weiter oben würde es mit der Zeit verschwinden, weil sich die äußere Hautschicht wie die Borke eines Baumes ständig erneuert und an der Oberfläche alte, abgestorbene Zellen abstößt.

Ziel einer Laserbehandlung ist es , mit der energiereichen Laserstrahlung punktgenau die im Gewebe eingekapselten Farbpigmente zu erhitzen und durch den entstehenden Überdruck zum Platzen zu bringen, ohne die umliegende Haut zu beschädigen. Je nach Art der zu beseitigenden Farbe verwenden die Mediziner verschiedene Laser mit Licht unterschiedlicher Wellenlänge.

Laut Petering kommen hauptsächlich drei Lasersysteme in Frage: „Für schwarze, schwarzblaue und grüne Farben sind rote Rubinlaser und Alexandritlaser gut geeignet.” Bei roten Farben komme dagegen ein so genannter Neodym-YAG-Laser mit verdoppelter Frequenz zum Einsatz. „Abwehrzellen sorgen dann wie bei einer Entzündung für die Beseitigung der körperfremden Pigmentreste„, erklärt Petering. Zudem bilde sich an der behandelten Hautstelle eine Kruste.

Weil die Exaktheit einer Laserbehandlung erst nach dem Abheilen der Kruste beurteilt werden kann, muss für das komplette Entfernen einer Tätowierung viel Zeit veranschlagt werden. Das Beseitigen einer Farbe kann laut Petering bis zu fünf Sitzungen in Anspruch nehmen. Zwischen den Sitzungen sollten vier bis sechs Wochen Zeit liegen - bei bunten Hautkunstwerken wird die Laserbehandlung schnell zu einer Jahresaufgabe.

Und nicht immer führt die aufwendige Behandlung zum gewünschten Ergebnis: Mitunter gelingt das vollständige Entfernen einer Tätowierung selbst nach mehreren Sitzungen nicht. Hautarzt Petering rät, noch vor Beginn der ersten Sitzung das Zusammenspiel des verwendeten Lasers mit der jeweilige Farbe zu testen: „Möglicherweise kommt es zu einem Farbumschlag.” Aus einer schönen Tätowierung wird dann mit viel Aufwand bloß eine hässliche. Weitere unerwünschte Wirkungen können Vernarbungen, Ekzeme oder Hypo-und Hyperpigmentierungen sein: Die Umrisse des ursprünglichen Bildes sind dann beispielsweise als dunkler Schatten weiter sichtbar.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/gesundheit/t/rzo110026.html
Dienstag, 07. Dezember 2004, 11:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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