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Mittwoch, 23. Februar 05

KampfansageMünchen - Zwei hung­rige Fahrer, erfolg­rei­che Tests, ver­bes­serte Motoren - nach einer ver­korks­ten Saison bläst BMW-Wil­liams in der Formel 1 zum Angriff.

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BMW will wieder „zu den Siegern zählen”

München - Zwei hungrige Fahrer, erfolgreiche Tests, verbesserte Motoren - nach einer verkorksten Saison bläst BMW-Williams in der Formel 1 zum Angriff.

Kampfansage

Mario Theissen beobachtet 2004 in Silverstone den Monitor in der Box.

„Wir wollen wieder zu den Siegern zählen”, betonte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen in München.

Schließlich verzeichnete der britisch-deutsche Rennstall im vergangenen Rennjahr das schwächste Abschneiden in der bisherigen Zusammenarbeit. Nur Rang vier in der Konstrukteurswertung und ein Grand-Prix-Sieg zum Saisonfinale.

Dass soll sich ändern. Nach den bisherigen Probefahrten ist Theissen zuversichtlich. Insbesondere durch die Reglementsänderungen, die dem Formel-1-Team um Chef Frank Williams entgegenkommen würden. „Es gibt zwei Knackpunkte”, sagte Theissen: „Der Schlüssel zum Erfolg ist die Zuverlässigkeit des Motors, und dazu kommen die Reifen.” Das Triebwerk muss in dieser Saison das erste Mal zwei Rennwochenenden halten, die Reifen dürfen nach dem Qualifying nicht mehr gewechselt werden.

Im Probefahrten-Vergleich mit anderen Rennställen sieht der neue BMW-Williams-Pilot Nick Heidfeld klar den blau-weißen Rennstall hinsichtlich des Triebwerks im Vorteil. „Bei den Testzeiten sind bisher Renault und McLaren-Mercedes stark einzuschätzen, aber ihr Problem ist die Standfestigkeit der Motoren. Das ist unser Pluspunkt”, betonte Heidfeld und ist sich sicher: „Da sind wir ganz weit vorne.”

Hinzu kommt, dass dem 27-Jährigen die Reifenregelung persönlich zusagt. „Quick Nick” ist für seine Reifen schonende Fahrweise bekannt. „Das ist sicher eine meiner Stärken”, meinte der gebürtige Mönchengladbacher. Viele andere Piloten würden aggressiver fahren als er, nicht so rund und deswegen einen „höheren Reifenverschleiß haben”.

Einen Prognose für den Saison-Auftakt in zwölf Tagen im australischen Melbourne wollten aber weder Heidfeld noch Theissen abgeben. Besonders ein Team gibt beiden noch Rätsel auf: Serien- Weltmeister Ferrari mit Star-Pilot Michael Schumacher. „Ferrari hat in der vergangenen Saison bis zum letzten Test vor dem Rennen nicht gezeigt, was sie drauf haben, das wird sehr spannend”, sagte Theissen. Neben dem italienischen Rennstall, der für ihn auch ohne nennenswerte Testergebnisse natürlich zu den Sieganwärtern zählt, hat Theissen McLaren-Mercedes, BAR-Honda, Renault und sein Team auf der Rechnung.

Sorgen, seine neuen Fahrer Heidfeld und der Australier Mark Webber könnten dem Druck bei BMW-Williams nicht gewachsen sein, hat Theissen nicht. Er ist mehr als zufrieden mit den Piloten. „Man spürt heute schon nicht mehr, dass beide erst kurz dabei sind. Sie sind voll integriert”, betonte Theissen. Er ist davon überzeugt, „dass beide am Ende der Saison als positive Überraschung gehandelt werden”.

Kritisiert hat der BMW-Motorsportdirektor die Idee von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, die Rennserie auszuweiten. Diese Saison werden das erste Mal 19 Grand Prix gefahren, wobei die Strecke im türkischen Istanbul Premiere feiert. „Wir sind mit den Terminen am Ende der Belastbarkeit, nur wenn das Testen eingeschränkt wird, könnten wir noch einen Renntag hinzu nehmen”, sagte Theissen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/02/23/sport/formel1/t/rzo129866.html
Dienstag, 22. Februar 2005, 15:07 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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