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Donnerstag, 12. Dez. 19

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75 Jahre Glacier Express

St. Moritz/Zermatt - Zugfahrten in der Schweiz sind anders. Gemächlich rollen die Waggons, die Aussicht ist berückend.

Glacier Express

Das Landwasserviadukt mündet beidseitig in einem Tunnel. (Bild: MGB/dpa/gms)

Besonders langsam geht es im Glacier Express zwischen St. Moritz und Zermatt voran, der nun auf seine 75-jährige Geschichte zurücksehen kann.

Rund siebeneinhalb Stunden braucht der Zug für die 291 Kilometer. Das Durchschnittstempo von knapp 40 Kilometern pro Stunde hat ihm den Superlativ des langsamsten Schnellzugs der Welt eingetragen. Der Glacier Express nimmt sich die Zeit, die nötig ist, um Steigungen bis über 2000 Meter Höhe zu überwinden, und er schenkt den Fahrgästen die Zeit, die nötig ist, um all die Naturwunder am Wegesrand in sich aufzunehmen.

Sieben Täler werden passiert, dazu 291 Brücken und 91 Tunnel. Der Umfang der spektakulären Ausblicke dazwischen lässt sich nur mit einem unbestimmten „zahllos” beziffern. Der Weg ist das Ziel - für den Glacier Express könnte dieser Spruch erfunden worden sein.

Durch das Schweizer Burgenland führt dieser Weg, durch die Rheinschlucht mit ihren kalkweißen Felsen, vorbei an Bergseen und Gletschern, über den 2033 Meter hohen Oberalppass, hinein ins Tal von Goms mit seinen Kühen und Walliser Holzhäusern. Immer wieder passiert der Zug kleine Provinzbahnhöfe, die dazu einladen, auszusteigen und an Ort und Stelle ein neues, naturverbundenes Leben zu beginnen.

Man kann dem Glacier Express nicht nachsagen, unterwegs zu trödeln. Er sucht in der Regel die kürzeste Verbindung zwischen zwei Hindernissen, und die Schweiz besteht bahntechnisch gesehen fast nur aus Hindernissen. Seinen Status als Schnellzug verdankt der Glacier Express der Kombination mehrerer Bummelzüge. Von 1891 bis 1912 wurden die Teilstrecken eröffnet. Um von St. Moritz bis Zermatt zu gelangen, fehlte aber noch ein 8,9 Kilometer langes Zwischenstück. 1930 wurde dann beschlossen, die Gleise der Visp-Zermatt-Bahn bis Brig zu verlängern - deshalb feiert der Glacier Express 2005 sein Jubiläum.

Am Anfang war er von einem Schnellzug noch weiter entfernt als heute. Da sich die Gespanne über den Furkapass quälen mussten, wurden für die Strecke zunächst elf, später noch fast neun Stunden benötigt. Die heutige Fahrtzeit gilt erst seit 1982, als die Eröffnung des Furka-Basistunnels nicht nur den Umweg über Gletsch, sondern auch die Unterbrechung des Fahrbetriebs im Winter überflüssig machte. Seitdem verpassen die Passagiere die Aussicht auf den Rhonegletscher.

Trotzdem setzte in den Jahren nach der Eröffnung des Tunnels ein nie erwarteter Ansturm auf die Tickets ein. 250 000 Passagiere werden jährlich gezählt. Das Flair der guten alten Zeit ist allerdings nur beim Mittagessen im holzvertäfelten Speisewagen erlebbar. Die Panoramawagen der Ersten Klasse dagegen sind modern: Die Fenster reichen bis ins Dach und ermöglichen fast ungehinderten Rundumblick. Die erste Generation der Panoramawagen soll im Jahr 2006 jedoch für 60 Millionen Franken (38,8 Millionen Euro) durch neues Rollmaterial ersetzt werden. Die Speisen kommen künftig direkt an den Sitzplatz.

Für das Jubiläumsjahr haben sich die Betreiber etwas Besonderes einfallen lassen: Dreimal zwischen Juli und September 2005 wird ein Glacier Express die ursprüngliche Route über den Furkapass unter die Räder nehmen. Das verlängert die Reise wegen einer eingeschobenen Hotelübernachtung zwar auf anderthalb Tage. Aber wahren Fans kann die Fahrt im Glacier Express gar nicht lang genug dauern.

www.glacierexpress.ch

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/reise/t/rzo121216.html
Freitag, 21. Januar 2005, 10:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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