Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Internet-Service Kontakt
Ticker Wetter Regionales Foto des Tages Karikatur Kalender Forum Archiv
Archiviert am
Montag, 14. Februar 05

Koblenz - Zwei Mit­arbei­ter von Bun­des­grenz­schutz und Bun­des­wehr müssen sich morgen (Diens­tag) wegen einer „Geis­ter­fahrt” mit töd­lichem Ausgang vor dem Koblen­zer Land­gericht ver­ant­wor­ten.

Frank­fur­t/Mainz - Der Mainzer Spe­zial­glas­her­stel­ler Schott stellt morgen (Diens­tag) in Frank­furt nach einem ereig­nis­rei­chen Geschäfts­jahr seine Bilanz vor.

Mainz - Bei einem Unfall mit einem Lini­enbus in der Mainzer Neu­stadt sind am Montag sieben Men­schen leicht ver­letzt worden. Nach Mit­tei­lung der Polizei war hinter einem ord­nungs­gemäß am Fahr­bahn­rand gepark­ten…

Völ­klin­gen/Saar - Beim Saar­stahl-Kon­zern steht ein über­raschen­der Führungs­wech­sel bevor: Vor­stands­chef Michael Hanisch wird nach Mit­tei­lung des Unter­neh­mens vom Montag „im guten gegen­sei­tigen Ein­ver­neh­men…

Kai­sers­lau­tern - Einen vier­spu­rigen Ausbau der Auto­bahn Trier-Pir­masens (A 62) ­zwi­schen Bann und Pir­masens hat der CDU-Land­tags­abge­ord­nete Walter Altherr gefor­dert. Auf der A 62 werde der Verkehr nach dem…

Waldsee - Die Ent­führung eines elf­jäh­rigen Mäd­chens ist am Montag in Waldsee (Rhein-Pfalz-Kreis) dank dem mutigen Einsatz eines Fußgän­gers ver­hin­dert worden.


Spek­takulä­rer Brückenabriss an der Rhein­gold­hal­le

Bei 300 Tonnen stört kein Stur­m

Mainz - Mit dem Abriss der Fußgän­ger­brü­cke begann am Sams­tag­abend ein erster Abschnitt des Ausbaus der Rhein­gold­halle. Das ebenso lang­wie­rige wie fes­selnde Spek­takel lockte viele Schau­lus­tige an. Es war schon ein beein­dru­cken­der Anblick: Die rie­sigen Kran­wagen, deren tiefe, fast grol­lende Moto­ren­geräu­sche die Szene domi­nier­ten, die Schein­wer­fer in der Nacht und das Blau­licht der Poli­zei­absper­rung, das von den Fahr­zeu­gen reflek­tiert wurde. Der Abriss der Fußgän­ger­brü­cke an der Rhein­gold­halle hatte am späten Sams­tag­abend trotz Regen und Wind zahl­rei­che Schau­lus­tige ange­lockt.

regio2.jpg

Abgehoben: Mit drei großen Kränen hievte die Firma Riga die Fußgängerbrücke am Samstagabend auf zwei "Selbstfahrer".

Mit drei großen Kran­wagen war die Firma Riga angerückt - zwei auf der Seite der Rhein­gold­halle und ein rie­siger Kran auf der Hil­ton-Sei­te, dessen Grund­fläche mit den wuch­tigen Aus­legern fast die gesamte Ein­mün­dung der Quin­tinss­traße ein­nahm. Drum­herum Tief­lader und klei­nere Kräne, die die großen zusam­men­bau­ten.

Die starken Wind­böen am Abend waren kein Hin­der­nis: "Die Brücke wiegt 300 Tonnen und bietet dem Wind kaum Angriffs­fläche, das macht über­haupt nichts aus", meinte Jürgen Hart­mann, Mit­arbei­ter der Mainzer Wirt­schafts­betriebe. An arm­dicken Stahl­sei­len hing die Brücke an den Kränen. Alleine fünf Männer mussten anpa­cken, um die Seile in die Kran­haken hin­ein­zuwuch­ten.

Zen­time­ter um Zen­time­ter

Zen­time­ter um Zen­time­ter wurde die Brücke ange­hoben und dabei leicht gedreht, um später über die Rhein­allee abtrans­por­tiert zu werden. Dabei ging es um Zen­time­ter, denn zwi­schen Rhein­gold­halle, dem Hilton und den drei Kränen war nicht viel Platz zum Schwen­ken. Für Josef Vogelzang, Tech­niker bei Riga, kein Pro­blem: "Wir haben uns drei Monate lang auf den Einsatz vor­berei­tet und haben alles genau aus­gerech­net, das passt." Auch wenn die Belas­tung der Maschi­nen elek­tro­nisch über­wacht wird - gesteu­ert werden die drei Riesen von Hand: mit Fein­gefühl und Augen­maß.

Etwa eine Stunde dauerte es, bis die Brücke zum Abtrans­port bereit war: Zunächst wurde nur die eine Seite der Brücke auf einem Selbst­fah­rer abge­legt. Einer der Kräne musste abge­baut werden, weil er für den Abtrans­port im Weg stand, bevor die Brücke vollends längs der Straße gedreht wurde und auch das andere Ende auf einem Selbst­fah­rer abge­legt werden konnte. Diese Selbst­fah­rer, flache, extrem starke Trans­por­ter ohne Füh­rer­haus, werden per Fern­bedie­nung gelenkt. "Mit 500 PS pro Fahr­zeug ist auch eine 300 Tonnen schwere Brücke kein Problem für die Kraft­pake­te", erklärte Vogelzang.

In gemüt­lichem Schritt­tem­po

Dann machte sich die Brücke mit drei Kilo­metern pro Stunde, also in gemüt­lichem Schritt­tempo, auf ihre ein­ein­halbstün­dige Fahrt auf ein Gelände am Mom­bacher Krei­sel, wo sie zer­klei­nert wird. "Es gibt einige enge Stel­len, etwa da, wo die Hoch­straße auf die Rhein­allee trifft, aber das müsste trotz­dem klap­pen", war Hart­mann zuver­sicht­lich.

Dass es eine lange Nacht für sie werden würde, war allen Betei­lig­ten klar. Dennoch wollte man Verzö­gerun­gen auf jeden Fall ver­mei­den, nachdem das ganze Unter­neh­men schon mit ein­ein­halbstün­diger Ver­spätung gest­artet war: Bei einem der Kräne war ein Hydrau­lik­schlauch geplatzt. "Der war aber nicht für das Anheben wich­tig, deshalb konnte er einfach gestopft wer­den", erklärte Hart­mann. Nach dieser ersten Panne gleich zu Anfang lief dann aber alles glatt.

Bar­bara Kleine - Foto: Harry Braun


http://rhein-zeitung.de/a/rlp/r/regio-2.html
Montag, 14. Februar 2005, 10:17 © RZ-Online GmbH (aj)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Event-Kalender
Neu im Kino Neu im Kino Kino-Programm
Newsletter
Druckversion

 
Lexikon
Sie kennen ein Wort nicht?
Doppelklick macht schlau!