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Montag, 21. Februar 05

Die Uhr tickt...Hamburg - Das Prä­sidium des Deut­schen Fuß­ball-Bun­des (DFB) berei­tet nach Infor­matio­nen von „Spie­gel Online” angeb­lich die Abwahl von Prä­sident Gerhard Mayer-Vor­fel­der vor.

SpielballDüs­sel­dorf - Der Bör­sen­gang des Fuß­ball-Bun­des­ligis­ten Borus­sia Dort­mund könnte zum Fall für den Staats­anwalt werden. Die Münch­ner Anwalts­kanz­lei Rotter kün­digte eine umfas­sende Straf­anzeige gegen den ehe­mali­gen…

Oberst­dorf - Aus­gelaugt, gefrus­tet und ratlos: Der Traum von einer WM-Staf­fel­medaille für die deut­schen Damen und damit die Fort­set­zung des vor drei Jahren begon­nenen Lang­lauf-Mär­chens ist in Oberst­dorf geplatzt.

Siehe auch:

TuS Koblenz arbei­tet 0:2 in Elvers­berg auf

Po­siti­ves Denken nach der Plei­te

El­vers­berg - Wer den Ball nicht im Tor unter­bringt, muss sich nicht wun­dern, wenn er am Ende mit leeren Händen dasteht. Mit dieser Erkennt­nis musste Fuß­ball-Re­gio­nal­ligist TuS Koblenz nach dem 0:2 bei der SpVgg Elvers­berg die Heim­reise antre­ten, konnte sich aber zumin­dest damit trös­ten, eine passa­ble Leis­tung abge­lie­fert zu haben.

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Hatte das zwi­schen­zeit­liche 1:1 auf dem Fuß: Almir Delic.

Es ist eben alles eine Frage der Per­spek­tive. Auch für Milan Sasic. "Soll ich nun loben oder soll ich kri­tisie­ren?", grü­belte der Trainer von Fuß­ball-Re­gio­nal­ligist TuS Koblenz, nachdem das 0:2 bei der SV Elvers­berg Rea­lität gewor­den war. Trotz schwie­riger Umstände ganz ordent­lich Fußball gespielt, aber das Runde nicht ins Eckige beför­dert, für Sasic und seine Kicker endete die Dienst­fahrt ins Saar­land mit gemisch­ten Gefühlen.

Dzaka zeigt sich selbst­kri­tisch

Gegen die Gesetz­mäßig­kei­ten des Fuß­balls war eben einfach kein Kraut gewach­sen. Drei, vier nahezu hun­dert­pro­zen­tige Chancen hatten Almir Delic, Anel Dzaka und Oliver Straube auf dem Fuß, keine davon fand den Weg über die Linie - ange­sichts dieser Aus­beute war es fast logisch, dass die Haus­her­ren am Ende die Nase vorn hatten. Denn in punkto Effi­zienz konnte man sich vom Gast­geber nun wirk­lich eine Scheibe abschnei­den. Sieht man von einem ver­gebe­nen Kopf­ball von Vitus Nagorny ab, reich­ten zwei Tors­zenen für einen Frei­stoßtref­fer und einen erfolg­rei­chen Konter kurz vor Schluss zum 2:0.

Eine bittere Geschichte also für die TuS, deren Akteure sich aber selbst­kri­tisch zeig­ten. "Den muss ich einfach machen", gestand zum Bei­spiel Anel Dzaka ein, nachdem er nach knapp einer Stunde den Torwart noch umkur­ven wollte, statt die Kugel schnör­kel­los in die Maschen zu setzen. Oder wie es Almir Delic schaffte, kurz vor der Pause den Ball aus fünf Metern neben den Kasten zu setzen, das grenzte schon an Akro­bati­k.

Sasics Worte zeigten Wir­kung

An­gesichts dieser Unzuläng­lich­kei­ten ver­puffte somit auch der posi­tive Gesamtein­druck, den die dezi­mierte Elf über 90 Minuten hin­ter­las­sen hatte. "Das Enga­gement stimmte, ich habe eine sehr gute Leis­tung gese­hen", lobte Sasic, der aber auch anfüg­te: "Eine mäßige Leis­tung und ein Unent­schie­den wären mir lieber gewe­sen." Offen­sicht­lich hatten aber seine klaren Worte, mit denen im Vorfeld seine Kicker bei der Ehre gepackt hatte, Wirkung gezeig­t.

Po­sitiv dabei: Bruno Mei­rel­les, der zwar zum Ende hin abbaute, aber zusam­men mit Martin Will­mann aus dem defen­siven Mit­tel­feld heraus um Ordnung bemüht war. Oder auch Slo­bodan Kre­sovic, der im Duell mit dem Top-Tor­jäger der Elvers­ber­ger zeigte, dass er auf dem Weg zu alter Form ist. "Na ja, der Nagorny hat viel gestan­den, da war es nicht so schwer", gab sich der 29-Jäh­rige beschei­den.

"Wir werden auch wieder punk­ten"

Über 90 Minuten gesehen konnte dis TuS somit eine deut­liche Feldü­ber­legen­heit für sich in Anspruch nehmen, pha­sen­weise konnte sich der SVE kaum befreien. "Es ist normal, das man über­legen ist, wenn man einem Rück­stand nach­läuft", kon­sta­tierte auch deren Trainer Brent Goulet, dass ein Unent­schie­den durch­aus im Bereich des Mög­lichen lag. 75 Prozent Ball­besitz und Spie­lan­teile hatte TuS-Rou­tinier Oliver Straube aus­gemacht, Torwart Michael Gurski sogar 85. Für Gurski hätte der Abend im Übrigen kaum blöder laufen können, bei drei Schüs­sen aufs Tor musste er zwei Mal den Ball aus dem Netz holen. Ein unhalt­barer Frei­stoß, dazu ein abge­fälsch­ter Schuss - ansons­ten war für Gurski frieren ange­sag­t.

Aber was hilft's, am Freitag wartet mit der TSG Hof­fen­heim das nächste Spit­zen­team auf die TuS, da darf man sich nicht an Ver­gan­genem auf­hän­gen. "Wenn wir so kon­zen­triert wei­ter­arbei­ten, müssen wir uns keine Sorgen machen", redete Oliver Straube sich und seine Kol­legen stark. Und auch der Trainer konnte erfreut fest­stel­len, dass seine Kicker trotz aller Wid­rig­kei­ten in der Vor­berei­tung kon­ditio­nell und auch am Ball bereits auf der Höhe sind. "Mit diesem Enga­gement werden auch wieder punkten und unsere Zuschauer zufrie­den stel­len", bemühte sich Milan Sasic, die posi­tiven Aspekte in den Vor­der­grund zu rücken. Bei den kaum vor­han­denen Alter­nati­ven bleibt ihm ohnehin nichts anderes übrig, als seine aktu­elle Elf zu strei­cheln.

Sven Sabock


http://rhein-zeitung.de/on/05/02/21/sport/r/tus-1.html
Montag, 21. Februar 2005, 11:24 © RZ-Online GmbH (sab)
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