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Archiviert am
Freitag, 25. Februar 05 |
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Bremen gewinnt klar gegen Hannover Hannover - Lyon kann kommen, die Bayern auch. Mit einem 4:1- Sieg bei Hannover 96 hat sich Werder Bremen vier Tage vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Olympique Lyon nicht nur bei den Franzosen Respekt verschafft.
Der angriffslustige Meister schickte zugleich eine Kampfansage nach München, wo der Tabellendritte am 5. März einen großen Schritt zur Titelverteidigung tun kann. „Die Saison ist noch lang. Jede Mannschaft schwächelt auch einmal. Das ist dann unsere Chance”, sagte Werders Clubchef Jürgen L. Born angesichts von weiter vier Punkten Rückstand auf den Rekordmeister. Insgeheim hat er auch noch den DFB-Pokal auf der Rechnung: „Von einem dreifachen Triumph träumt man aber ganz allein. Das macht man nicht öffentlich.” Auch mit ihrer zweiten Sturmreihe ließen die Bremer am Samstag vor 41 862 zahlenden Zuschauern in der AWD-Arena nie einen Zweifel daran, wer als Sieger vom Platz gehen wird. Die jungen Angreifer Aaron Hunt und Nelson Valdez waren ein vollwertiger Ersatz für die erkrankten bzw. verletzten Miroslav Klose und Ivan Klasnic. „Wir sind in der glücklichen Lage, fünf gleichwertige Top-Stürmer zu haben, das gibt es in der ganzen Bundesliga sonst nirgendwo”, schwärmte Born und lobte vor allem das Angriffsspiel: „Das ist unsere Stärke. Damit gewinnen wir die Spiele.” Trainer Thomas Schaaf fügte hinzu: „Es ist wichtig, dass wir einen so guten Kader haben. Jeder, der von der Bank kommt, will sich beweisen und schafft dies auch eindrucksvoll.” Doch auch in den anderen Mannschaftsteilen hinterließ Werder einen starken Eindruck. Das Mittelfeld mit dem überragenden Fabian Ernst war einmal mehr das Prunkstück der Bremer, die durch Treffer von Ludovic Magnin (6. Minute) und Tim Borowski (7.) schnell in Führung gingen und durch Ernst (62.) sowie den eingewechselten Mohamed Zidan (85.) den Erfolg sicher stellten. Werder ließ nur ein Gegentor durch Dariusz Zuraw (38.) zu und machte so den vierten Sieg in Serie perfekt. „Wir spielen auf einem hohen Niveau, weil wir das Potenzial dazu in der Mannschaft besitzen. Die Art und Weise, wie wir spielen und auftreten, ist schon beachtlich und sehr erfolgreich”, sagte Nationalspieler Ernst. Hannover verärgerte hingegen erneut das Publikum. Zum vierten Mal hintereinander gelang den 96ern kein Heimsieg. „Wir sind auch enttäuscht, dass es mit einem Sieg wieder nicht geklappt hat. Wenn das 0:2 nicht gefallen wäre, hätten wir etwas mehr erreichen können”, meinte Trainer Ewald Lienen. Der Coach ist durch seine Personalpolitik in die Kritik geraten. Sein Wunscheinkauf Veljko Paunovic genügte im Angriff beim dritten Einsatz noch nicht den Ansprüchen. Für den Serben blieben Jiri Stajner und Thomas Christiansen zunächst auf der Bank. Der aus Österreich geholte Stürmer Roman Wallner spielt seit Wochen keine Rolle. Während die Bremer das internationale Geschäft auch für die kommende Saison fest einplanen können, bleibt die Teilnahme an einem europäischen Cup-Wettbewerb für Hannover 96 ein Traum. Der Vorstandsvorsitzende Martin Kind hatte nach der erfolgreichen Vorrunde schon damit geliebäugelt, doch nach zum Teil blamablen Heim- Niederlagen gegen Hertha BSC, Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund und Werder Bremen kann sich der Tabellenneunte von diesen Ambitionen verabschieden. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/05/02/25/sport/fussball/t/rzo129304.html |
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