NachrichtenMagazinMagazinService
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Internet-Service Kontakt
Fußball Formel 1 Sporttabellen Foto des Tages
Archiviert am
Montag, 14. Februar 05

Rot-Weiß Ober­hau­sen - Energie Cottbus 0:1 (0:0) Ale­man­nia Aachen - SpVgg Unter­haching 2:3 (1:2) Dynamo Dresden - Ein­tracht Frank­furt 2:1 (1:0) 1. FC Saar­brü­cken - Wacker Bur­ghau­sen 2:4 (1:0) Rot-Weiß Essen - MSV…

Bleibt sitzenBerlin - Der ehe­malige Schieds­rich­ter Robert Hoyzer bleibt in Unter­suchungs­haft. Das ent­schied das Ber­liner Amts­gericht Tier­gar­ten bei einem Haft­prü­fungs­ter­min.

Bar­celona - Sieben Profis aus der Fuß­ball-Bun­des­liga betei­ligen sich am Bene­fiz­spiel „Foot­ball for Hope” zwi­schen einer Welt- und einer Europa-Aus­wahl zu Gunsten der Opfer der Flut­kata­stro­phe in Süda­sien.

Frank­fur­t/Main - Natio­nal­mann­schafts-Mana­ger Oliver Bier­hoff ist kein Befür­wor­ter des Video­bewei­ses, für den der Deut­sche Fuß­ball-Bund (DFB) in einem Brief an den Welt­ver­band FIFA werben will.

Frank­fur­t/Main - Die deut­sche Fuß­ball-Natio­nal­mann­schaft will beim Con­fede­rati­ons Cup vom 15. bis 29. Juni ein Zeichen für die WM im kom­men­den Jahr setzen und sich mit einem Titel­gewinn wei­teren Respekt vor der…

Frank­fur­t/Main - Jürgen Klins­mann wartet noch immer auf Grünes Licht vom Deut­schen Fuß­ball-Bund (DFB) für seine struk­turelle WM-Pla­nung. Der für die Natio­nal­mann­schaft zustän­dige DFB-Prä­sident Ger­hard…

Hoyzer bleibt in Untersuchungshaft

Berlin - Der ehemalige Schiedsrichter Robert Hoyzer bleibt in Untersuchungshaft. Das entschied das Berliner Amtsgericht Tiergarten bei einem Haftprüfungstermin.

Bleibt sitzen

Robert Hoyzer hat sich vor der Justizvollzugsanstalt Moabit aufnehmen lassen.

Hoyzer sitzt auf Anordnung einer Ermittlungsrichterin im Berliner Gefängnis Moabit.

Der Haftbefehl lautet auf „mittäterschaftlich begangenen gewerbs- und bandenmäßigen Betrug in acht Fällen”. Der 25- jährige Hoyzer hatte in mehreren Fällen Manipulationen bei der Leitung von Fußballspielen gestanden.

Zur Begründung für die Fortsetzung der U-Haft führte die Ermittlungsrichterin an, der dringende Tatverdacht bleibe ebenso bestehen wie die Fluchtgefahr. Die drei kroatischen Brüder aus dem „Café King”, die ebenfalls zu den Beschuldigten des Wettskandals im deutschen Fußball zählen, bleiben ebenfalls inhaftiert. Offen blieb, in wieweit Aussagen der beschuldigten Brüder die Entscheidung des Amtsgerichtes beeinflusst haben.

„Es hängt viel von den Aussagen der Kroaten ab, die bislang geschwiegen haben. Je nachdem, ob sie Hoyzer be- oder entlasten, wird sich entscheiden, ob er in Untersuchungshaft bleibt”, hatte Berlins Generalstaatsanwalt Hansjürgen Karge zuvor geäußert. Er kündigte eine weitere schonungslose Untersuchung an: „Alle können sicher sein: Wir werden jeden Stein umdrehen, bis alles aufgeklärt ist.”

Neueste Erkenntnisse hatten den Verdacht begründet, dass Hoyzer zusätzlich zu den ursprünglich von ihm selbst eingeräumten Straftaten bereits vor 2004 mit bisher unbekannten Mittätern Straftaten gleicher Art begangen hat. Der Beschuldigte müsse laut Karge mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe rechnen; es bestehe Fluchtgefahr.

