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Montag, 19. Aug. 19

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Schütteln von Babys endet meist tragisch

Berlin - Meist sind es nur wenige Sekunden. Genervt und überfordert hebt ein Elternteil sein schreiendes Baby hoch und schüttelt es kräftig.

Die Folgen der Kurzschlussreaktion aber sind katastrophal: „Die Blutgefäße zwischen Gehirn und Schädelknochen reißen.

Das Baby stirbt oder ist lebenslang behindert”, sagte der Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie der Berliner Charité, Gerhard Gaedicke, in einem dpa-Gespräch. Da nicht jedes gestorbene Kleinkind obduziert würde, blieben solche Misshandlungen teilweise noch immer unbemerkt.

Einfaches Hochwerfen und Wiederauffangen im Spiel schade Babys nicht, sagte der Mediziner. „Hirnblutungen treten ganz klar nur dann auf, wenn sehr massive Gewalt angewandt wurde.” Ausnahmen gebe es lediglich bei Kindern mit Blutgerinnungsstörungen oder anderen Krankheiten. Eltern wiesen dennoch häufig jede Schuld von sich. „Das ist ein psychologisches Phänomen. Sie verdrängen, zu einer solch brutalen Handlung fähig gewesen zu sein.”

Von der Gesellschaftsschicht sei die Zahl der Schütteltraumata weitgehend unabhängig. Meist seien es allerdings die Väter, die ihr Kind in einem Anfall von Wut misshandelten. Möglichkeiten, die Folgen der Hirnblutungen rückgängig zu machen, gebe es nicht. „Ein vorher völlig normales, lebenslustiges Kind wird kaputt gemacht”, sagte Gaedicke. „Da steht man fassungslos davor.” Bekannt sei das Phänomen erst seit den 70er Jahren. Vorher habe man geglaubt, das Abreißen der Adern gehe auf eine Störung der Gefäßentwicklung zurück.

Bis heute gebe es in Deutschland kein Register für die Traumata oder andere Gewaltanwendungen. „Wir müssen Kindesmisshandlungen endlich meldepflichtig machen und alle gestorbenen Kleinkinder obduzieren”, forderte der Kinderarzt. „Man könnte verrückt werden darüber, dass das nicht schon lange Gesetz ist.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/02/25/service/gesundheit/t/rzo130894.html
Freitag, 25. Februar 2005, 17:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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