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Montag, 18. Nov. 19

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Im Vietnam werden Warnungen vor Tourismussünden laut

Hanoi - Nicht selten geht Vietnams gegenwärtiger Tourismusboom mit einem Donnerschlag einher.

Halong-Bucht

Vietnam wie aus dem Bilderbuch. Quelle: Indochina Services/dpa/gms

Dann nämlich werden wie etwa auf der Insel Cat Ba in der spektakulär schönen Halong-Bucht im Norden des Landes wieder einmal Hügel oder Felsbarrieren einfach weggesprengt.

Neue Straßen und Hotels sollen dort gebaut werden. Entlang der gesamten Küste des Landes wachsen Dutzende weitere Ferienanlagen aus dem Boden. Während Investoren angesichts steil ansteigender Urlauberzahlen die Kasse klingeln hören, erheben Umweltschützer und westliche Landeskenner, die um die schweren Tourismussünden etwa rund um das Mittelmeer wissen, immer lauter warnend die Stimme.

„Wenn die Vietnamesen klug sind, dann wiederholen sie nicht die Fehler der Türkei, alles zuzubetonieren”, gab bereits vor einiger Zeit der Vietnam-Landeschef der Touristikagentur „Indochina Services”, Thomas Weigelt, zu bedenken. „Es ist aber zu befürchten, dass es in diese Richtung geht.” Ein anderer Deutscher, der seit Jahren in Hanoi lebt, lässt unterdessen alle Hoffnung fahren: „Die Lage kippt schon. Wenn alles zugebaut ist, was immer schneller geschieht, wird das Potenzial sehr bald aufgebraucht sein.” So sei es kaum vorstellbar, dass der Boom die nächsten fünf Jahre überlebe.

Inzwischen reckt sich auch auf Cat Ba ein 17-stöckiger Hotelklotz in den Himmel. Doch landen Abwässer oder Müll geradewegs im Meer, berichte Aaron Becker von der Australischen Stiftung für die Völker in Asien und der Pazifikregion (AFAP). „Die ursprünglich vorhanden Ressourcen sind gefährdet. Man schlachtet die Gans, die Goldene Eier legt.” Als weiteres Negativbeispiel gilt die Stadt Phan Thiet an der Südostküste: Vor ein paar Jahren noch ein Fischerdorf, stehen dort inzwischen acht internationale Hotels.

Die Tourismusoffiziellen des kommunistischen Landes reiben sich die Hände: 2,9 Millionen Besucherankünfte wurden für 2004 geschätzt - ein Plus von zwölf Prozent zum Vorjahr, trotz Ausbruchs der Geflügelpest. Die staatliche Fluggesellschaft Vietnam Airlines meldet einen Anstieg der Passagierzahlen um 20 Prozent. Und in der Hauptstadt Hanoi sprechen viele Hoteliers von den höchsten Belegungsquoten, die sie je erlebten. „2004 war das bislang erfolgreichste Jahr für die Branche”, sagt der Verkaufs-und Marktingchef des Fünf-Sterne-Hotels Merlia, Nguyen Duc Quynh.

Dass sich immer mehr Urlauber für das mit rund 80 Millionen Einwohnern größte Land Indochinas entscheiden, liegt nach Meinung von Kennern auch an seiner Stabilität - und es ist relativ billig und sicher. Die allermeisten Touristen kommen derweil aus dem benachbarten China oder anderen Teilen Asiens. „Und die haben eine andere Vorstellung davon, wie man die Dinge genießt”, weiß Aaron Becker. „Da geht es nicht um Naturtourismus, sondern um Beton.” Je größer die Bequemlichkeit, umso verlockender das Urlaubsziel. Und die Rechnung scheint zumindest vorerst weiter aufzugehen. „Vietnam erwartet, 2005 seine Zuwachsrate bei den Besucherankünften beizubehalten”, heißt es vom Tourismusministerium in Hanoi. Mit 3,2 Millionen rechne man - ein Plus von satten zehn Prozent.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/02/23/service/reise/t/rzo128658.html
Donnerstag, 17. Februar 2005, 15:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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