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Montag, 14. Februar 05

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Tsyunami-„Baby 81” kommt zu seinen Eltern zurück

Colombo/Neu Delhi - Sieben Wochen haben sie mit allen Mitteln um „Baby 81” gekämpft - nun bekommen die Eltern ihren inzwischen weltberühmt gewordenen Säugling zurück.

Nach vielen Wochen kommt "Baby 81" zurück in die Hände seiner Eltern.

Neun Frauen hatten um den dreieinhalb Monate alten Abilash gestritten, der die Flutwellen in Sri Lanka am 26. Dezember wie durch ein Wunder überlebt hatte.

Alle behaupteten, es sei ihr Kind. Am Montag beendete nun das Ergebnis eines DNA-Tests das Drama: Junitha and Murugapillai Jeyarajha, die vor laufender Fernsehkamera versucht hatten, das Kind aus dem Krankenhaus zu entführen, sind die Eltern von „Baby 81”.

Zwischen Schutt und Leichen wurde der Säugling nach der Katastrophe in Kalmunai an der Ostküste des Landes gefunden. Zu „Baby 81” wurde der Junge, weil er als 81. Patient in das Krankenhaus des Ortes gebracht wurde. Die Jüngsten und Schwächsten traf die Katastrophe am schlimmsten. Die Flutkatastrophe machte viele Kinder in Sri Lanka zu Waisen. 40 Prozent der Tsunami-Opfer in dem Inselstaat sind Kinder. Die Wucht der Wellen riss entsetzten Müttern ihre Babys aus den Händen. Auch Abilash trennte die Flut von seinen Eltern.

Die Jeyarajhas haben ihr Hab und Gut in den Flutwellen verloren, auch - so sagen sie - alle Dokumente, die beweisen könnten, dass sie die Eltern sind. Der Medienrummel begann, als sich immer mehr Frauen als Mutter des Kindes ausgaben. Erst gut eineinhalb Monate nach der Katastrophe findet der Kampf um „Baby 81” nun ein Ende - für die Eltern muss es ein einziger Albtraum gewesen sein.

Das Ehepaar atmete erleichtert auf, als das Gericht in Kalmunai im Osten des Inselstaats das Ergebnis des DNA-Tests verkündete. Vater Murugapillai Jeyarajha strahlte, die Zitterpartie ist beendet. „Wir sind glücklich, dass das Gericht angeordnet hat, dass das Kind uns zurückgegeben wird”, sagte der 31-jährige Friseur. „Aber wir sind nicht glücklich, wie sich die Verantwortlichen im Krankenhaus verhielten. Wir wurden wie Verdächtige behandelt, die versuchen, sich das Kind von jemand anderem unter den Nagel zu reißen.”

Tatsächlich hat das Ehepaar - wie sich nun herausstellt - nicht aus krimineller Energie, sondern aus elterlicher Liebe gehandelt, als es versuchte, das Kind aus dem Krankenhaus zu holen. Die Verzweiflungstat misslang. Abilash wurde unter Polizeischutz gestellt, die Eltern vorübergehend festgenommen. Nach ihrer Freilassung wandten sie sich an das Gericht. Der Richter entschied: Wer das Kind will, muss sich einem DNA-Test unterziehen. Nur Junitha und Murugapillai Jeyarajha erschienen.

Mit Polizeibewachung und umsorgt von Krankenschwestern wurde der kleine Abilash am vergangenen Mittwoch in die 260 Kilometer entfernte Hauptstadt Colombo gebracht. Das Labor wusste um die Brisanz der Geschichte: Die ganze Welt blickte inzwischen besorgt auf „Baby 81”. Das Kinderhilfswerk UNICEF bezahlte den Test. Fünf Tage später herrschte dann Gewissheit. An diesem Mittwoch soll der Säugling nun seinen Eltern zurückgegeben werden. Der Medienrummel wird sich legen. Aus „Baby 81” wird dann wieder der kleine Abilash - und aus den Jeyarajhas eine vereinte Familie.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/news/t/rzo127545.html
Montag, 14. Februar 2005, 14:42 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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