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Montag, 14. Februar 05

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Der „kompyuta” soll in Afrika künftig einheimische Sprachen sprechen

Nairobi - Einen eigenen „kompyuta”, wie Computer auf Kiswahili heißt, besitzt in Ostafrika nur etwa ein Prozent der Bevölkerung.

Und wer kein Englisch kann, hatte bislang auch nicht viel von den sich schnell ausbreitenden Internetcafés.

Alle gängigen Computerprogramme werden in Ostafrika bislang nur auf Englisch vertrieben. Die UNESCO schätzt, dass 90 Prozent der weltweit etwa 6000 Sprachen nicht im Internet vertreten sind.

Doch in Afrika deutet sich ein Wandel an. Die Suchmaschine Google bietet inzwischen eine Kiswahili-Oberfläche an. Und Microsoft will Mitte des Jahres Windows- und Office-Versionen auf Kiswahili herausbringen, in der Sprache, die in sechs Ländern von etwa 100 Millionen Menschen gesprochen wird. „Wir wollen mehr Menschen in Afrika den Zugang zu Computern ermöglichen”, sagt Patrick Opiyo, Projektmanager bei Microsoft in Nairobi.

Kiswahili ist entstanden, als arabische Seefahrer an der ostafrikanischen Küste mit der Bantu-Bevölkerung Handel treiben wollten. Da die Oberschicht in den ehemals britischen Kolonien am Englisch festhält, hat sich Kiswahili nur langsam modernisiert.

Für viele Begriffe aus der Computerwelt hat sich noch kein eigenes Kiswahili-Wort durchgesetzt. „Das fängt schon bei "kompyuta" an, das ja aus dem Englischen kommt”, sagt Opiyo. „Manche sagen inzwischen lieber "tarakilishi", was mit dem Kiswahili-Wort für "rechnen" verwandt ist.” Keine Übersetzungsschwierigkeiten gab es bei der (Computer)-Maus - dafür wird auch auf Kiswahili einfach der Tiername verwendet.

Um die etwa 3000 Begriffe aus der Büro-Software zu übersetzen, hat Microsoft eine Gruppe Linguisten von Uganda bis Sansibar verpflichtet. Außerdem konnte jeder, der sich dafür interessierte, im Internet Übersetzungsvorschläge machen. Die Methode hat Microsoft sich beim Konkurrenten Linux abgeschaut, der ganze Programme mit Hilfe freiwilliger Mitarbeiter schreibt. „Wenn neue Begriffe in die einheimische Sprache übersetzt werden, dann bleibt die Sprache auch lebendig”, sagt Opiyo.

Als nächstes will Microsoft sich das in Südafrika gesprochene Zulu und das in Nigeria gesprochene Haussa vornehmen. Der Markt scheint schier unbegrenzt: In Afrika werden mehr als 1000 Sprachen gesprochen, viele davon aber nur von kleinen Gruppen. Opiyo möchte die Programme am liebsten noch weiter an die lokalen Gegebenheiten anpassen. „Ich kann mir vorstellen, dass wir auch einheimische Geräusche einbauen”, sagt er. „Dann wird das Eintreffen einer Email eben nicht mehr mit einer Glocke, sondern mit afrikanischen Trommeln angekündigt.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/news/t/rzo127549.html
Montag, 14. Februar 2005, 9:34 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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