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Freitag, 23. Aug. 19

SMSCannes ­ SMS in ver­schie­denen Spra­chen zu schrei­ben, wird nach Ansicht von Exper­ten künftig ein­facher. „Viele Han­dynut­zer möchten SMS nicht nur in einer Sprache schrei­ben”, sagte Lisa Nathan…

Kairo - Ein neues Inter­net­por­tal in ara­bischer Sprache soll dafür sorgen, dass die Men­schen in der ara­bischen Welt Deutsch­land und seine Außen­poli­tik künftig besser ver­ste­hen.

Berlin - Einfach nur klin­geln war ges­tern. Wenn sich das Handy rührt, ertönen längst sin­gende Küken und kichernde Ratten, grelle Kreissä­gen oder die Hymne der DDR.

Marl - Deutsch­spra­chige Web­sites können ab sofort von Nutzern und Anbie­ten für den Wett­bewerb zum 5. Grimme Online Award gemel­det werden.

New York - Die Kon­soli­die­rung am US-Tele­kom­markt hat sich dra­matisch beschleu­nigt. Nach einer gewal­tigen Über­nah­mewelle kris­tal­lisie­ren sich mit SBC Com­muni­cati­ons und Verizon zwei domi­nie­rende ame­rika­nische…

Stam­ford - Das ame­rika­nische Markt­for­schungs­insti­tut Gartner rechnet für das lau­fende Jahr mit einem Wachs­tum des welt­wei­ten PC- Marktes um neun Pro­zent.

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PC-Industrie in den Wohnzimmern - Auf der CeBIT wird es kuschelig

Hamburg - Auf der kommenden Computermesse CeBIT im März in Hannover wird es an vielen Ständen kuschelig und gemütlich zugehen.

CeBiT Plakat für 2005

Passanten vor einem Plakat für die CeBIT 2005.

„Um das Aufstellen von Sofas, Sitzecken, Kommoden und Fernseher wird kaum ein Unternehmen herum kommen”, schätzt Christian Anderka von Intel.

Der weltgrößte Chiphersteller selbst wird rund 60 bis 70 Prozent seiner Präsentationen dem digitalen Zuhause widmen. Einen Großteil des Restes wird der Schwerpunkt „digital Lifestyle” ausmachen - Anwendungen zum meist mobilen Nutzen und Verwalten von Musik und Videos. Die Computerbranche ist in den digitalen Wohnzimmern angekommen, hört man unisono aus der Industrie.

Nach einigen Flautejahren kann die PC-Branche zufrieden sein. Mit Lösungen für die digitale Unterhaltung wurde ein lukrativer Markt erfolgreich erschlossen. Denn die Unterhaltungselektronik hat trotz schwächelnder Konjunktur stetig zugelegt. Allein in Deutschland rechnet die Branche trotz eines durchschnittlichen Preisverfalls von 20 bis 25 Prozent mit einem Zuwachs von rund drei Prozent auf 19 Milliarden Euro für das vergangene Jahr. Noch im vierten Quartal 2004 war der Verkauf herkömmlicher Personal Computer im Endkunden-Segment nach Erhebungen von Gartner dagegen schlechter ausgefallen als erwartet. Als Grund nannte das Marktforschungsunternehmen vor allem fehlende Innovationen in der PC-Ausstattung. „Neue Entwicklungen in der digitalen Unterhaltung haben die Kunden deutlich mehr zum Kaufen angeregt.”

Das digitale Wohnzimmer, das vernetzte Zuhause - diese Begriffe sind bereits auf vielen CeBIT-Messen der letzten Jahre beschworen worden. Doch im kommenden März sollen die vorgestellten Lösungen ein ganz neues Attribut erhalten: Sie werden alltagstauglich. Selbst „Normalverbraucher” sollen sich jetzt ein vernetztes Haus bauen können, sagte Bill Gates, Chef-Software-Architekt des weltgrößten Softwareherstellers Microsoft kürzlich in München. Doch noch immer ist es nicht wirklich banal, die vielen unterschiedlichen Geräte dazu zu bringen, auch tatsächlich miteinander zu kommunizieren. „Wir müssen noch hart daran arbeiten, um die Software-Schnittstellen zu vereinheitlichen und eine gemeinsame Plattform zu schaffen”, gibt Gates zu.

Die Schwergewichte der PC-Industrie treten auch auf der CeBIT 2005 in offene Konkurrenz zur Branche der Unterhaltungselektronik. Intel, Microsoft und Hewlett-Packard stellen ihre Konzepte vor, wie künftig der Computer als Schaltzentrale die bunte Welt der Filme, Bilder und der Musik überall im Haus zur Verfügung stellt. Dass es auch künftig kein Kinderspiel sein wird, in der von den Herstellern der Braunen Ware seit Jahrzehnten beherrschte Domäne nachhaltig Fuß zu fassen, ist ihnen bewusst. Nicht umsonst starteten Microsoft und Intel im vergangenen November ihre gemeinsame Werbe-Kampagne „Digital joy”, in die die Partner einige zehn Millionen Dollar investieren.

Doch in der Branche gibt es nicht nur einvernehmliches Miteinander. Hewlett-Packard hat unterdessen seine Wandlung vom reinen Drucker- und PC-Hersteller für Business-Anwendungen zu einem Anbieter auch von Unterhaltungs-Geräten erfolgreich in die Wege geleitet. Inzwischen setzt HP auf Entwicklungen für den einfachen und alltäglichen Konsum von Videos, Bildern und Musik. Aller Voraussicht nach wird Hewlett-Packard zur CeBIT eine neue Entwicklung mitbringen, die HP-Chefin Carly Fiorina bereits auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas prominent dem Publikum vorgestellt hat.

Das „Entertainment-Center” sieht einem Videorecorder deutlich ähnlicher als einem Computer und kann TV-Sendungen aufzeichnen, DVDs abspielen, sie sogar bedrucken, und verwaltet die heimischen Foto- und Musiksammlungen. Allein wegen seines eleganten und schlichten Designs hatte das Gerät in den USA bereits für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Der Clou - zumindest in Las Vegas - war dabei, dass das Entertainment-Center nicht mit Microsofts Windows läuft, sondern das freie Betriebssystem Linux nutzt.

Noch immer macht bei Microsoft der Media Center PC nur einen Bruchteil des Absatzes mit Personal Computern aus. Die dritte Version der Multimedia-Software soll aber nun den Massenmarkt erreichen. PCs verschiedener großer Hersteller, vielfach mit Microsofts Media Center Edition bestückt, wird auch Intel in Hannover präsentieren. Noch steht ihnen jedoch die Bewährungsprobe bevor. Denn, das wissen alle Unternehmen: Im Markt für Unterhaltungselektronik gibt es keine Computer- oder Software-Freaks, die sich klaglos durch dicke Bedienungsanleitungen quälen. Einfache Handhabung ist hier Trumpf.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/computer/t/rzo126511.html
Donnerstag, 10. Februar 2005, 8:56 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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