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Dienstag, 22. Sep. 20

Retro-FansPader­born - In den drei ver­gan­genen Dekaden hat der Per­sonal­com­puter eine rasante Ent­wick­lung durch­lebt. Doch eine kleine Gruppe von PC-Nost­algi­kern bleibt ihren Rech­nern aus den frühen Tagen des Heim­com­puters…

Cannes - Der fin­nische Han­dypro­duzent Nokia und Micro­soft koope­rie­ren bei Musi­kan­gebo­ten. Künftig ist es mög­lich, Musik­titel direkt auf das Handy zu laden und sowohl im Handy…

Büdels­dorf - Das Mobil­fun­kun­ter­neh­men mobil­com hat im ver­gan­genen Jahr das beste Ergeb­nis der Unter­neh­mens­geschichte erwirt­schaf­tet. Mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 94,3 (Vor­jahr: 22,3)…

Hamburg - „End­lich gibt es einen Mac ohne Moni­tor, der noch dazu außer­ordent­lich preis­güns­tig, klein und schick ist. Doch genügt er den Anfor­derun­gen?” Die Frage, die das Com­puter­maga­zin „ct” auf­wirft…

New York - Der US-Tele­fon­riese Verizon über­nimmt die zweit­größte ame­rika­nische Fern­gesprächs­gesell­schaft MCI für ins­gesamt 6,7 Mil­liar­den Dollar (5,2 Mrd Euro). Dies hat Verizon bekannt gege­ben.

Mon­tabaur - Der Inter­net­dienst­leis­ter United Inter­net hat im ver­gan­genen Jahr bei Gewinn und Umsatz ent­spre­chend der Erwar­tun­gen zuge­legt. Der Gewinn vor Steuern stieg um 32 Prozent auf 85,5 Mil­lio­nen Euro…

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Viren auf dem Handy - noch sind sie nur eine theoretische Gefahr

Bonn/Stuttgart - Sie tragen Namen wie Skulls und Cabir. Und wenn sie nicht für ein mulmiges Gefühl sorgen, hinterlassen sie bei vielen Nutzern von Mobiltelefonen zumindest Ratlosigkeit. Die Rede ist von Handy-Viren.

Viren auf dem Handy - noch sind sie nur eine theoretische Gefahr

Online per Smartphone - auch beim Handy droht Virengefahr Bild: Nokia/dpa/gms

Derzeit gibt es jedoch noch keinen triftigen Grund zur Besorgnis. Von Virenangriffen, wie sie Windows-PCs treffen können, sind Mobiltelefone weit entfernt. In Zukunft kann sich dies jedoch ändern.

„Wer ein normales Handy, also kein Smartphone, besitzt, kann ruhig schlafen”, sagt Husam Azrak, Pressesprecher bei T-Mobile in Bonn. Die meisten Handys besitzen Azrak zufolge kein Betriebssystem wie ein PC, das angreifbar ist. Das sieht man im Bundesamt für Sicherheit in Informationstechnik (BSI) in Bonn ähnlich: Die Gefahr, die zur Zeit von Handy-Viren ausgeht, sei ihrer geringen Verbreitung und niedrigen Anzahl wegen im Vergleich zu PC-Viren gering.

Wegen der je nach Hersteller unterschiedlichen Betriebssysteme bei Handys finden Viren keine so schnelle und weite Verbreitung wie zum Beispiel bei Computern mit Microsoft-Betriebssystem, erläutert Michael Dickopf, Pressesprecher des BSI. „Der Anreiz für Viren-Programmierer ist daher noch vergleichsweise gering.” Es gebe deshalb bisher nur einige wenige so genannte Proof-of-concept-Viren. Diese Exemplare sollen potenzielle Sicherheitslücken aufzeigen, richten aber keinen Schaden an.

Das Gefahrenpotenzial ist jedoch größer, als es die aktuelle Situation vermuten lässt: Im Prinzip können Viren die vollständige Kontrolle über das Handy erlangen, so Dickopf. Sie könnten sich dann zum Beispiel über das Adressbuch per SMS versenden. Auch Schadfunktionen mit finanziellen Auswirkungen für den Handybenutzer sind laut Dickopf denkbar, etwa durch die Anwahl von kostenpflichtigen 0190-Rufnummern oder durch die Zerstörung der Handy-Betriebssoftware.

Dass die Virengefahr auch für Handys durch die Verbreitung und Vereinheitlichung von komplexeren Betriebssystem wächst, darin sind sich die Experten einig. Schon jetzt lassen sich mit Smartphones zum Beispiel Office-Dokumente senden und empfangen, in denen sich theoretisch auch schadhafte Programme unterbringen lassen. Dass es dennoch noch keine gefährlichen Handyviren gibt, liegt T-Mobile-Sprecher Azrak zufolge vor allem daran, dass das mobile Internet noch vergleichsweise eingeschränkt genutzt wird.

Smartphones, die ständig online sind , haben ein vergleichbares Sicherheitsrisiko wie PCs, die über eine Breitbandverbindung permanent ans Internet angeschlossen sind, erklärt Andrea Wolf, Pressesprecherin des Anti-Viren-Software-Hauses Symantec in München. „Der Schutz für solche mobilen Geräte wird daher ganz ähnlich aussehen wie der für stationäre Computer.” Neben einem Virenschutz und einer Firewall werden Verschlüsselungssoftware und digitale Zertifikate für die Authentifizierung ihrer Ansicht nach eine wichtige Rolle spielen.

Welche Einfallstore bei einem Handy oder Smartphone im Einzelnen in Frage kommen, hängt vom Gerät ab, erklärt Dickopf. Generelle Aussagen seien nicht möglich. Die größte Gefahrenquelle bilden jedoch zum Herunterladen angebotene Programme, wie Christine Tantschinez von der in Stuttgart erscheinenden Zeitschrift „Connect” erklärt. „Vor allem bei kostenlos angebotenen Programmen ist Vorsicht angeboten.” Seriöse Anbieter prüften die Programme vorher, und das koste Geld. Der Ratschlag lautet daher, nur Programme aus vertrauenswürdiger Quelle zu verwenden und Dateianhänge aus unbekannter Quelle nicht zu öffnen.

Christine Tantschinez befürchtet , dass die Handyhersteller die Verantwortung für das Thema Sicherheit an die Anbieter von Antiviren-Software weitergeben. Und laut Dickopf neigen die Hersteller von Handy-Betriebssystem dazu, den gleichen Fehler zu wiederholen, der bei PC-Betriebssystemen gemacht wurde: „Nur neue Funktionen zu implementieren, ohne dabei zu berücksichtigen, welche Auswirkungen dies auf die Sicherheit haben kann.”

Derzeit gibt es nur wenige Virenscanner für Handys. Dazu gehört zum Beispiel F-Secures Anti-Virus für verschiedene Nokia-Modelle. Symantec bietet eine ebenfalls in Nokia-Geräte integrierte Sicherheitssoftware. Husam Azrak von T-Mobile geht jedoch davon aus, dass die Zahl in den ersten Monaten des neuen Jahres stark steigen wird. „Wir arbeiten derzeit mit verschiedenen Herstellern von Antiviren-Software an der Entwicklung.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/computer/t/rzo115576.html
Mittwoch, 29. Dezember 2004, 10:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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