|
|
|
||||||||||||||||||
| Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Urlaub Gesundheit Beruf Lexikon |
Freitag, 10. Feb. 12
|
||
|
Mobiles
Was Autoversicherungen teuer macht Coburg/Berlin - Kaufpreis, Extras und möglicher Wiederverkaufswert - beim Autokauf müssen für ein gutes Geschäft viele Dinge bedacht werden. Auch die Kosten für die Versicherung des Modells gehören dazu.
Wie sich die Prämien für die Haftpflicht- und die Kaskoversicherung errechnen, ist nicht leicht durchschaubar. „Bei der Haftpflichtversicherung hat sich seit Mitte der neunziger Jahre eine Menge getan”, sagt Alois Schnitzer, Sprecher der HUK Coburg. Mit 7,2 Millionen versicherten Autos ist die HUK nach der Allianz der zweitgrößte deutsche KfZ-Versicherer. Seit zehn Jahren können die Versicherungen die Prämien-Policen frei kalkulieren. „Die Konkurrenzsituation in den vergangenen Jahren war extrem”, sagt Katrin Rüter de Escobar, Sprecherin des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. Profitiert von dem hohen Marktdruck habe der Versicherte mit sinkenden Beiträgen. Prämiengrundlage der KfZ-Haftpflichtversicherung sind generell die Schadenhäufigkeit und der Schadendurchschnitt bei Unfällen. Aus beiden Faktoren ergeben sich die Kosten für den Versicherer. Einfluss auf diese Größen haben zum Beispiel Wagentyp oder Nutzung. Bei Kaskoversicherungen spielt dagegen die Diebstahlhäufigkeit des Wagenmodells eine wichtigere Rolle. Großen Einfluss auf die Prämie haben dann Schutzvorkehrungen wie die Wegfahrsperre. „Insgesamt ergeben sich also zahlreiche wichtige Faktoren für den Versicherten: die Typ-Einstufung, der Schadenfreiheitsrabatt und auch die Region, in der der Wagen gefahren wird”, erklärt GDV-Sprecherin Rüter de Escobar. Die Versicherer orientieren sich laut HUK-Sprecher Schnitzer bei der Kalkulation in aller Regel an den Vorgaben des GDV: „Der Verband ermittelt das Schadenaufkommen für Typen und Regionen.” Einige Versicherer haben vor einigen Jahren auch Kategorien ohne direkten Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit und die Schadenshöhe eingeführt: „So gab es bei einigen Anbietern Öko-Rabatte für umweltfreundliche Autos”, sagt Schnitzer. Dies sind dann Lockangebote. Den so entstandenen Tarif-Dschungel kritisiert der Automobilclub von Deutschland (AvD) in Frankfurt: „Die Transparenz vor allem bei der Einstufung der Modelle fehlt”, sagt Alfred Fuhr, Verkehrssoziologe beim AvD. Legt man Schadenhäufigkeit und Schadendurchschnitt zugrunde, so haben sich diese beiden Kategorien in den vergangenen Jahren unterschiedlich entwickelt: „Die Zahl der Schadensfälle liegt zur Zeit bei rund sieben Prozent der Versicherten pro Jahr. In den achtziger Jahren waren es noch zwölf Prozent”, sagt HUK-Sprecher Schnitzer. Der durch die sinkende Häufigkeit entstehende Kostenvorteil sei jedoch durch die wachsenden Durchschnittskosten lange Zeit weitgehend aufgefressen worden. Seit gut zwei Jahren stiegen die Reparaturkosten aber nicht mehr so stark. „Wir erwarten in den nächsten Zeit keine großen Prämienentwicklungen nach oben oder unten”, sagt Klaus Heiermann, Sprecher der ARAG Versicherung in Düsseldorf. Auch von dem von Oktober an vorgeschriebenen Fußgänger-Crashtest wird kein durchschlagender Effekt auf die Prämien erwartet - obwohl die neue Richtlinie Airbags unter der Motorhaube erforderlich machen könnte. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/05/02/21/service/auto/t/rzo122210.html |
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
|
||||||||||||||||