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Donnerstag, 20. Feb. 20

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Königsberg feiert doppeltes Jubiläum

Kaliningrad - Hansestadt, Residenz der Ordensritter, später Hauptstadt von Deutschlands östlichster Provinz Ostpreußen: Fast 700 Jahre lang war das 1255 gegründete Königsberg deutsch geprägt.

Königsberg

Den Krieg überstanden. Quelle: Rainer Neumann/Schnieder Reisen/dpa/gms

Spuren dieser Zeit sind heute jedoch kaum noch auszumachen - zu groß waren die Zerstörungen der Kriegs- und Nachkriegsjahre. Und so werden 2005 neben dem 750. Gründungsjahr vor allem das 60. Jahr als sowjetische und jetzt russische Stadt gefeiert.

Trotz der russischen Bereitschaft , sich der deutschen Vergangenheit zu stellen, ist es nicht leicht, ihre Überbleibsel in Kaliningrad zu entdecken. Das Ende das Zweiten Weltkriegs 1945 bedeutete auch das Ende Königsbergs. Die knapp 400 000 deutschen Bewohner wurden, sofern sie nicht geflüchtet oder umgekommen waren, bis 1948 vertrieben und durch Neusiedler aus allen Teilen der Sowjetunion ersetzt.

Wo früher im Zentrum mittelalterliche Häuser, das Stadtschloss und Kirchen dicht an dicht standen, macht sich heute eine öde Weite breit, in der neben Plattenbauten vor allem Sowjet-Monumente in den Himmel ragen. Und doch zieht diese Mischung aus preußischer Vergangenheit und russischer Gegenwart zahlreiche Besucher in ihren Bann: Alte Königsberger, die mit dem Vorkriegsstadtplan nach Spuren ihrer Kindheit suchen, und Studienreisende, die Neugierde in das ehemalige Sperrgebiet zieht.

Das Herz der Stadt war und ist die Pregelinsel Kneiphof. Bis zu den Bombenangriffen 1944 standen hier mittelalterliche Prachtbauten, heute finden sich hier nur zwei Bauwerke: die achtspurige Hochbrücke des Lenin-Prospekts und der alte Dom. Dass er noch steht, hat er Immanuel Kant zu verdanken. Dessen Grab lehnt sich an die Nordwand des Gotteshauses an - und bewahrte die Ruine vor der Einebnung, denn der Philosoph galt den Sowjets als Urahn des Sozialismus.

Inzwischen wurde das Äußere des in Backsteingotik errichteten Doms restauriert. Die Renovierung des Kircheninneren ist noch im Gange, zwei Kapellen - eine evangelische und eine russisch-orthodoxe - sowie ein kleines Museum im Turm sind aber bereits zu besichtigen.

Eine andere Ruine hatte weniger Glück: die des Königsberger Schlosses. Nur seine Außenmauern hatten den Krieg überstanden, Ende der sechziger Jahre wurde die Ruine gesprengt. Kurz darauf zog man am gleichen Ort das „Haus der Räte” hoch, einen Plattenbauklotz, der aber auf Grund statischer Fehler nie bezogen wurde. Und so wird die Skyline Kaliningrads wieder von einer Ruine beherrscht.

Wer sucht, findet noch andere Spuren aus deutscher Zeit in Kaliningrad. Die alte Börse gibt es noch, ebenso die Luisenkirche, heute ein Puppentheater. Das Schauspielhaus überstand den Krieg, bekam mit einer Säulenfront à la Bolschoi-Theater aber ein russisches Gesicht verpasst. Gegenüber steht Friedrich Schiller - als eines der wenigen Denkmäler wurde er während der Kampfhandlungen nicht geköpft, weil ein Rotarmist damals auf Russisch auf den Sockel schrieb: „Nicht erschießen, das ist ein Künstler.”

Von Immanuel Kant, dem größten Sohn der Stadt, gibt es ebenfalls ein Denkmal. Eine Nachbildung des verschollenen Originals wurde 1992 auf den noch vorhandenen Sockel zwischen zwei recht verschiedene Orte gestellt: Zur Rechten Kants steht die Universität, zu seiner Linken ein Erdbunker, heute ein Museum. Hier wurde am 9. April 1945 die Kapitulation der deutschen Truppen unterzeichnet - und damit wurde Deutschlands östlichste Großstadt zum westlichsten Vorposten Russlands.

Informationen: Nur erhältlich bei Veranstaltern, zum Beispiel bei StattReisen Berlin, Malplaquetstraße 5, 13347 Berlin (Tel.: 030/45 80 39 47, Fax: 030/45 80 00 03) oder bei Schnieder Reisen, Schillerstraße 43, 22767 Hamburg (Tel.: 040/380 20 60, Fax: 040/38 89 65).

StattReisen Berlin: www.stattreisenberlin.de Schnieder Reisen: www.schniederreisen.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/02/23/service/reise/deutschland/t/rzo113079.html
Freitag, 17. Dezember 2004, 11:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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