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Sonntag, 17. Nov. 19

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Experten raten zu mehr Körperbewusstsein

Freiburg/Bad Wildungen - Über die niedrigere Lebenserwartung von Männern gegenüber Frauen haben sich schon viele Forscher den Kopf zerbrochen.

Beim Arzt

Männer suchen seltener den Arzt auf als Frauen. Quelle: DAK/van den Berg/dpa/gms

Ein Punkt liegt jedoch für die Experten auf der Hand: Männer vernachlässigen ihren Körper.

„Frauen sind schlauer , denn sie betreiben früher Vorsorge”, sagt Frank Sommer von der Arbeitsgemeinschaft Männergesundheit bei der Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention in Freiburg. So gingen 47 Prozent der Frauen in Deutschland zu Vorsorgeuntersuchungen, bei den Männern sind es dagegen nur 13 Prozent.

Die Angst, als „Weichei” verspottet zu werden, spielt dabei vermutlich eine große Rolle. „Aus Studien zur psychosozialen Situation des Mannes weist vieles darauf hin, dass Männer unter dem beständigen gesellschaftlichen und in der Folge verinnerlichten Druck stehen, ihre Männlichkeit immer wieder unter Beweis zu stellen”, sagt Gabriele Fröhlich-Gildhoff, Chefärztin der Abteilung Psychosomatik/Psychotherapie der Wicker-Klinik in Bad Wildungen. Risikofreudigkeit, Mutproben und ein rücksichtsloser Umgang mit dem eigenen Körper charakterisiere viele Männer.

Darüber hinaus würden Probleme , Schmerzen, Ängste und Sorgen häufig über längere Zeiträume verleugnet oder nicht wahrgenommen. „Dadurch erhöht sich wieder deutlich das Risiko krank zu werden, was wiederum die männliche Identität in Frage stellt”, sagt Fröhlich-Gildhoff. Dieser Teufelskreis müsse durchbrochen werden, wenn sich die seelische und körperliche Männergesundheit langfristig verbessern solle.

Sommer rät Männern zu regelmäßigem, aber behutsamen körperlichen Training. Das ehrgeizige Anstreben sportlicher Höchstleistungen sei als Männergesundheits-Programm „genauso wenig empfehlenswert wie das bewegungslose körperliche Verharren vor dem Fernsehapparat”, so der Experte.

Wie sehr Männer ihre Verletzlichkeit verbergen, zeigt sich laut Sommer zum Beispiel an der hohen Dunkelziffer von typischen Männerkrankheiten. „In Deutschland leidet jeder fünfte Mann über 30 Jahren an Erektionsstörungen”, sagt der Urologe. Dennoch würden sich die Patienten durchschnittlich erst nach fünf bis sieben Jahren ihrem Arzt offenbaren. „Viele Männer definieren ihre Männlichkeit über das Sexualleben. Nun müssen sie sich eingestehen, dass es nicht mehr klappt”, erläutert Sommer.

Gegen leichte und milde Potenzstörungen hat der Urologe ein spezielles Trainingsprogramm entwickelt. „So helfen einfache Körperübungen das Gefäßsystem zu trainieren und die Sauerstoffzufuhr des Beckens zu verbessern”, sagt Sommer. Mit einer Kombination aus Ausdauertraining und speziellen Übungen sollen die Patienten sich selbst wieder fit machen. Dazu gehören Laufen oder Kniebeuge und Beinpresse. Beim Radfahren sollten Männer aber eher auf ein Liegerad umsteigen, um keine Gefäße abzupressen.

Auch die alternative Medizin widmet sich mittlerweile dem Problem Männergesundheit. Dass Männer unter anderen gesundheitlichen Problemen leiden als Frauen, sei in der chinesischen Medizin lange bekannt, erläutert Christine Bodenschatz-Li, Ärztin für chinesische Medizin in der Fleetinsel-Klinik in Hamburg. Eine wichtige Rolle spiele die Sexualität. „Die Probleme männlicher Sexualität sind ein Gradmesser für die Gesundheit oder Disharmonie des ganzen Mannes.”

Einen psychotherapeutischen Weg verfolgt Fröhlich-Gildhoff. Sie will Männern den „seelisch-körperlichen Panzer” bewusst machen, „den das traditionelle männliche Rollenverständnis den Männern aufzwingt”, sagt die Ärztin. Es gehe unter anderem darum, dass die Patienten wieder ihre Gefühle wahrnehmen und sich mit anderen Männern austauschten, ohne dass es ausschließlich um Macht und Konkurrenz gehe. „Sie sollen den Körpern nicht länger ausschließlich als Leistungs- und Funktionsobjekt betrachten, sondern als Ort des Wohlbefindens und der Sinnlichkeit”, sagt die Ärztin.

Internet: www.maennergesundheit.info ; www.zinnoberfluss.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/02/25/service/gesundheit/t/rzo128204.html
Mittwoch, 16. Februar 2005, 10:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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