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Donnerstag, 24. Mai. 12
RZ-Akademie

Köln - Ein „Ein­ser”-Diplom muss kein beson­ders elitä­rer Uni­ver­sitäts­abschluss sein. In einigen Stu­dien­fächern erreicht sogar mehr als die Hälfte aller Absol­ven­ten die Note „sehr gut”.

Berlin - Jeder vierte Jugend­liche bricht seine Berufs­aus­bil­dung vor­zei­tig ab. Darauf verwies Regie­rungs­spre­cher Béla Anda nach einer Kabi­netts­sit­zung in Berlin…

Sankt Augus­tin - Die Gefahr bei Arbei­ten mit Leitern wird oft unter­schätzt. Darauf weist der Haupt­ver­band der gewerb­lichen Berufs­genos­sen­schaf­ten (HVBG) in Sankt Augus­tin bei Bonn hin. Im Jahr 2003 habe es 27…

Koblenz - Risi­koma­nage­ment für die Umwelt steht im Mit­tel­punkt eines neuen Stu­dien­gangs der Uni­ver­sität Koblenz. Teil­neh­mer können sich vom Som­mer­semes­ter 2005 an für „Eco­logi­cal Impact Assess­ment”…

Washing­ton - Die US-Regie­rung macht es nach schar­fer Kritik an ihren ver­schärf­ten Visa­bestim­mun­gen für bestimmte aus­län­dische Stu­den­ten und Wis­sen­schaft­ler ein­facher, in den USA zu blei­ben.

Bochum/Es­sen - Zwei neue Bache­lor-Stu­diengänge in den Berei­chen Inge­nieur- und Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten können künftig im Ruhr­gebiet stu­diert werden. Beide ermög­lichen es, Studium und Beruf zu kom­binie­ren.

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Den Traumjob im Ausland finden

Barcelona/Berlin - Susanne Haas ist Gastarbeiterin in Barcelona.

Arbeitsmarkt Europa

Den Traumjob im Ausland finden. Archiv: 29. April 2004

Tagsüber erledigt die 26-Jährige die Korrespondenz einer kleinen Firma. An drei Abenden in der Woche bedient sie in einem Restaurant.

„Das Leben ist hier kaum billiger als zu Hause, und die Löhne sind eher niedriger”, sagt sie. „Da muss man sich manchmal ganz schön lang machen. Aber die Stadt ist das alles wert.”

Nichts wie weg aus Deutschland, denkt sich mancher. Einige wollen dabei vor allem Auslandserfahrung sammeln. Doch immer mehr Deutsche suchen jenseits der Grenzen, was sie zu Hause nicht finden: einen angemessenen Arbeitsplatz. Die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit hat darauf reagiert - mit der Einrichtung von 15 Europa-Service-Centern, die Jobsuchende über die einzelnen Arbeitsmärkte informieren. Telefonisch erreichbar sind die Service-Center unter der Nummer 0180/522 20 23 (12 Cent pro Minute).

Möglichkeiten gibt es genug: So werden „in den Niederlanden, in Belgien, Norwegen, der Schweiz und Österreich zurzeit Handwerker in Bauberufen gesucht”, sagt Sabine Seidler von der ZAV. In Schweden und in Großbritannien besteht Bedarf an Medizinern. Im Sommer ist in den Urlaubsländern wie Spanien oder Griechenland die Nachfrage nach Animateuren oder Reiseleitern groß.

Grundsätzlich dürfen Deutsche in den 15 alten Mitgliedsländern der Europäischen Union arbeiten, ohne dafür eine Erlaubnis zu brauchen. In den neuen Mitgliedsländern gelten Übergangsregeln. Unbürokratisch ist der Umzug aber nicht. Es gilt, Sozialversicherungen umzumelden und die ungeschriebenen Gesetze des Arbeitsmarkts zu verstehen. „Beispielsweise werden Bewerbungen in vielen Ländern anders geschrieben und gehandhabt als in Deutschland”, sagt Sabine Seidler.

Stellen lassen sich oft über die Agentur für Arbeit finden, wo viele offene Jobs aus dem Ausland gemeldet sind. Die Berater wissen auch, wo so genannte Jobbörsen stattfinden. Hier können Interessierte Kontakt mit Firmen knüpfen, die Bedarf an Arbeitskräften haben.

Auch private Vermittler ebnen den Weg nach Europa. Die Agentur Careermoves Ireland etwa vermittelt deutsche Bewerber auf die grüne Insel. „Wir haben vor allem Jobs in Kundenservice, Vertrieb, Technischer Unterstützung und Buchhaltung zu besetzen”, sagt Lynda O'Riordan von dem Unternehmen aus Berlin.

Dass auf dem Weg nach Europa so manches Schlagloch liegt, kann Susanne Haas bestätigen: Zunächst polierte sie ihr Spanisch auf, nur um dann auch noch Katalanisch zu lernen. „Barcelona ist zweisprachig”, erzählt sie. „Mit Spanisch kommt man zurecht. Doch sobald es informell wird, geht es nicht mehr ohne Katalanisch.”

Auch die Arbeitsatmosphäre sei anders. So sei es in Spanien nicht üblich, offen Kritik an Kollegen oder Vorgesetzten zu üben. „Das gilt als unhöflich”, sagt Susanne Haas. „Man will niemanden bezichtigen, einen Fehler gemacht zu haben.” Daran müsse man sich erst einmal gewöhnen: „Manchmal muss ich mir immer noch auf die Lippe beißen.”

Internet: Europaservice der Agentur für Arbeit: www.europaserviceba.de

European Employment Agency: www.eures-jobs.com

Careermoves Ireland: www.careermoves-ireland.com

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/berufbildung/t/rzo123851.html
Montag, 31. Januar 2005, 11:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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