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Freitag, 6. Dez. 19

Olden­burg - Die Her­stel­ler von Fin­ger­far­ben ver­zich­ten zum Teil darauf, ihre Pro­dukte wie vor­geschrie­ben mit Bit­ter­stof­fen unge­nieß­bar zu machen.

Marburg - Angehö­rige und Betrof­fene können sich vom April an in 45 Städten in Deutsch­land über die Alz­hei­mer-Erkran­kung infor­mie­ren. An den Info-Stän­den erfah­ren die Besu­cher unter ande­rem…

München - Men­schen mit einer Depres­sion brau­chen Geduld und Aus­dauer: Bis ihre Medi­kamente, so genannte Anti­depres­siva, wirken, können drei Wochen ver­gehen. Das berich­tet die Fach­zei­tung „Ärzt­liche Pra­xis”.

Erfurt - Neue Behand­lungs­metho­den haben die Über­lebenschance von Pati­enten mit Lymph­drü­sen­krebs ver­bes­sert. Durch eine Kom­bina­tion von Che­mothe­rapie und Anti­kör­per-Behand­lung seien bei Pati­enten mit schlei­chend…

Berlin - Immer mehr Kinder leiden nach Beo­bach­tun­gen von Ber­liner Kin­derärz­ten und Psy­cho­logen unter so großer see­lischer Not, dass sie krank werden. „Viele Kinder haben dann mona­telang Kopf­weh, Bauch­weh…

Han­nover - Zum Abge­wöh­nen des Rau­chens gedachte Niko­tin-Kau­gum­mis sollten langsam und mit Pausen gekaut werden. Zuerst sollte das Kau­gummi kurz gekaut werden, bis ein kräf­tiger Geschmack ent­steht…

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Gesundheit kommt nicht aus der Packung

Bonn/Potsdam - In Supermärkten füllen Vitamin- und Mineralstoffpillen ganze Wände.

Vitaminpillen

Vitaminpräparate nicht nach Gießkannenprinzip einnehmen. (Bild: ABDA/dpa/gms)

„Gesunde Menschen brauchen keine zusätzlichen Mittel”, versichert jedoch Prof. Regina Brigelius-Flohé vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam.

Trotzdem greifen immer mehr Menschen zu Pillen und Kapseln. Die Gründe sind Bequemlichkeit, Hektik im Alltag und ein schlechtes Gewissen. „Gesundes Essen kostet Zeit, die sich viele nicht nehmen”, erläutert Antje Gahl, Ernährungswissenschaftlerin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn.

„Natürliche Lebensmittel sind das Beste, weil sie alle Stoffe in idealer Kombination enthalten”, sagt Uta Viertel, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig. Immer wieder taucht das Gerücht auf, Obst und Gemüse aus der modernen Landwirtschaft enthielten zu wenig Nährstoffe. „Die Behauptung hält wissenschaftlichen Untersuchungen nicht stand”, sagt Antje Gahl.

Manche Menschen haben einen höheren Bedarf an bestimmten Nährstoffen oder erleiden leichter einen Mangel als der Durchschnitt. Das betrifft vor allem chronisch Kranke und Ältere. „Sie können häufig nicht gut kauen und schlucken oder haben keinen Appetit und essen deshalb zu wenig”, sagt Antje Gahl. Alarmzeichen können dauernde Müdigkeit, Leistungsschwäche oder Hautprobleme sein.

Raucher bauen Vitamin C schneller ab und sollten auf eine Vitamin C-reiche Ernährung mit viel Obst und Säften achten, empfiehlt Regina Brigelius-Flohé. Sportler bräuchten reichlich Mineralstoffe und sollten viel Mineralwasser trinken. Bei häufigen Muskelkrämpfen könnten Magnesiumtabletten helfen.

Junge Frauen sind laut DGE häufig unterversorgt mit Folsäure. Das Vitamin ist besonders am Beginn einer Schwangerschaft wichtig für die Entwicklung des ungeborenen Kindes. Deshalb sollten Frauen mit Kinderwunsch ihren Arzt nach einem Folsäure-Präparat fragen. Wer befürchtet, zu wenig Nährstoffe zu bekommen, sollte mit dem Hausarzt besprechen, anstatt auf eigene Faust Tabletten zu nehmen.

Die beste Vorsorge ist einfach: bunt und vielseitig essen. Vollkornbrot oder Müsli zum Frühstück sind ein guter Start. Zu den Hauptmahlzeiten empfiehlt die DGE mindestens 200 Gramm Gemüse. Zwischendurch liefern eine Portion Rohkost oder Salat und mehrere Portionen Obst über den Tag verteilt wertvolle Nährstoffe.

Die in Deutschland angebotenen Früchte bieten laut DGE gute Qualität und genug Nährstoffe - egal ob sie vom Wochenmarkt, aus dem Supermarkt oder vom Discounter kommen. Uta Viertel rät, regionale Erzeugnisse zu kaufen und sich nach der Saison zu richten. „Dann stimmt die Mischung, und das Obst ist mit hoher Wahrscheinlichkeit sonnengereift.”

Auch Jod und Omega-3-Fettsäuren aus Seefisch sind wichtig für den Stoffwechsel. Niacin aus Fleisch spielt eine wichtige Rolle beim Energieumsatz und für gesunde Haut. Fettarme Milchprodukte liefern Kalzium und beugen Knochenschwund vor. Für Allergiker, die sie nicht vertragen, bieten Brokkoli, Lauch oder angereicherte Fruchtsäfte Ersatz. Wer etwas für seine Gesundheit tun will, steuert beim Einkauf also am besten das Gemüseregal an.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/gesundheit/t/rzo110029.html
Dienstag, 07. Dezember 2004, 11:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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