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Wie werde ich...? Kachelofenbauer

Stuttgart/Bielefeld - Der Kachelofen, zu Großmutters Zeiten wichtigste Wärmequelle in der Wohnung, bleibt auch im Technologiezeitalter sehr gefragt.

Kachelofenbauer

Kachelöfen werden wieder beliebter. Quelle: Spitzke Ofen/dpa/gms

„Er verbreitet eine gemütliche Atmosphäre, spart Energie und belastet die Umwelt wenig”, sagt Elfriede Maier vom Verbund deutscher Kachelofen- und Luftheizungsbauer (HAGOS) in Stuttgart. Bau und Wartung dieser seit Jahrhunderten beliebten Heizung liegen in den Händen hoch qualifizierter Handwerker.

Ofen- und Luftheizungsbau lautet die formelle Bezeichnung dieses zulassungspflichtigen Handwerks, das bundesweit knapp 2400 Betriebe betreiben. Die Fachleute bauen nicht nur Kachelöfen, sondern auch offene Kamine, traditionelle Herde für Küchen und Backöfen fürs Bäckergewerbe sowie Elektro-Speicherheizungen, Wandheizungen, Warmluft-Zentralheizungen und raumlufttechnische Anlagen für den Einsatz in der kleinen Wohnung bis zum Großraum.

„Jedes Jahr werden 30 000 bis 40 000 Kachelöfen neu gebaut oder umgebaut”, schätzt Maier. „Die Preise richten sich nach Größe und Befeuerungsart und fangen bei 8000 bis 10 000 Euro an. Nach oben gibt es keine Grenzen.” Friedrich Göbel, Referent für Berufsbildung beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima in Sankt Augustin bei Bonn bestätigt eine zunehmende Nachfrage nach diesen alten Heizkörpern, die allerdings über modernste Brenn- und Abgastechnik verfügen.

Die Technik stellt hohe Anforderungen an den Berufsanfänger. „Grundvoraussetzungen für eine Lehre sind handwerkliche Begabung sowie Verständnis für physikalische, chemische und elektrotechnische Gesetzmäßigkeiten”, erläutert Jens Günther Hilt, Ofenbaumeister in Delbrück südlich von Bielefeld. Gelernt werden Wärmelehre, Verbrennungstechnik, Anfertigen und Lesen von Konstruktionszeichnungen, technische Berechnungen aller Art und gute Kenntnis der entsprechenden gesetzlichen Vorschriften. Denn ehe ein Ofen Wärme spenden kann, kommen die Prüfer der Feuerpolizei.

„Der interessante und individuelle Beruf ist stark handwerklich geprägt”, hebt Göbel hervor. Die Tätigkeit war bis ins 20. Jahrhundert eng mit der Herstellung von Kacheln und Keramik verbunden, woran die alten Bezeichnungen Hafner (in Süddeutschland) und Töpfer erinnern. Das Ausmauern von Öfen mit Schamotte, dem klassischen hitzebeständigen Material aus speziell aufbereitetem Ton, ist eine der bis heute erhaltenen Methoden. „Da muss man schon die Kelle in die Hand nehmen”, sagt Hilt.

„Der Ofenbauer ist nicht nur Handwerker und Wärmefachmann, sondern auch Raumgestalter. Kachelöfen sind Unikate, die den räumlichen Gegebenheiten und den Vorstellungen des Kunden entsprechend entworfen und gebaut werden”, unterstreicht Göbel. Elfriede Maier nennt folgenden Aspekt: „Der Handwerker muss individuell beraten und die Vorstellungen des Auftraggebers mit dem Machbaren in Einklang bringen, auch in Abstimmung mit dem Architekten und dem Schornsteinfeger, der den ordnungsgemäßen Abzug kontrolliert.”

Die Auszubildenden lernen schnell auch die Vielfalt der Farben, Muster und Formen bei Ofenkacheln kennen. Sie hantieren mit Mörtel und bringen die Teile des technischen Innenlebens des Ofens in Position. Bei den Arbeiten stellen die so genannten Putzöfen eine Besonderheit dar: Es sind unterschiedlich geformte Heizkörper mit verputzter Oberfläche, die auch in Kombination mit Steinen oder Kacheln gebaut werden können und sich für ein elegant-rustikales Ambiente eignen.

Die eingesessenen Ofenbauer suchen durchaus Nachwuchs, da sich Kachelöfen wieder einer Beliebtheit erfreuen, besonders in Süddeutschland. Auch wenn so ein gutes altes Stück unbenutzt in einer Wohnung steht, ist das noch kein Grund zum Entfernen. „Mit neuer Technik kann es wieder zum Heizkörper werden”, sagt Maier. Denn die Fachleute kennen sich auch mit Umbauten bestens aus.

„Derzeit gibt es mehr als 400 Lehrlinge in fast 350 Ausbildungsbetrieben”, sagt Göbel. Die Lehrzeit dauert in der Regel drei Jahre und schließt mit der Prüfung zum Gesellen bei der zuständigen Handwerkskammer ab. Sie erfolgt in den jeweiligen Unternehmen und wird ergänzt durch eine überbetriebliche Ausbildung im Blockunterricht an der Berufsschule in Gelsenkirchen.

Die Bezahlung ist regional unterschiedlich. In Bayern zum Beispiel erhält der Auszubildende im ersten Jahr 348 Euro und steigert sich dann über 430 Euro auf 537 Euro, erklärt Günther Reichenthaler von der Handwerkskammer für München und Oberbayern. „Der Junggeselle kann mit einem tariflichen Stundenlohn von 11,65 Euro rechnen.” In der Praxis, so ist aus den Betrieben zu erfahren, werden die Fachleute aber meist darüber bezahlt: „Hoch entwickelte Heizungstechnik liefert nur dann Wärme, wenn sie einwandfrei funktioniert”, betont Maier.

Internet: www.hagos.de , www.zentralverband-shk.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/02/25/service/berufbildung/wiewerdeich/t/rzo127559.html
Montag, 14. Februar 2005, 10:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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