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Wie werde ich...? Kinderpfleger

München/Hamburg - Kinderpfleger arbeiten in Krippen, Kindertagesstätten und Horten.

Kinderpfleger

Arbeit in der Krippe. Archiv: 13.11.2003

„Sie werden als Zweitkraft eingesetzt und unterstützen den Erzieher, der eine Gruppe leitet”, erklärt Franz Huber, der stellvertretende Leiter der Städtischen Berufsfachschule für Kinderpflege in München.

Die Ausbildung ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt, nicht in allen ist sie möglich. In Bayern etwa steht der zweijährige Bildungsgang Hauptschülern offen. Schwerpunkt des theoretischen Unterrichts sind Pädagogik und Psychologie. Neben Methodik und Didaktik, musisch-kreativer Gestaltung und Hauswirtschaft werden auch allgemein bildende Fächer unterrichtet. „Kinderpfleger müssen zwar nicht kochen. Aber sie sollen in der Lage sein, kleine Mahlzeiten zuzubereiten oder in Absprache mit Erziehern den wöchentlichen Speiseplan aufzustellen”, sagt Huber.

Neben der schulischen Ausbildung finden Blockpraktika und Praxistage statt. Dabei üben die angehenden Kinderpfleger bereits Beschäftigungen für Kinder auszuarbeiten und umzusetzen.

Bestimmte Voraussetzungen, etwa ein Mindest-Notendurchschnitt von 2,5, berechtigen nach bestandener Abschlussprüfung zum Besuch einer Fachakademie, Fachoberschule oder einer Berufsoberschule. „Die Hälfte aller Abgänger arbeitet in dem Beruf”, so Huber. „Viele qualifizieren sich jedoch weiter.”

„Für die Arbeit in Tageseinrichtungen für Kinder und andere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe gilt: je qualifizierter, desto besser”, sagt Monika Seemann-Pfistner. Dies zeigten auch die Diskussionen um die PISA-Studien, so die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft katholischer Ausbildungsstätten für Erzieherinnen/Erzieher in Freiburg. „Wenn junge Menschen im Rahmen der Ausbildung ihre Allgemeinbildung erweitern, kann sie ein "Sprungbrett" in weiterqualifizierende sozialpädagogische Ausbildungen sein.”

In den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein wird statt einer Ausbildung zum Kinderpfleger die Ausbildung zum „Sozialpädagogische Assistenten” angeboten. Zugangsvoraussetzung für die zweijährige schulische Ausbildung ist die Mittlere Reife.

„Die Tätigkeit der Sozialpädagogischen Assistenten lässt sich in drei Begriffen zusammen fassen: Betreuung, Bildung, Erziehung”, erklärt Marina Entlinger, Abteilungsleiterin an der Staatlichen Schule Sozialpädagogik Harburg. Damit unterscheide sich die Arbeit nicht wesentlich von der Kinderpflege. „Die Sozialpädagogischen Assistenten lernen von A bis Z alles, was es in einer klassischen Kindertageseinrichtung zu tun gibt. Sie sollen Kinder sinnvoll beschäftigen und fördern können.”

„Wir unterscheiden nicht zwischen Erst- und Zweitkraft”, sagt Monika Tegtmeier von der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten, dem größten Träger für Tagesbetreuungseinrichtungen in der Hansestadt. „Alle Erziehungskräfte haben bei uns einen einheitlichen Aufgabenbereich”. Die Anforderungen seien groß. „Die Sozialpädagogischen Assistenten müssen den Entwicklungsstand der Kinder einschätzen können”, sagt die Leiterin der Abteilung Aus- und Fortbildung.

Wichtig sei Dialogfähigkeit: „Sie müssen zu Kindern stabile Bindungen aufbauen können. Die Kräfte brauchen außerdem Organisationstalent und die Fähigkeit, Strukturen im Tagesablauf setzen zu können”, erläutert Tegtmeier. Durch Fortbildung und ständigen Austausch mit erfahrenen Kollegen im Team wüchsen Berufsanfänger allmählich in diesen Aufgabenbereich hinein. „Wir empfehlen aber eine Weiterbildung zum Erzieher.” Ihrer Einschätzung nach bietet der Beruf langfristig Chancen. Darauf weise der geplante Ausbau der Kinderbetreuung hin.

In anderen Bundesländern wurde die berufliche Erstausbildung zum Kinderpfleger durch die zum „Sozialassistenten” ersetzt. In Sachsen etwa werden Bewerber für die Kinderpflege-Ausbildung zum letzten Mal bis zum Herbst 2005 angenommen.

„Während diese Ausbildung nur auf das Kleinkind ausgerichtet ist, umfasst die Ausbildung zum "Staatlich geprüften Sozialassistenten" auch die Bereiche Alten- und Familienpflege sowie die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen”, erklärt Dirk Reelfs, Sprecher des Kultusministeriums in Dresden. Aufgrund des breiteren Profils sei dieser Bildungsgang zukunftsträchtiger.

Für Kinderpfleger und Sozialpädagogische Assistenten, die im Öffentlichen Dienst beschäftigt sind, gilt der gleiche Tarifvertrag. So erhält eine 21-jährige, ledige Berufsanfängerin rund 1650 Euro brutto.

Informationen: Die verschiedenen Ausbildungsgänge und -stätten können in der Datenbank „Kurs” der Bundesagentur für Arbeit unter www.arbeitsagentur.de abgefragt werden.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/02/25/service/berufbildung/wiewerdeich/t/rzo118318.html
Montag, 10. Januar 2005, 12:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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