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Samstag, 26. Sep. 20

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Mag­deburg - Wenn Städte Jubiläum feiern, ent­lockt das dem aus­wär­tigen Pub­likum oft nur ein Gähnen. Doch wenn Mag­deburg in diesem Jahr seine 1200-Jahr-Feier begeht…

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Kali­nin­grad - Han­sestadt, Resi­denz der Ordens­rit­ter, später Haupt­stadt von Deutsch­lands öst­lichs­ter Provinz Ost­preußen: Fast 700 Jahre lang war das 1255 gegrün­dete Königs­berg deutsch geprägt.

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Naumburg begeistert viele Kunstkenner

Naumburg - Kunstkenner horchen auf, wenn der Name Naumburg fällt. Im Dom St.

Naumburg

Einst Schnittpunkt mehrerer Fernhandelswege: Naumburg. (Bild: Grimm/dpa/gms)

Peter und Paul stehen die Stifterfiguren: Ein namentlich nicht bekannter Bildhauer schuf in der Mitte des 13. Jahrhunderts diese lebensgroßen Plastiken aus Kalkstein.

Die ausdrucksstarken Arbeiten des Künstlers, der als „Naumburger Meister” in die Geschichte einging, blieben im Dom in der Stadt ganz im Süden von Sachsen-Anhalt fast alle erhalten. Wer die Stadt besucht, sollte sich Zeit nehmen, um die Feinheiten mittelalterlicher Kunst aus der Zeit des Übergangs vom Spätromanischen ins Frühgotische zu studieren.

Der Dom lag einst außerhalb der mit einer Wehrmauer umschlossenen Bürgerstadt, in der bis heute ein mittelalterliches Flair erhalten blieb. Von der Mauer blieb zwar nur das Marientor erhalten, doch habe die Stadt „das Glück, Modell für eine gelungene Altstadtsanierung zu sein”, sagt Thomas Brückner von der Stadtverwaltung. Beispiel dafür ist der Marktplatz: Hier steht neben Bürgerhäusern im Stil des Barock und der Renaissance auch das Rathaus aus dem frühen 16. Jahrhundert.

In der Stadtkirche St. Wenzel sind Gemälde aus der Werkstatt von Lucas Cranach zu finden. Vom 74 Meter hohen Turm bietet sich eine herrliche Aussicht. Die jährlich etwa 146 000 Besucher Naumburgs können die Altstadt gut zu Fuß durchwandern: Die Entfernung vom Marktplatz bis zum Ring, der an der Stelle der 1833 abgebrochenen Befestigungsanlagen verläuft, beträgt nur wenige hundert Meter.

In Fußwegweite befindet sich auch das Nietzsche-Haus. Der Philosoph Friedrich Nietzsche verbrachte den Großteil seiner Kindheit und Jugend in Naumburg. Seine Mutter hatte hier ein Haus gekauft, in dem Nietzsche auch später - geistig umnachtet - mehrere Jahre lebte und von seiner Mutter gepflegt wurde. Heute erinnert eine Ausstellung an das Leben und Werk des Denkers.

Naumburgs überlieferte Geschichte begann im Jahr 1012, als die Markgrafen von Meißen eine Burg errichteten. Bald kreuzten an der Siedlung die Fernhandelswege von Nürnberg nach Halle und die west-östlich laufende Via Regia (Königsweg). Der Ort stieg zu einem bedeutenden Handelszentrum auf. Von den Zerstörungen während des Dreißigjährigen Krieges erholte sich die Stadt aber nicht.

In den letzten Junitagen jeden Jahres feiern die Naumburger groß das Kirschfest. Wegen der Beteiligung des Naumburger Bischofs Gerhard an der Verbrennung des Reformators Johann Hus belagerten die Hussiten unter ihrem Feldherrn Andreas Prokop 1432 auch diese Stadt. Um Gnade zu erflehen, schickten die Bürger alle Kinder, bekleidet mit weißen Sterbehemden, ins feindliche Lager. Der Krieger ließ sich erweichen, beschenkte die Kinder mit Kirschen und zog mit seinem Heer ab. „Bis zu 30 000 Besucher zählen wir bei dem Fest”, erzählt Brückner.

Naumburg eignet sich auch als Standort für Ausflüge in die Umgebung - etwa nach Laucha mit einer musealen Glockengießerwerkstatt und gut erhaltenen Stadtmauer. Oder nach Bad Kösen, wo das vermutlich ältestes Wohnhaus Mitteldeutschlands aus dem 12. Jahrhundert steht. Und natürlich ins nur acht Kilometer nördlich gelegene Freyburg an der Unstrut, dem Zentrum des Weinbaus an diesem Fluss.

Informationen: Tourist- und Tagungsservice Naumburg, Markt 6, 06618 Naumburg (Tel.: 03445/20 16 14, Fax: 03445/26 60 47).

www.naumburg-tourismus.de

www.naumburg-online.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/02/23/service/reise/deutschland/t/rzo110414.html
Dienstag, 07. Dezember 2004, 10:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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