Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Internet-Service Kontakt
Ticker Wetter Regionales Foto des Tages Karikatur Kalender Forum Archiv
Archiviert am
Freitag, 25. Februar 05

Koblenz - Drei bewaff­nete Räuber haben am Frei­tag­abend einen Super­markt in einem Koblen­zer Indus­trie­gebiet über­fal­len und mehrere tausend Euro erbeu­tet. Nach Poli­zei­anga­ben wurde niemand ver­letzt.

Offen­bach - Spit­zen­rei­ter Kickers Offen­bach hat in der Fuß­ball-Regio­nal­liga Süd die sechste Sai­son­nie­der­lage kas­siert. Die Hessen ver­loren am Frei­tag­abend mit 1:2 (0:0) gegen Zweit­liga- Abstei­ger SSV Jahn…

Koblenz - Drei bewaff­nete Räuber haben am Frei­tag­abend einen Super­markt in Koblenz über­fal­len. Sie flüch­teten mit meh­reren tausend Euro aus dem Geschäft im Indus­trie­gebiet, wie die Polizei mit­teilte.

Bad Dürk­heim - Nach einem Bankü­ber­fall in Het­ten­lei­del­heim (Kreis Bad Dürk­heim) ist ein Verdäch­tiger gefasst worden. Gegen den aus Nord­deutsch­land stam­men­den Mann wurde am Freitag Haft­befehl erlas­sen…

Otter­berg - Nur kurz hat sich ein Ban­kräu­ber am Freitag in Otter­berg (Kreis Kai­sers­lau­tern) an seiner Beute freuen können. Der Mann wurde etwa 30 Minuten nach der Tat auf der Flucht gefasst…

Mainz - Zwei 15 Jahre alte Schü­lerin­nen sollen einer Leh­rerin in Mainz ein Beru­higungs­mit­tel in den Tee auf dem Leh­rer­pult getan haben.

Ärzte besche­ren rus­sischem Mädchen ein neues Leben

Va­leria von Rie­sen­tumor befrei­t

Mainz - Für Valeria und ihre Mutter ist es wie ein Wunder: Mainzer Kin­derärzte haben dem 17 Monate alten rus­sischen Mädchen einen drei Kilo­gramm schwe­ren Tumor vom Bauch ent­fernt. Geklei­det in ein weißes Hemd­chen und einen süßen Stramp­ler, strahlt die 17 Monate alte Valeria in die Runde. Ihre Mutter Jelena Tsek­hano­vic streicht ihr stolz und zärt­lich über den Kopf, Vale­rias blondes Haar ist zu einem frechen Pfer­deschwanz hoch­gebun­den.

valeria.jpg

Glücklich nach dem erfolgreichen Eingriff der Mainzer Kinderchirurgen: Jelena Tsekhanovic und ihrem Töchterchen Valeria sieht man die Erleichterung an.

Diese all­täg­lich anmu­tende Szene stellt für Mutter und Tochter eine Beson­der­heit dar: Denn bis Diens­tag ver­gan­gener Woche musste das Klein­kind aus einem rus­sischen Dorf etwa500 Kilo­meter nörd­lich von Moskau einen rund drei Kilo­gramm schwe­ren Tumor an der Bauch­decke mit sich tragen. Diesen haben Kin­der­chir­urgen der Mainzer Uni­kli­nik jetzt in einer dreistün­digen Ope­ration hono­rar­frei ent­fernt.

Seit Vale­rias Geburt war das Tragen nor­maler Klei­dung für sie nahezu unmög­lich, der gut­artige Tumor war größer als ihr Kopf. Daher wickelte die 23-jäh­rige Mutter ihre Tochter meis­tens in Win­deln, außer­dem ver­steckte sie die Kleine in der Woh­nung. Die Ärzte in Russ­land hatten Valeria schon bei der Ent­bin­dung auf­gege­ben.

Gut­schein für die erste rich­tige Klei­dung

Doch das Kind zeigte sich zäh und über­leb­te. "Es ist für mich unvor­stell­bar, warum die Ärzte in Archan­gelsk nicht ope­riert haben", wundert sich der Leiter der Mainzer Klinik für Kin­der­chir­urgie, Uni­ver­sitätspro­fes­sor Dr. Felix Schier. "In Deutsch­land werden solche Fehl­bil­dun­gen direkt am Tag nach der Geburt ent­fernt." In Archan­gelsk gibt es aber keine Kin­der­fachärz­te. Das Schier die Kleine über­haupt ope­riert hat, ist der rus­sischen Kin­der­chir­urgin Dr. Maria Yanits­kaya zu ver­dan­ken, die den Kontakt bei einem Wei­ter­bil­dungs­auf­ent­halt in Deutsch­land (Ok­tober 2004) her­gestellt und gemein­sam mit "Dol­met­scher" Walter Wilke die Reise orga­nisiert hat. Finan­ziert haben den Besuch und den Kli­nik­auf­ent­halt ver­schie­dene Spon­soren und Spen­der, dar­unter die Mainzer Elter­nini­tia­tive "Stern­taler", die private Stif­tung Dr. Fah­renschon und die Flug­gesell­schaft Aer­oflot. Die Uni­ver­wal­tung hat kos­ten­los ein Bett zur Ver­fügung gestellt. Ein nam­haf­tes Geschäft hat Valeria einen Gut­schein über 150 Euro geschenkt - für ihre erste rich­tige Klei­dung.

"Spiel­gefähr­ten" anfangs ver­misst

Jelena Tsek­hano­vic hofft, dass ihre Tochter fortan ein ganz nor­males Leben führen und bald laufen kann, was ihr Pro­fes­sor Schier bestätigt. Geringe Pro­bleme könnte künftig höchs­tens der Darm berei­ten, der früher, wenn die Kleine auf­stand, zusam­men mit der Leber und der Bauch­spei­cheldrüse in den Tumor gedrückt wurde, so dass dieser noch größer erschien. Dennoch hat Valeria ihren "Spiel­gefähr­ten", wie sie den Bruch­sack lie­bevoll nannte, anfangs ver­misst. "Direkt nach der OP hat sie des­wegen sogar geweint", erin­nert sich die Mutter. Auch sie selbst hat in den Tagen in Deutsch­land ein Wech­sel­bad der Gefühle durch­lebt, was schließ­lich in purer Freude endete: "Ich danke allen Men­schen, die Valeria und mir gehol­fen haben, ganz herz­lich."

Sonn­tag Nacht geht´s für beide wieder Rich­tung Heimat. Ihre hübsche Tochter wird Jelena Tsek­hano­vic künftig wohl nie mehr ver­ste­cken.

Nadja Hoff­mann - Foto: Harry Braun


http://rhein-zeitung.de/on/05/02/25/rlp/r/valeria.html
Freitag, 25. Februar 2005, 07:43 © RZ-Online GmbH (aj)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Event-Kalender
Neu im Kino Neu im Kino Kino-Programm
Newsletter
Druckversion

 
Lexikon
Sie kennen ein Wort nicht?
Doppelklick macht schlau!