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Dienstag, 12. Nov. 19

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Internet-Apotheken für Vielbesteller interessant

Berlin/Neunkirchen - Ob Nasenspray, Kopfschmerztabletten oder Potenzmittel: All das lässt sich heutzutage per Internet oder Telefon bestellen.

Medikament-Versand

Internetapotheken werben mit Billigpreisen. (Bild: ABDA/dpa/gms)

Seit Anfang 2004 ist der Versandhandel mit Medikamenten hier zu Lande erlaubt.

Dabei locken die Versandapotheken mit teils kräftigen Preisnachlässen. Doch auch ein Jahr nach der Liberalisierung ist die Internet-Bestellung nicht immer günstiger als der Besuch in der Apotheke um die Ecke: Zum Gesamtpreis kommt meist noch eine Versandpauschale hinzu.

„Versandapotheken lohnen sich vor allem für Menschen, die regelmäßig Medikamente brauchen, zum Beispiel chronisch Kranke oder Frauen, die die Pille nehmen”, erklärt Silvia Pleschka, Gesundheitsreferentin der Verbraucher Initiative aus Berlin. Weniger geeignet sei die Internet-Apotheke hingegen, wenn man akut krank ist - dafür seien die Lieferzeiten einfach zu lang.

Auch Martin Didunyk, zuständig für den Vertrieb beim Arzneimittelversandhandel Pharma24 in Neunkirchen am Brand (Bayern), räumt ein, dass der Versandhandel in akuten Fällen die Apotheke um die Ecke nicht ersetzen kann: „Ich hoffe sehr, dass jemand mit akuten Schmerzen nicht auf die Idee kommt, das Schmerzmittel beim Versandhandel zu bestellen.”

Die Versandapotheke biete allerdings neben oft niedrigen Preisen auch Vorteile gegenüber der herkömmlichen Apotheke: „Bei dem einen oder anderen Anwendungsgebiet möchte man vielleicht nicht unbedingt persönlich in der Apotheke kaufen”, erklärt Didunyk. Dazu zählten etwa Inkontinenzprodukte. Zudem sei es einfach bequemer, sich die Waren nach Hause liefern zu lassen.

In Deutschland darf der Versandhandel mit Medikamenten nur von Apothekern angeboten werden. Hinter zugelassenen Versandangeboten steckt daher immer eine „normale” Apotheke oder zumindest ein Berater, der ausgebildeter Apotheker ist.

Die Versandapotheke DocMorris aus Heerlen in den Niederlanden liefert auch nach Deutschland. Hier zahlen Kunden bei rezeptpflichtigen Medikamenten nur die halbe Zuzahlung, also maximal fünf Euro. Nach einem am 27. Januar bekannt gewordenen Urteil des Berliner Kammergerichts wurde einem Apotheker aus den Niederlanden zwar verboten, apothekenpflichtige Arzneimittel im Versandhandel an deutsche Verbraucher zu schicken (Az.: 5 U 300/01). Das Urteil gilt dem Gericht zufolge aber nur für den am Prozess beteiligten Apotheker persönlich. Auswirkungen auf DocMorris-Kunden werde es nicht geben, so das Unternehmen. Gegen das Urteil wurde Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt.

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin sieht Versandapotheken aber ohnehin kritisch: „Die Anbieter können die lokale, wohnortnahe Versorgung der rund 21 000 Apotheken in Deutschland nicht ersetzen”, sagt Sprecherin Ursula Sellerberg. Nur der Apotheker vor Ort wisse etwa, welche Medizin der Patient zusätzlich einnimmt. „Im persönlichen Gespräch erfährt der Apotheker außerdem wichtige Informationen wie Gewicht und Alter und kann den Patienten so umfassend beraten.”

Neben einigen größeren Versandapotheken in Deutschland bieten viele herkömmlichen Apotheken einen Bringdienst für Medikamente an, den so genannten Home-Service. Hier können Arzneimittel per Internet unter www.aponet.de von einer Apotheke in der Umgebung bestellt werden, wie Verbandssprecherin Sellerberg erklärt: „Die meisten Apotheken bieten diesen Service kostenlos an.”

Große Preisnachlässe sind dabei allerdings nicht zu erwarten. Zwar können die Apotheken für nicht verschreibungspflichtige Medizin inzwischen die Preise frei gestalten. Aber laut Sellerberg haben sich 93 Prozent der Apotheken dafür entschieden, die Preise beizubehalten: „Die meisten Apotheken wollen sich über Leistung und Service und nicht über den Preis positionieren.”

Ganz anders ist es bei den großen deutschen Versandapotheken. Insbesondere auf Standardmedikamente wie Kopfschmerztabletten bieten sie teilweise größere Nachlässe. Dennoch ist die Bestellung bei der Versandapotheke nicht immer billiger als der Gang zur Apotheke. Bei den meisten Anbietern kommt nämlich noch eine Versandpauschale dazu. Diese fällt nur bei hohem Bestellwert sowie bei der Bestellung von verordneten Arzneimitteln weg.

Martin Didunyk von Pharma24 empfiehlt daher, den Medikamentenkauf zu planen: „Jedes Jahr kommt die Zeit der Allergien, jedes Jahr kommt die Erkältungszeit.” Verbraucherschützerin Pleschka warnt jedoch davor, unnötige Vorräte anzuhäufen, nur um die Versandpauschale zu sparen: „Was soll man mit zehn Packungen Aspirin?”

Wer Medikamente im Internet bestellen möchte, sollte vorher das Kleingedruckte studieren: „Im Impressum des Angebots muss die Adresse und Telefon-Nummer des Anbieters stehen. Es sollte sich möglichst um einen Apotheker aus Deutschland oder einem anderen EU-Staat handeln”, erklärt Gesundheitsexpertin Silvia Pleschka. Auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) seien zu beachten. „Hier sollte man sich vor der Bestellung die Lieferbedingungen anschauen. Wichtig ist beispielsweise, dass nicht der Kunde das alleinige Risiko trägt, wenn die Ware beschädigt wird.”

Informationen: Unter www.ombudsmann.de bietet die Verbraucher Initiative eine neutrale und unabhängige Schlichtungsstelle für Streitigkeiten über Online-Käufe an.

Die Verbraucher Initiative e.V: www.ombudsmann.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/02/25/service/gesundheit/t/rzo124549.html
Mittwoch, 02. Februar 2005, 17:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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