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Freitag, 25. Februar 05

Michael Jackson Santa Maria - Nach der Wahl von zwölf Geschwo­renen und acht Ersatz­juro­ren sollen im Prozess gegen den Popsän­ger Michael Jackson bereits am Montag die Eröff­nungs­plä­doy­ers begin­nen.

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Jackson-Prozess: Eröffnungsplädoyers am Montag

Santa Maria - Nach der Wahl von zwölf Geschworenen und acht Ersatzjuroren sollen im Prozess gegen den Popsänger Michael Jackson bereits am Montag die Eröffnungsplädoyers beginnen.

Michael Jackson

Ein siegesgewisser Michael Jackson.

Jackson wird beschuldigt, im Jahr 2003 einen damals 13-jährigen Jungen unter Alkohol gesetzt und mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Außerdem soll er geplant haben, den Jungen und seine Familie nach Südamerika auszufliegen, um sie an Zeugenaussagen zu hindern. Der Prozess wird voraussichtlich wenigstens fünf Monate dauern. Dabei werden auch etliche Hollywoodstars, darunter auch Jacksons Freundin Elizabeth Taylor, zu Zeugenaussagen in dem Gericht von Santa Maria (Kalifornien) erwartet.

Richter Rodney S. Melville warnte die Geschworenen am Donnerstag (Ortszeit) vor den Versuchungen, die ein Prominenten-Prozess mit sich bringt. „Wenn jemand meine Anweisungen missachtet, habe ich acht willige Ersatzjuroren an der Hand”. Melville kündigte an, am Montag um 08.30 Uhr Ortszeit (1730 MEZ) das erste Plädoyer freizugeben.

Damit liegt das Schicksal des früheren „King of Pop” jetzt in den Händen von acht Frauen und vier Männern. Sie waren nach nur fünf Gerichtstagen am Mittwoch bestimmt worden. Während keiner der Hauptgeschworenen wie der Angeklagte afroamerikanisch ist, befindet sich unter den Ersatzjuroren ein 19-jähriger Schwarzer. Er ist aber auf der Liste der potenziellen Nachrücker nur die Nummer sechs, so dass es als wenig wahrscheinlich gilt, dass er zum Einsatz kommt.

Die Staatsanwaltschaft hatte zwei schwarze Kandidatinnen abgelehnt, was Beobachter des Prozesses als Nachteil für den Sänger ansehen. Umfragen hatten ergeben, dass die Missbrauchsvorwürfe gegen Jackson unter Schwarzen als unglaubwürdiger gelten als unter den Angehörigen anderer ethnischer Gruppen. Nummer eins unter den Ersatzgeschworen - vier Frauen und vier Männer - ist Medienberichten zufolge eine 81-jährige Witwe. Sie erzählte dem Gericht, dass sie noch nie in ihrem Leben mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt worden sei und eine Plakette für unfallfreies Fahren von ihrer Versicherung bekommen habe.

Einige Geschworene und zwei der Ersatzjuroren hatten nach einem Bericht der „Los Angeles Times” in der Vergangenheit die Neverland Ranch von Michael Jackson besucht. Einer von ihnen sagte, dass seine Schwiegermutter einmal als Haushälterin für Jackson gearbeitet hatte, dann aber rausgeworfen wurde. Der Fahrer eines Transportunternehmens hatte eigenen Angaben zufolge wenigstens fünf Sendungen auf der Neverland Ranch abgeliefert. Er unterschrieb, keinen seiner Eindrücke beim Prozessverlauf weiterzugeben, bevor er als Ersatzjuror angenommen wurde.

Ein 64-jähriger Kriegsveteran, der ebenfalls als Ersatzmann auf das Ausscheiden eines Geschworenen wartet, äußerte sich bewundernd zu Jacksons Tanz: „Seine Musik interessiert mich nicht so, aber seine Bewegungen finde ich toll”. Jüngster Ersatzjuror ist ein 19-Jähriger, der einmal Zahnarzt werden will, vorerst aber Blumen ausliefert. Eine 26-jährige Bankangestellte überzeugte mit dem Argument, dass sie vor allem lateinamerikanische Nachrichten hört, die wenig über Jacksons Fall gebracht hätten. Eine 44-jährige Innenarchitektin versprach, sich nicht durch Prominenz im Gerichtssaal irritieren zu lassen. Sie sei durch ihren Beruf gewöhnt, mit Stars umzugehen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/02/25/magazin/t/rzo130690.html
Freitag, 25. Februar 2005, 15:45 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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