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Dienstag, 25. Feb. 20

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Nordic Walking boomt

Reit im Winkl/Rosenheim - Nordic Walking ist in. An der Hamburger Alster sieht man immer mehr der sportlichen Geher mit den langen Stöcken, ebenso in den Orten entlang des Rheins, in den Stadtparks ebenso wie im Wald und auf Wiesen.

Nordic Walking

Dynamischer Sport für den ganzen Körper. (Bild: Allgäu Marketing GmbH/dpa/gms)

Vorreiter in Sachen Nordic Walking sind die südlichen Bundesländer. „Da beschäftigt man sich schon länger mit dem Thema”, sagt Andreas Körber, Vorstand des deutschen Nordic-Walking-Verbandes in Rosenheim.

Eine ganz besondere Attraktion bietet ein kleiner Ort im äußersten Süden Deutschlands den Anhängern der gesunden Trendsportart: Reit im Winkl kann mit der höchst gelegenen Nordic-Walking-Strecke Deutschlands aufwarten, der „Nordic High Walking Arena”.

Hoch oben auf der Winklmoosalm, im Winter beliebtes Ziel alpiner Skifahrer, gibt es einen fünf Kilometer langen, beschilderten Parcours. Durch den Wald geht es immer wieder vorbei an glücklichen Kühen, die sich von den Wanderern und Walkern nicht stören lassen. Wer sich mit der Technik des Gehens am Stock angefreundet hat, kann in mehr als 1000 Metern Seehöhe den Blick schweifen lassen - der Weg führt entlang zwischen Dürrnbachhorn und Kammerköhrplatte, vorbei am Tanzanger und der Mösererstube. Selbst im Sommer sind hier noch die Schnee bedeckten Spitzen der umliegenden Berge zu bewundern.

Das alpine Gehen hat seinen Ursprung bei den Wintersportlern Skandinaviens. Weil die Langläufer und Biathleten im Sommer nicht auf Skiern trainieren können, simulieren sie mit den Stöcken den Bewegungsablauf, der im Winter für sie so wichtig ist. Daher hat auch jeder, der sich schon auf Langlaufskiern versucht hat, keine größeren Probleme mit dem Gehen am Stock.

Die Grundausstattung, die es für diese Trend- und Gesundsportart braucht, ist übersichtlich: Neben gut gedämpften Lauf- oder leichten Wanderschuhen sind die Stöcke (Poles) von größter Bedeutung. Als Faustformel gilt für deren Länge: Körpergröße mal 0,7 - und dann der nächste 5-Zentimeter-Schritt: 1,25 Meter also bei 1,80 Meter Höhe. Auch an Einweisung sollte es nicht fehlen. Denn einige Besonderheiten sind schon zu beachten bei der Sportart, die 90 Prozent aller Muskeln in Anspruch nimmt. Aber nicht nur die Muskeln werden trainiert, sondern auch Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination.

„Alle Regionen Deutschlands , Österreichs und der Schweiz, in denen das Nordic Walking auf dem Aktivitätenkalender steht, bieten diese Einweisung an”, erklärt Körber. Zudem bestehe die Möglichkeit, mehrere Stöcke zu probieren. In der Aufwärmphase sind die Poles zum Festhalten da. Die erste Schwierigkeit kommt, wenn sie richtig am Handgelenk positioniert werden sollen. Dazu haben sie eine breite Schlaufe, die Halt gibt. Doch das Einsteigen bedarf fachkundiger Hilfe - denn mit einem Abfahrts-Skistock hat das Gerät aus Aluminium oder Carbon nicht so viel gemeinsam, wie es auf den ersten Blick scheint.

„Die Technik kommt mit der Übung, man muss sich an den Bewegungsablauf gewöhnen”, erklärt Flori, Trainer in Reit im Winkl. Das Mitschwingen des Stocks geht recht einfach. Die Schwierigkeit besteht darin, die Hände bei jedem Schwung nach hinten locker zu lassen und nicht um den Griff aus Kork zu krampfen - sonst machen sich schon nach kurzer Zeit die Handgelenke bemerkbar.

Auf asphaltierten, glatten Wegen werden die Spitzen der Stöcke zur Lärmvermeidung von Gumminoppen bedeckt. Sobald es in den Wald geht oder auf Schotterwege, können die Noppen abgezogen werden. Zum Vorschein kommen dann robuste Spitzen, die auch in Torf und Kiesel für guten Halt sorgen. Im hügeligen Gelände ist das moderne Gehen am Stock am effektivsten - das haben Studien gezeigt. Mit solch unebenem Gelände können die südlichen Bundesländer aufwarten.

Den ersten Nordic Fitness Park Bayerns hat das Örtchen Nesselwang im Allgäu eingerichtet. Genutzt werden bestehende Jogging-, Walking-, Trimm-dich-, Wander- oder Mountainbike-Strecken. „Eine einheitliche Beschilderung weist die verschiedenen Wege, das Höhenprofil und die Gehzeiten aus.” Die Beschilderung orientiert sich an der für Skipisten: „Blau ist ein einfacher Kurs, für den man rund eineinhalb Stunden braucht”, erläutert Körber. Rote Wege, mittelschwer, schlagen mit etwa zweieinhalb Stunden zu Buche, die schwarzen Wege nehmen dreieinhalb Stunden in Anspruch.

Aber nicht nur die Wege gehören zu einem Park: „Mindestes drei zertifizierte Nordic Fitness Hotels sowie drei ausgebildete Instruktoren stehen pro Park zur Verfügung”, sagt Körber.

Nesselwang wartet mit fünf Strecken auf, drei davon leicht, zwei schwer. Besonders reizvoll, da sind sich die Geher einig, ist die Panorama-Route über die Kappeler Alm mit dem Blick auf die Allgäuer und Ammergauer Berge. Auf diese schwierige, 7,4 Kilometer lange Route mit rund 550 Metern Höhendifferenz sollten sich allerdings nur geübte Geher machen. Ebenfalls idyllisch gelegen, aber für Anfänger geeignet ist die Alpspitzbahn-Route um den Attlesee - bei dieser 5,1 Kilometer langen Strecke beträgt die Höhendifferenz nur 38 Meter, steile Anstiege sind nicht zu fürchten.

Rund 80 Kilometer östlich, in Bad Tölz, ergeben sechs Strecken den Nordic Fitness Park. Zum Einlaufen ist eine 2,3 Kilometer lange, blaue Route auf dem Wackersberger Plateau ausgeschildert, die anspruchsvollste schwarze Strecke ist 8,6 Kilometer lang und führt auf den Blomberg. Die Streckenverläufe der drei roten, zwei blauen und der schwarzen Tour sind auf Tafeln entlang des Weges abgebildet. Entfernungs- und Richtungsschilder weisen - wie in allen 30 Parks in Deutschland - den Weg.

www.nordicwalkingverband.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/02/23/service/reise/deutschland/t/rzo110411.html
Dienstag, 07. Dezember 2004, 11:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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