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Mittwoch, 13. Nov. 19

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Fasten kein Mittel gegen Winterspeck

Hamburg/Bonn - Der Frühling naht, der Winterspeck muss weg. Um Hüfte und Bauch wieder auf Normalmaß zu bringen, probieren viele Menschen das Fasten aus.

Fasten

Beim Fasten ist es wichtig, viel zu trinken (Bild: schaper/dpa/gms)

Doch diese Methode ist Experten zufolge nicht geeignet, die Pfunde dauerhaft purzeln zu lassen.

„Fasten ist der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung für eine begrenzte Zeit, der von Bewegung, Entspannung und geistiger Regeneration begleitet wird”, erläutert Françoise Wilhelmi de Toledo von der Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung (ÄGHE) in Überlingen. Fasten sei somit mehr als Abnehmen. „Gesunde fasten heute im Urlaub, im Alltag oder auch im Rahmen von Wandertouren.”

Beim Fasten soll der Körper auf seine Energievorräte zurückgreifen. Der Fastende darf nur flüssige Nahrungsmittel zu sich nehmen. Genussmittel wie Alkohol, Kaffee, schwarzer Tee oder Zigaretten sind tabu. Beim so genannten Heilfasten, 1920 von dem Arzt Otto Buchinger entwickelt, werden neben Tee und Wasser auch Gemüsebrühe, Obstsäfte und Honig gegeben. Andere Fastenschulen erlauben Molke, Ahornsirup oder Zitrone.

Das Entscheidende sind der ÄGHE zufolge aber nicht nur die Zusätze. „Diese sind mehr eine Frage der individuellen Verträglichkeit und der Ausgangsbedingungen.” Wichtig für den Erfolg seien Ruhe sowie eine fachkundige Betreuung. „Von größter Bedeutung ist die Planung von Anfang und Ende des Fastens.” So könne die Einstimmung mit einer kalorienreduzierten Nahrung schon eine Woche vorher beginnen.

„Ich faste einmal pro Jahr im Frühjahr gemeinsam mit meinem Mann”, sagt Sabine Ratfeld aus Hamburg. Ihr Hauptmotiv sei es, durch Fasten wieder „ein Bewusstsein für die Lebensbedingungen und die Ernährung” zu bekommen. „Dass ich dabei abnehme und meine Haut besser wird, sind angenehme Nebeneffekte”, sagt die 36-Jährige. Sie wendet die Buchinger-Methode an: Nach einem Tag zur Entlastung mit viel Obst nimmt sie fünf Tage lang nach einem bestimmten Plan nur Fruchtsäfte, Tees, Wasser und Brühe zu sich.

Nach Meinung vieler Fastenanhänger bewirkt die Nahrungsreduktion, dass der Körper von Schadstoffen, die das Immunsystem belasten, entschlackt wird. „Der Begriff "Entschlackung" ist nicht wissenschaftlich definiert”, kritisiert Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn. „Es gibt keine Stoffe, die angesammelt werden und durch das Fasten herauskommen. Das schafft der Körper auf normalem Wege.”

Wer fasten will, dem empfiehlt Keller die modifizierte Variante mit Eiweiß. Dabei sind täglich etwas Molke oder ein Proteinkonzentrat erlaubt. Das verhindere bedrohliche Eiweißverluste des Körpers, die zum Beispiel bei zu langem Fasten auftreten können.

„Fasten ist aber keine geeignete Methode zur Gewichtsreduktion”, sagt die Ernährungswissenschaftlerin. Denn der Jo-Jo-Effekt lässt die Pfunde oft wieder klettern. Der Magen- und Darmspezialist Prof. Ansgar Lohse vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf warnt ebenfalls vor starken Gewichtsschwankungen, die für den Organismus schlecht sind: „Unser Ziel ist die dauerhafte Umstellung der Ernährung.”

Die Meinungen über die medizinische Wirkung des Heilfastens gehen auseinander. Einig sind sich die Experten, dass es der Beginn einer Neuorientierung sein kann: Wer sich langfristig bewusster ernährt, von Genussmitteln die Finger lässt und Sport treibt, tut seinem Körper Gutes - und auch der Seele.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/02/25/service/gesundheit/t/rzo130066.html
Mittwoch, 23. Februar 2005, 10:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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