Zuvor hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Hoyzers früheren Kollegen Torsten Koop (Lüttenmark) bis auf weiteres suspendiert. Dies teilte der Verband nach der Sitzung seines Schiedsrichter- Ausschusses in Frankfurt mit. Das Gremium reagierte damit auf den Umstand, dass Koop einen im Januar erfolgten Anwerbeversuch durch Hoyzer nicht umgehend dem DFB gemeldet hatte. Deshalb werde er „vorerst nicht eingesetzt”, teilte der DFB mit. Die weiteren Ermittlungen führt der Kontrollausschuss, der Koop bereits vernommen hatte.

An der Sondersitzung nahm Koop nicht teil. Über seinen Anwalt Peter-Michael Diestel ließ der 39-Jährige ausrichten, dass er „zu keinem Zeitpunkt in Spielmanipulationen verwickelt war und von solchen erst konkrete Kenntnis aus den Medien erhalten habe”. Auf dpa-Anfrage ergänzte Diestel, dass Koop „zu Gerüchten und Prahlereien nicht Stellung nehmen” werde. Koop, der seit 1993 insgesamt 83 Bundesliga-Spiele und 67 Zweitliga-Begegnungen geleitet hat, wurde seit August wegen einer Verletzung nicht mehr eingesetzt.

Keine Konsequenzen sprach der Schiedsrichter-Ausschuss gegen Stefan Trautmann (Florstadt) aus. Der hauptberuflich in der DFB- Schiedsrichter-Abteilung angestellte Referee hatte gestanden, dass er ihm persönlich übereignete Sportartikel für karitative Zwecke über ein Internet-Auktionshaus versteigert hatte, aber nicht den ihm vorgeworfenen gewerblichen Handel betrieben habe. Die interne Prüfung sei noch nicht abgeschlossen, teilte der DFB mit.

Hoyzer-Anwalt Stephan Holthoff-Pförtner wertete die U-Haft seines Mandanten im „Tagesspiegel” als „eine sehr populistische Entscheidung der Staatsanwaltschaft”. Allerdings habe Hoyzer mit dem Verschweigen eines weiteren Spiels, für dessen Manipulation Geld geflossen sein soll, einen Vorwand geliefert.

Astrid Koch, Rechtsanwältin des mitbeschuldigten Schiedsrichters Dominik Marks, kritisiert in der „Berliner Zeitung” die Ermittlungen: „Das ist kein gezieltes Vorgehen. Es ist offenbar so, dass die Staatsanwaltschaft auch von den Ereignissen ständig überrollt wird.” Ihr Mandant sei trotz öffentlich bekundeter Bereitschaft noch nicht verhört worden.

Nach mehreren Medienberichten soll inzwischen gegen weitere Spieler ermittelt werden, die bisher nicht bekannt waren. „Focus” und „Bild” nennen einen Spieler vom Oberligisten Victoria Hamburg, der in der Hoyzer- Affäre angeblich der Geldwäsche verdächtigt wird. Der Spieler soll sich 12 000 Euro von Hoyzer geliehen haben. Die „B.Z.” berichtet von einem Verdacht gegen einen ehemaligen Akteur des FC Augsburg. Dieser soll Kontakte zu einem Berliner Buchmacher geknüpft haben.

Nach Informationen des Fernsehsenders TV.BERLIN hat Hoyzer noch eine weitere Partie manipuliert. Der 25-Jährige habe gegenüber der Berliner Staatsanwaltschaft eingeräumt, vor dem Freundschaftsspiel FC Hansa Rostock gegen den FC Middlesbrough bestochen worden zu sein. Hoyzer kassierte dafür 1000 Euro, wie der TV-Sender mitteilte. Das Spiel endete 3:1 für die Hansestädter.

Laut „Augsburger Allgemeine” habe es bereits im Herbst 2003 Gerüchte um Wettmanipulationen rund um den FCA gegeben. Die Nachforschungen des Vereins seien aber im Sand verlaufen. „Eine Person hatte damals behauptet, es sei ihr bekannt, dass beim FCA absichtlich 'auf Niederlage' gespielt worden wäre”, berichtete das Blatt.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/sport/fussball/t/rzo127573.html
Montag, 14. Februar 2005, 21:42 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Druckversion