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Dienstag, 15. Februar 05

Michael Jackson Santa Maria - Der Prozess gegen Michael Jackson ist am Diens­tag wegen einer Grip­peer­kran­kung des Ange­klag­ten für eine Woche unter­bro­chen worden.

Luzern - Thomas Gott­schalk ist mit seiner ZDF-Show „Wet­ten, dass..?” für die Goldene Rose von Luzern nomi­niert worden. Wie das Wett­bewerbs­büro mit­teilte, nomi­nierte eine inter­natio­nale Fach­jury den 54-Jäh­rigen in…

Berlin - Die Deut­schen machen eine gute Figur auf der 55. Ber­linale. Die drei Wett­bewerbs­bei­träge aus ein­hei­mischer Pro­duk­tion fanden beim inter­natio­nalen Fes­tival­publi­kum enormes Inter­esse.

Köln - Eines der größten Pro­jekte in der Geschichte der Archäo­logie Europas hat am Diens­tag in Köln mit dem sym­boli­schen ersten Spa­ten­stich begon­nen. Über 100 Aus­grä­ber aus meh­reren Ländern werden in den kom­men­den…

London - Auch die normale Englän­derin soll sich einmal wie eine Prin­zes­sin fühlen können: Die bri­tische Super­markt­kette Asda arbei­tet fie­ber­haft an einer Kopie des Ver­lobungs­rings von Camilla Parker Bowles.

Berlin - George Michael, Robbie Wil­liams, Norah Jones und Ana­sta­cia sind in diesem Jahr für einen Echo nomi­niert. Im Show­pro­gramm bei der Ver­lei­hung des Musik­prei­ses am 2. April in Berlin treten Annett Loui­san…

Deutsche machen gute Figur auf Berlinale

Berlin - Die Deutschen machen eine gute Figur auf der 55. Berlinale.

Kate (Megan Gay, M) wird Opfer eines Raubüberfalls in Moskau.

Die drei Wettbewerbsbeiträge aus einheimischer Produktion fanden beim internationalen Festivalpublikum enormes Interesse.

Dabei könnten sie unterschiedlicher nicht sein: Christian Petzold blickt in „Gespenster” mit teils distanziertem, teils liebevollem Blick tief in die Seelen von sich verzweifelt nach Liebe und Hoffnung sehnenden Menschen. Marc Rothemunds „Sophie Scholl - Die letzten Tage” arbeitet in einem Art Kammerspiel auf bewegende Weise ein Stück deutsche Geschichte auf. Hannes Stöhr bietet mit „One Day in Europe” einen witzigen, temporeichen Kommentar zum Selbstverständnis der Europäer.

Petzolds „Gespenster” über eine Berliner Streunerin (Julia Hummer) ist sicherlich der filmkünstlerisch anspruchsvollste der drei deutschen Filme. Das rätselhafte Drama macht es dem Publikum aber auch sehr schwer - doch Kino darf ja ab und zu auch eine Herausforderung sein. Der 44-jährige Petzold verteidigte die Ernsthaftigkeit seines Werks, in dem nur selten gelächelt wird. „Vielleicht wird in den Filmen, die man ab 20.15 Uhr sieht etwas zu viel gelächelt”, meinte er in Anspielung auf das vielfach auch seichte Programm im Fernsehen. „Natürlich ist es schwierig, traurige Charaktere zu spielen”, meinte Hauptdarstellerin Julia Hummer (24). „Aber das macht den Film gerade interessant.”

Die Vielfalt der deutschen Kinosprache und Genres macht nach Ansicht von Berlinale-Chef Dieter Kosslick die gegenwärtige Stärke des deutschen Films aus. An der Kinokasse spielen zwar immer noch „Klamotten” wie Michael „Bully” Herbigs „(T)Raumschiff Surprise” oder Otto Waalkes „Sieben Zwerge” das meiste Geld ein. Doch die „ernsthaften” Filme haben mit Regisseuren wie Petzold, Fatih Akin, Oskar Roehler, Tom Tykwer und Wolfgang Becker enorm aufgeholt.

Die Auswahl-Politik der Internationalen Filmfestspiele Berlin unter der Leitung von Dieter Kosslick hat entscheidend mit zu diesem Erfolg beigetragen. Unter Kosslicks Vorgänger Moritz de Hadeln waren zeitweise gar keine deutschen Filme im offiziellen Wettbewerb vertreten. Erst mit Kosslicks Antritt vor vier Jahren wurden sie wieder stärker auf der Berlinale präsent. Im vergangenen Jahr ging mit Akins „Gegen die Wand” sogar erstmals nach langer Zeit wieder der Goldene Bär an einen deutschen Film.

Die Rekordzahl von 64 deutschen Filmen gibt es dieses Mal in den verschiedenen Berlinale-Reihen zu sehen. Darunter ist in der Reihe Panorama Special zum Beispiel Andreas Dresens „Willenbrock” nach dem Roman von Christoph Hein - mit den herausragenden Schauspielern Axel Prahl und Anne Ratte-Polle. Jürgen Vogel, Heike Makatsch und Florian Lukas spielen in dem ebenfalls in dieser Sektion gezeigten Film „Keine Lieder über Liebe”. In der lebensnahen Regiearbeit von Lars Kraume geht es um die Frage, wie gut man die Menschen eigentlich kennt, mit denen man sein Leben verbringt.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/magazin/t/rzo128074.html
Dienstag, 15. Februar 2005, 17:10 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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