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Dienstag, 15. Februar 05

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Starrummel bei „Cinema for Peace”

Berlin - Am Anfang gilt es, einen Faux pas wieder gutzumachen. Kurz vor der großen Gala hatte Organisator Jaka Bizilj es gewagt, Susan Sarandon als beste Schauspielerin zu loben. Daneben saß eine säuerlich blickende Catherine Deneuve.

Boris Becker, Susan Sarandon und Tim Robbins bei der Gala "Cinema for Peace".

Am Montagabend entschuldigt sich Bizilj auf der Bühne des Konzerthauses am Berliner Gendarmenmarkt vor seinen 600 Gästen, darunter auch die französische Filmdiva. Die Welt bei der Unicef-Benefizgala „Cinema for Peace” ist wieder in Ordnung. Mit vielen Stars und flammenden Reden beschert sie der Berlinale einen glamourösen Abend und einige Anekdoten.

Bei der Gala geht es um den Frieden und Kinder im Tsunami-Gebiet Indonesiens, um die gute Sache also. Über den friedenstauben-weißen Teppich schreitet reichlich Prominenz. Die Schauspieler Veronica Ferres, Bob Hoskins, Hannelore Elsner, Iris Berben, Ex-First-Lady Christina Rau, Model Nadja Auermann und Fußballer Oliver Kahn finden sich im Gewühl der Fotografen wieder, bei dem so mancher blauer Fleck entstanden sein dürfte. Auf den festlich gedeckten weißen Tischen im Saal stecken gelbe Tulpen in mit Zitronen gefüllten Vasen. Das Motto des Benefizabends gibt Moderator Ulrich Wickert vor: „Holen Sie Ihre Scheckbücher raus!”

Im Mittelpunkt steht diesmal Hollywoods Power-Couple, Susan Sarandon (58) und Tim Robbins (47). Wer sie einlädt, setzt ein politisches Zeichen, wie vor zwei Jahren, als Dustin Hoffman bei „Cinema for Peace” eine leidenschaftliche Rede gegen einen Krieg im Irak hielt. Diesmal ist es an Tim Robbins, dazu aufzurufen, sich für den Frieden zu engagieren und gegen einen Krieg - diesmal im Iran - zu wenden. Seine Rede schließt er mit den bildhaften Worten: „Mit dem Herzen des Künstlers und der Seele des Kriegers müssen wir uns gegen die Faust des Narrens wehren.” Der Berlin-Besuch der beiden verlief indes nicht ganz friedlich: Ausgerechnet beim Besuch des Jüdischen Museums rückte ihnen ein Paparazzi zu nahe, da hätte Robbins fast zugeschlagen, wie er auf der Bühne erzählt.

Für seine politischen Worte, Medienkritik und Republikanerschelte inklusive, bekommt Robbins viel Applaus. „Nach dieser Rede sollten Sie als Präsident kandidieren - Amerika braucht Sie”, ruft ihm ein begeisterter Boris Becker zu. Robbins, der mit seinen geschätzten 1,95 Meter viele im Saal überragt, gibt nach seinem Auftritt zu, ein bisschen nervös gewesen zu sein. Immer wieder hat er zwischen den Menügängen - es gab Wildkräutersalat, iberischen Schweinerücken und Ziegenkäse mit Trüffelhonig - im Manuskript gelesen. Hinterher steckt er sich eine Zigarette an, ganz „altes Europa”.

Die Laudatio beim „Cinema for Peace”-Preis für den Berlinale-Liebling „Hotel Ruanda” hält Bob Geldof, der die deutsche Regierung zu mehr Engagement für Afrika auffordert, fast ist es schon ein Ritual, wie manches an diesem Abend. Schauspieler Christopher Lee und Klezmer-Künstler Giora Feidman treten auf. Bei der Benefizauktion werden Prominenten-Gaben versteigert, darunter Franziska van Almsicks rotes Kleid und eine Krawatte von Ralf Moeller. Mehr als eine Million Euro kommt nach Veranstalterangaben zusammen. Am Ende der Gala summt die Gäste-Schar auf der Bühne mit den Scorpions „Wind of Change”. Susan Sarandon und Catherine Deneuve teilen sich ein Blatt mit dem Text und singen einträchtig ein bisschen mit. Kurze Zeit später verschwindet „die Deneuve”. Durch einen Seiteneingang, wie es sich für eine Diva gehört.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/magazin/t/rzo127891.html
Dienstag, 15. Februar 2005, 9:54 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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