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Donnerstag, 9. Feb. 12
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Bohnenkaffee war 2004 billiger Wiesbaden - Bohnenkaffee ist im vergangenen Jahr in Deutschland trotz höherer Einfuhrpreise billiger geworden. Die Verbraucherpreise sanken im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.
Damit setzte sich der Preisrückgang für die Verbraucher im sechsten Jahr in Folge fort. Die Einfuhrpreise stiegen dagegen erstmals seit 1998 wieder. Sie erhöhten sich um 9,1 Prozent. 2003 hatte es noch einen Rückgang von 11,8 Prozent gegeben. Den Anstieg der Importpreise geben die Händler in diesem Jahr jedoch an die Verbraucher weiter. Die großen Hersteller wie Dallmayr, Melitta und Tchibo haben bereits Preiserhöhungen um bis zu 70 Cent für ein Pfund Kaffee angekündigt. Das wird sich nach Einschätzung des Deutschen Kaffee-Verbandes bis Ostern im Markt bemerkbar machen. „Ich rechne nicht damit, dass das die letzte Preiserhöhung ist”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Winfried Tigges. Im Jahr 2004 mussten die Deutschen für ein Pfund Kaffee durchschnittlich 2,84 Euro bezahlen. Grund für den Anstieg der Einfuhrpreise ist laut Tigges das teure Rohöl, das die Kosten für Energie und die Herstellung von Verpackungen in die Höhe getrieben hat. Zudem sei der Rohstoff Kaffee wegen einer schlechten Ernte in Brasilien seit Herbst 2004 deutlich teurer geworden. Auch in diesem Jahr wird das Angebot laut Tigges knapp. So würden in Brasilien und Vietnam, den weltgrößten Kaffeeproduzenten, um 20 Prozent geringere Erträge als im Vorjahr erwartet. Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. Nach Angaben des Kaffee-Verbandes trank im Jahr 2003 jeder im Durchschnitt rund 154 Liter, das sind drei bis vier Tassen am Tag. Bei Wasser waren es etwa 135 Liter, bei Bier rund 118. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/05/02/21/wirtschaft/t/rzo129534.html |
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