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Freitag, 30. Jul. 10
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Urlaub
In Healesville Australiens Fauna erleben Healesville - Kängurus, Krokodile und Koalas lernen die meisten Australien-Urlauber irgendwann kennen.
Bei Wombats und Dingos kann man da schon weniger sicher sein. Den Tasmanischen Teufel und das Platypus genannte Schnabeltier bekommt fast niemand in freier Wildbahn zu sehen - und was bitte schön ist ein Helmeted Honeyeater? Wer von Australiens Tierwelt mehr erleben möchte als das Dutzend der bekanntesten Vertreter, ist angesichts der selten gewordenen und der nachtaktiven Arten gut beraten, in „Down under” einen Zoo zu besuchen oder eines der „Sanctuary” genannten Wildgehege. Zu den ältesten und größten zählt das Healesville Sanctuary östlich von Melbourne. Healesville liegt 65 Kilometer von Melbourne entfernt - die ideale Distanz für einen Tagesausflug. Mehr als 320 000 Besucher pro Jahr kommen wegen der rund 200 Tierarten, die auf dem weitläufigen Gelände leben, beschirmt von zahllosen Eukalyptusbäumen und Farnen. Zumeist stammen die Arten aus dem Gebiet südlich der Linie Sydney - Adelaide, also aus dem Süden des Kontinents, erklärt Delyse Brown, die zu den Touristenführern gehört. Öffentlich zugänglich ist das Healesville Sanctuary seit 1934. „Bis in die fünfziger Jahre hatten wir auch ins Land importierte Tiere wie Pfauen, Rotwild und Hasen. Heute jedoch sind wir ein Park nur mit australischen Tieren”, erzählt Delyse. Zu den Höhepunkten gehört das Platypus-Gebäude, in dem für die nachtaktiven Tiere die Tageszeiten geändert worden sind: Nachts wird das Licht eingeschaltet, tagsüber abgedunkelt. Sogar die Mondphasen werden simuliert. Fasziniert schauen die Besucher dem Schnabeltier zu, wie es durch sein Wasserbecken taucht - die Eier legenden Säugetiere mit dem breiten Schnabel erinnern ein wenig an Fischotter. „Sie kommen überall an der Ostküste Australiens vor, auch in eher schmutzigen städtischen Gewässern”, erklärt die Führerin. Neben den Exemplaren in Gefangenschaft gibt es auch in Healesville ungefähr 15 frei lebende Schnabeltiere, die nachts in den Teichen des Parks auf Jagd gehen - unbeobachtet von den Touristenströmen. Lieblinge der Kinder sind die Koalas und die Wombats. Mehrmals am Tag werden die Beuteltiere und andere Bewohner des Parks von den sie betreuenden Wildhütern näher vorgestellt. In einer Runde geht es dabei auch um die Schlangen im Reptilienhaus, darunter die in Nordaustralien vor allem in Zuckerrohrfeldern lebende giftige Taipan. Kein Expertengespräch gibt es dagegen bei den Vogelvolieren. Dort erklären jedoch Informationstafeln die jeweilige Art, darunter den Helmeted Honeyeater. Durch ein großes Buschfeuer im Jahr 1983 wurde dieser Vogel nahezu ausgerottet. Experten schätzten die Zahl der in Victoria verbliebenen Brutpaare damals auf etwa 40. Durch Zuchterfolge in Healesville konnte sich der Bestand verdoppeln. Am Ende des Tagesausflugs geht es durch das Tal des Yarra-Flusses zurück nach Melbourne. Die Hügel sind mit Rebstöcken bestanden, viele gute Weine stammen aus diesem Teil des Kontinents. Etliche Weingüter laden zum Probieren ein. Zu den bekanntesten gehört Tarra Warra zwischen Healesville und dem Ort Yarra Glen. Neben Chardonnay und Shiraz lockt dorthin auch das private Kunstmuseum der Eigentümer Eva und Marc Besen. Die Ende 2003 eröffnete Gemäldesammlung gibt einen Überblick über die moderne australische Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Einen Stopp wert ist auch das Weingut Yering Station: Vom Restaurant aus schweift hier der Blick über weite Rebfelder hinaus auf die Hügel des Yarra-Tals. Informationen: Das Healesville Sanctuary ist täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Für Auskünfte: Tourism Australia (Tel.: 069/95 09 61 73) Internet: www.zoo.org.au , www.australia.com , www.visitvictoria.com dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/05/02/25/service/reise/reisetipp/t/rzo130721.html |
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