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Dienstag, 11. Juni 13
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7. Pleite in Folge - Klopp: "Ernüch­terung rie­sen­groß"

Wenig Hoff­nung auf Bes­serung

Die Tal­fahrt hält unver­min­dert an: Der FSV Mainz 05 hat gestern Abend vor 25 050 Zuschau­ern in der BayArena mit 0:2 (0:0) beim TSV Bayer 04 Lever­kusen ver­loren. Für den Bun­des­liga-Neu­ling war dies die siebte Nie­der­lage in Folge. Und außer der erneut beein­dru­cken­den kämp­feri­schen Leis­tung der Mainzer Profis beim Spit­zenklub gab es wenig, was Hoff­nung auf Bes­serung ver­spre­chen wür­de.

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Kurz vor der Pause hatte Benjamin Auer (rechts, gegen Diego Placente) die Möglichkeit zum 1:0 für die Mainzer, doch der Stürmer verpasste. Trainer Jürgen Klopp: "Dieses Ding muss über die Linie."

Mainz/Le­ver­kusen - Die Situa­tion für den FSV Mainz 05 in seiner ersten Bun­des­ligasai­son wird prekä­rer. Die Hoff­nun­gen, aus­gerech­net beim Aus­wärtss­piel in Lever­kusen die Wende zum Bes­seren her­beiführen zu können, waren ohnehin nicht son­der­lich groß. Als Jürgen Klopp dann in der BayArena auch noch auf Marco Rose, Antonio da Silva und Fabian Gerber ver­zich­ten musste, sanken die Mainzer Erfolgs­aus­sich­ten noch weiter. Der Auf­stei­ger lie­ferte in Lever­kusen eine brave Partie ab, doch vor allem aus­wärts wird in der Bun­des­liga so sicher­lich kein Punkt zu holen sein.

Frechheit und Mut gehören dazu

Es ist ein Teu­fels­kreis in dem sich die FSV-Pro­fis bewe­gen. Um in einer solchen Partie als krasser Außen­sei­ter etwas reißen zu können, benötigt man Frech­heit und Mut dem großen Favo­riten gegenü­ber. Doch das Mainzer Selbst­bewusst­sein ten­diert derzeit gegen Null. "Die Ernüch­terung ist rie­sen­groß", sagte Jürgen Klopp nach­her. Das 0:2 war dem Team­chef stärker an die Nieren gegan­gen als alle Nie­der­lagen zuvor, obwohl die Mainzer schon schlech­ter gespielt haben als ges­tern. "Ich kann nur sagen, dass dir sieben Nie­der­lagen hin­ter­ein­ander so richtig in die Fresse hauen", fand der Coach dras­tische Worte, um seinen Gemüts­zustand zu beschrei­ben. "Auch wenn dir bewusst ist, dass du in Lever­kusen ver­lierst, einer Mann­schaft, die auch noch gut gespielt hat, das schlechte Gefühl poten­ziert sich leider. Die Sache ist schon knall­har­t."

Sieben Nie­der­lagen in Folge - das tut richtig weh. Vor allen Dingen des­halb, weil sich am Ende das ganze Gesche­hen der 90 Minuten doch auf ein Minimum redu­zie­ren lässt. Auf ein spiel­ent­schei­den­des Mini­mum. Am Ende waren es zwei Szenen, die die erneute Mainzer Nie­der­lage ein­lei­teten. "Es gibt immer Schlüs­sels­zenen in einem solchen Spiel", fasste Klopp zusam­men. "In der 45. Minute müssen wir in Führung gehen. Da gibt es nichts. Und dann lassen wir einmal am langen Pfosten einen Lever­kuse­ner frei stehen, der Ball ist drin. Das darf einfach nicht sein."

Lamentieren hilft nichts

Es ist müßig darüber zu lamen­tie­ren, dass natür­lich mit da Silva und Gerber fuß­bal­lerisch mehr möglich gewesen wäre gegen diese Lever­kuse­ner, die Respekt hatten vor dem Gegner und die den Gästen sehr viel Freiräume gönn­ten, die einer der 05-Pro­fis im Anspiel nach vorne hätte finden müssen. Viel­leicht wäre es anders gelau­fen, doch auch in diesem Spiel, in einer Partie, die der TSV Bayer 04 natür­lich über­legen gestal­tete, hätte Ben­jamin Auer unver­hofft wie der Win­ter­ein­bruch die 05er mit dem Halb­zeit­pfiff in Führung bringen und den Gegner scho­cken müssen. Da gibt es eben­falls nichts. Solche Szenen kriegt ein Stürmer nicht oft. Ein Mainzer Führungs­tor, dann wäre zumin­dest der Abwehr­feh­ler, der die Lever­kuse­ner begüns­tig­te, nicht so ins Gewicht gefal­len. "Dieses Ding muss über die Linie", sagte Klopp nachher erneut, "das muss einfach wieder kommen, dass so einer rein­geht." Wie, wenn nicht so, wollen sich die Mainzer bei einem klar stär­keren Gegner Selbst­bewusst­sein holen. Klopp mochte nachher auch nicht darüber klagen, dass die Lever­kuse­ner nach der Tät­lich­keit von Juan gegen Hanno Balitsch bereits in der ersten Hälfte in Unter­zahl hätten weiter spielen müssen, oder dass Schieds­rich­ter Torsten Kin­höfer so gut wie jede strit­tige Zwei­kampf­situa­tion zu Gunsten der Lever­kuse­ner wer­tete.

Kein ein­ziger Tor­schuss in der zweiten Hälfte

Kein ein­ziger Tor­schuss in der zweiten Hälfte - da muss man nicht dis­kutie­ren. "Es bleibt aber dabei, so hätten diese Tore nicht fallen dür­fen", sagte der Team­chef. "Wir werden weiter alles ver­suchen, dem­nächst wieder ein Spiel zu gewin­nen. Diese Ergeb­nisse führen natür­lich dazu, dass die Mann­schaft nicht mit Selbst­ver­trauen auf­tritt, aber wir sind immer bereit, das Spiel anzu­neh­men. Ich stimme zu, dass es über 90 Minuten nicht so aus­sieht als könnten wir gewin­nen, aber in diesem spe­ziel­len Fall liegt das auch an der Klasse von Bayer Lever­kusen."

Aus­fälle sind nicht kom­pen­sier­bar

Seine Mann­schaft habe gute Phasen im Spiel, auch in dieser Partie. Aber auf 90 Minuten gesehen ist das, was die Mainzer zurzeit ablie­fern, zu wenig. Erschwe­rend kommen die Aus­fälle hinzu. Da Silva und Gerber, zwei tech­nisch gute Spie­ler, die schon einmal Lücken beim Gegner sehen, auch mit der Portion Risiko spie­len, solche Aus­fälle sind nicht kom­pen­sier­bar.

"Die Mann­schaft ist intakt. Da muss sich keiner Gedan­ken machen"

Klopp trat aber allen, die mit der Ver­mutung an den Team­chef her­antra­ten, das Mainzer Team werde weiter nach unten durch­gereicht, ent­schie­den ent­gegen. "Die Mann­schaft ist intakt. Da muss sich keiner Gedan­ken machen, dass wir uns selber etwas in die Tasche lügen", sagte er. "Wir müssen bereit sein, wenn wir auf einen Gegner tref­fen, der nicht die Qua­lität hat wie Bayer 04."

Jörg Schnei­der


http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/mainz2.html
Montag, 14. Februar 2005, 10:17 © RZ-Online (to)
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