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Freitag, 6. Dez. 19

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Kräutertees aus Übersee profitieren vom Wellnesstrend

Hamburg/Berlin - Sie sind heiß, exotisch und vor allem an nasskalten Tagen beliebt: Traditionelle Heil- und Kräutertees aus Übersee haben sich in Deutschland einen festen Platz neben dem klassischen schwarzen oder grünen Tee erobert.

Mate-Tee

Geht auf die Ureinwohner Südamerikas zurück - Mate. (Bild: Kärst/dpa/gms)

Ob Rotbusch-Tee, Mate, Yogi-Tee oder Pu-Erh-Tee: Die Exoten gewinnen ihre Liebhaber durch ihren ganz besonderen Eigengeschmack und durch den „Wellness-Bonus”. Schließlich wird ihnen oft ein gesundheitlicher Nutzen zugeschrieben, auch wenn der sich nicht in allen Fällen belegen lässt.

Kräftig aufgeholt hat vor allem der Rotbusch-Tee, in seiner Heimat Südafrika auch Rooibos-Tee genannt. „Hier haben wir 2003 einen Zuwachs um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet”, erläutert Monika Beutgen von der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee in Hamburg. „Er ist etwas für Leute, die kein Koffein mögen.” Zudem lasse sich der rötlich-braune Tee leicht aromatisieren. Erhältlich ist er etwa mit Erdbeer-, Marzipan-, Apfel- oder Vanillegeschmack.

Zudem soll das Getränk auch die Gesundheit fördern: In der afrikanischen Volksmedizin wird der Tee vor allem wegen seiner krampflösenden Eigenschaften und seiner guten Verträglichkeit geschätzt, heißt es bei der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin. So werde er in Südafrika auch Säuglingen verabreicht, die unter Koliken leiden. Zudem enthalte der Tee viele Mineralien und könne möglicherweise das Herz stärken.

Zu hohe Erwartungen an den Rotbusch-Tee schränkt ABDA-Expertin Ursula Sellerberg jedoch ein: „Er ist kein Arzneimittel.” Auch laut Prof. Franz-Christian Czygan von der Universität Würzburg ist Rotbusch-Tee zwar ein gesundes, wohlschmeckendes Erfrischungsgetränk. Weitere medizinisch-therapeutische Effekte bis hin zur angeblichen Wirksamkeit gegen HIV seien dagegen nicht belegbar, so der Forscher.

Als gesund gilt auch der Mate-Tee aus Südamerika, Nationalgetränk in Argentinien, Uruguay, Paraguay und Südbrasilien. Der aus Blättern und Zweigen der Stechpalmenart Ilex paraguariensis hergestellte Tee geht auf die indianischen Ureinwohner zurück. Die europäischen Eroberer übernahmen den Brauch. Inzwischen hat der in Argentinien auch „Yerba” genannte Tee seinen Weg bis nach Deutschland gefunden.

Beliebt ist Mate-Tee vor allem als „Muntermacher”. „Mate wirkt sehr anregend, weil er viel Koffein enthält”, erläutert ABDA-Sprecherin Sellerberg. Zudem werde er unterstützend bei Schlankheitskuren eingesetzt. In größeren Mengen wirkt Mate abführend und Harn treibend, er kann aber auch Herzklopfen verursachen. Der würzige Tee wird in Südamerika oft aus einer typischen, aus kleinen Kürbissen gefertigten Kalebasse getrunken und ist Europäern dabei meist zu bitter. Hier zu Lande ist er daher meist als Teebeutel erhältlich.

Beruhigend wirkt dagegen der Yogi-Tee, der auf ayurvedische Traditionen des alten Indien zurückgeht. „Er ist eine Mischung verschiedener Kräuter”, erläutert WKF-Sprecherin Beutgen. Bisweilen wird aber auch schwarzer Tee beigemischt. Ingwer, Zimt, Fenchel, Kardamom und Anis können ebenso enthalten sein wie Lakritze oder Schokolade. „Damit der Yogi-Tee das volle Aroma der Samen, Rinden und Wurzeln entfalten kann, muss insbesondere die Beutelware lange ziehen”, rät der Verband. Empfohlen werden bis zu zehn Minuten. Traditionell wird der Yogi-Tee dabei mit Milch und Honig getrunken.

Kein Kräutertee ist der Pu-Erh-Tee , der bisweilen auch „roter Tee” genannt wird. Er stammt nach Angaben des Deutschen Teeverbandes in Hamburg ebenso wie schwarzer und grüner Tee vom Teestrauch, botanisch Camellia sinensis. Benannt ist er nach der Stadt Pu'Er in der chinesischen Provinz Yunnan, von wo er ursprünglich stammt. Ein besonderes Fermentationsverfahren verleiht dem Tee eine vergleichsweise dunkle Farbe und einen rauchig-erdigen Geschmack.

Auch anderenorts hat Pu-Erh-Tee eine Tradition entwickelt: So schätzen die Franzosen ihn als eine Art Magenbitter nach dem Essen. Doch wird seine gesundheitliche Wirkung oft überschätzt: So wurde er eine Zeit lang - auch in Pillenform - als „Fettkiller” gehandelt. Es sei jedoch „unseriös und irreführend”, Pu-Erh-Tee als Wundermittel zum Abnehmen anzupreisen, warnt der Teeverband. Er sei einfach ein Genussmittel wie anderer schwarzer oder grüner Tee.

Trotz des wachsenden Konsums exotischer Tees ist aber zumindest bei den Kräutertees die Vorherrschaft heimischer Pflanzen ungebrochen. „Die Deutschen stürzen sich nach wie vor auf den Klassiker Pfefferminze”, erläutert Beutgen. Er liegt bei den reinen Kräutertees mit einem Jahresverbrauch von 5800 Tonnen deutlich vorne, gefolgt von Kamille, Hagebutte und Fenchel.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/gesundheit/wellness/t/rzo125773.html
Montag, 07. Februar 2005, 17:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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