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| Fußball Formel 1 Sporttabellen Foto des Tages |
Archiviert am
Montag, 21. Februar 05 |
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TuS Koblenz arbeitet 0:2 in Elversberg auf Positives Denken nach der Pleite Elversberg - Wer den Ball nicht im Tor unterbringt, muss sich nicht wundern, wenn er am Ende mit leeren Händen dasteht. Mit dieser Erkenntnis musste Fußball-Regionalligist TuS Koblenz nach dem 0:2 bei der SpVgg Elversberg die Heimreise antreten, konnte sich aber zumindest damit trösten, eine passable Leistung abgeliefert zu haben.
Es ist eben alles eine Frage der Perspektive. Auch für Milan Sasic. "Soll ich nun loben oder soll ich kritisieren?", grübelte der Trainer von Fußball-Regionalligist TuS Koblenz, nachdem das 0:2 bei der SV Elversberg Realität geworden war. Trotz schwieriger Umstände ganz ordentlich Fußball gespielt, aber das Runde nicht ins Eckige befördert, für Sasic und seine Kicker endete die Dienstfahrt ins Saarland mit gemischten Gefühlen. Dzaka zeigt sich selbstkritisch Gegen die Gesetzmäßigkeiten des Fußballs war eben einfach kein Kraut gewachsen. Drei, vier nahezu hundertprozentige Chancen hatten Almir Delic, Anel Dzaka und Oliver Straube auf dem Fuß, keine davon fand den Weg über die Linie - angesichts dieser Ausbeute war es fast logisch, dass die Hausherren am Ende die Nase vorn hatten. Denn in punkto Effizienz konnte man sich vom Gastgeber nun wirklich eine Scheibe abschneiden. Sieht man von einem vergebenen Kopfball von Vitus Nagorny ab, reichten zwei Torszenen für einen Freistoßtreffer und einen erfolgreichen Konter kurz vor Schluss zum 2:0. Eine bittere Geschichte also für die TuS, deren Akteure sich aber selbstkritisch zeigten. "Den muss ich einfach machen", gestand zum Beispiel Anel Dzaka ein, nachdem er nach knapp einer Stunde den Torwart noch umkurven wollte, statt die Kugel schnörkellos in die Maschen zu setzen. Oder wie es Almir Delic schaffte, kurz vor der Pause den Ball aus fünf Metern neben den Kasten zu setzen, das grenzte schon an Akrobatik. Sasics Worte zeigten Wirkung Angesichts dieser Unzulänglichkeiten verpuffte somit auch der positive Gesamteindruck, den die dezimierte Elf über 90 Minuten hinterlassen hatte. "Das Engagement stimmte, ich habe eine sehr gute Leistung gesehen", lobte Sasic, der aber auch anfügte: "Eine mäßige Leistung und ein Unentschieden wären mir lieber gewesen." Offensichtlich hatten aber seine klaren Worte, mit denen im Vorfeld seine Kicker bei der Ehre gepackt hatte, Wirkung gezeigt. Positiv dabei: Bruno Meirelles, der zwar zum Ende hin abbaute, aber zusammen mit Martin Willmann aus dem defensiven Mittelfeld heraus um Ordnung bemüht war. Oder auch Slobodan Kresovic, der im Duell mit dem Top-Torjäger der Elversberger zeigte, dass er auf dem Weg zu alter Form ist. "Na ja, der Nagorny hat viel gestanden, da war es nicht so schwer", gab sich der 29-Jährige bescheiden. "Wir werden auch wieder punkten" Über 90 Minuten gesehen konnte dis TuS somit eine deutliche Feldüberlegenheit für sich in Anspruch nehmen, phasenweise konnte sich der SVE kaum befreien. "Es ist normal, das man überlegen ist, wenn man einem Rückstand nachläuft", konstatierte auch deren Trainer Brent Goulet, dass ein Unentschieden durchaus im Bereich des Möglichen lag. 75 Prozent Ballbesitz und Spielanteile hatte TuS-Routinier Oliver Straube ausgemacht, Torwart Michael Gurski sogar 85. Für Gurski hätte der Abend im Übrigen kaum blöder laufen können, bei drei Schüssen aufs Tor musste er zwei Mal den Ball aus dem Netz holen. Ein unhaltbarer Freistoß, dazu ein abgefälschter Schuss - ansonsten war für Gurski frieren angesagt. Aber was hilft's, am Freitag wartet mit der TSG Hoffenheim das nächste Spitzenteam auf die TuS, da darf man sich nicht an Vergangenem aufhängen. "Wenn wir so konzentriert weiterarbeiten, müssen wir uns keine Sorgen machen", redete Oliver Straube sich und seine Kollegen stark. Und auch der Trainer konnte erfreut feststellen, dass seine Kicker trotz aller Widrigkeiten in der Vorbereitung konditionell und auch am Ball bereits auf der Höhe sind. "Mit diesem Engagement werden auch wieder punkten und unsere Zuschauer zufrieden stellen", bemühte sich Milan Sasic, die positiven Aspekte in den Vordergrund zu rücken. Bei den kaum vorhandenen Alternativen bleibt ihm ohnehin nichts anderes übrig, als seine aktuelle Elf zu streicheln. Sven Sabock
http://rhein-zeitung.de/on/05/02/21/sport/r/tus-1.html |
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