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Freitag, 25. Februar 05

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GaymardParis - Der wegen einer Immo­bili­enaffäre unter mas­siven Druck gera­tene franzö­sische Wirt­schafts- und Finanz­minis­ter Hervé Gaymard (44) ist am Freitag zurück­getre­ten.

Kiel/Flens­burg - Im Poker um die Macht in Schles­wig-Hol­stein hat der süd­schles­wig­sche Wäh­ler­ver­band (SSW) erste Weichen gestellt. Er will mit der SPD und den Grünen in Schles­wig-Hol­stein über eine von ihm…

Berlin - Außen­minis­ter Joschka Fischer (Grüne) will nach seinem dra­mati­schen Anse­hens­ver­lust wegen der Visa-Affäre um seinen Ruf kämp­fen. Beim Wahl­par­tei­tag der NRW-Grü­nen an diesem Samstag in Köln werde der…

Berlin - Der Zugriff von Behör­den auf Kon­toda­ten wird vor­aus­sicht­lich von April an erleich­tert. Einen „glä­ser­nen Bank­kun­den” wird es aber nach Angaben aus SPD und Grünen nicht geben.

Ber­lin/Te­heran - Die Ver­hand­lun­gen mit dem Iran über die Aufgabe seines umstrit­tenen Nuklear­pro­gramms kommen nur schlep­pend voran. „Die gegen­sei­tigen Posi­tio­nen sind sehr komplex und nur schwie­rig zu über­brü­cken”…

 Das Thema des Tages 

Zustand des Papstes bessert sich weiter

Rom - Nach der überstandenen Luftröhrenoperation des Papstes herrscht in Rom vorsichtiger Optimismus.

Papst

Papst Johannes Paul II. (Archivfoto vom Januar 2004) ist operiert worden.

Der italienische Kardinal Alfonso Lopez Trujillo sagte am Freitagabend nach einem Treffen mit Johannes Paul II.: „Ich habe ihn persönlich gesehen, und er schien mir sehr zuversichtlich zu sein.”.

Auch hohe Kurienkardinäle wie die Deutschen Joseph Ratzinger und Walter Kasper zeigten sich bei einem Gebetstreffen im Vatikan entspannt. Allerdings herrsche in Rom Unklarheit über die weitere Entwicklung bei der Führung von weltweit über einer Milliarde Katholiken, meinte die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Rund 24 Stunden nach der Notoperation des 84-jährige Kirchenoberhauptes war etwa völlig unklar, wie lange dieser noch in der römischen Gemelli-Klinik bleiben muss.

Der 84-jährige Greis kann nach dem rund halbstündigen Eingriff selbstständig atmen, allerdings darf er auf Anraten der Ärzte für einige Tage nicht sprechen. Es seien keine Komplikationen wie Fieber oder Lungenentzündung aufgetreten, sagte Vatikan-Sprecher Joaquín Navarro-Valls.

Nach der völlig überraschenden Notoperation am Donnerstagabend wegen akuter Atemnot kamen am Freitag bereits erste Kurienkardinäle in die römische Gemelli-Klinik. Unklar ist aber, wie lange der Patient im Krankenhaus bleiben muss. In der ganzen Welt versammelten sich Gläubige zum Gebet. Auch die Deutsche Bischofskonferenz rief zu Fürbitten auf. Besonders in seiner polnischen Heimat verfolgten die Menschen das Schicksal des ehemaligen Bischofs von Krakau.

Ein Luftröhrenschnitt ist nach Angaben von Medizinern eine relative einfache Operation, bei der zur besseren Atmung eine Kanüle in den Rachen eingesetzt wird. Die notwendige Narkose dafür müsse nicht besonders stark sein. Die Atemprobleme im Zuge des Grippe-Rückfalls des Papstes wurden allerdings durch die Parkinson-Krankheit verschärft, an der er seit vielen Jahren leidet. Zudem befindet sich das Kirchenoberhaupt seit langer Zeit in einem hinfälligen Allgemeinzustand. Im Gegensatz zu ersten Grippe Anfang Februar gab es diesmal in Rom keine Spekulationen, ob der Papst von seinem Amt zurücktreten könnte.

Der Vatikansprecher widersprach Pressemeldungen, wonach der Patient zeitweise künstlich beatmet worden sei. Unklar sei, ob das Oberhaupt der Katholiken sich bereits am Sonntag wieder den Gläubigen zum Mittagsgebet zeigen könne. Dies werde erst am Samstag entschieden. Bei seinem Klinikaufenthalt Anfang Februar hatte der Papst die Menschen von seinem Krankenfenster aus gesegnet. Die nächste offizielle Erklärung des Vatikans zum Gesundheitszustand des Papstes gebe es vermutlich am Montag.

Die Ereignisse hatten sich am Donnerstagabend, wenige Stunden nach Ankunft des Papstes in der Klinik, überschlagen. Völlig unerwartet entschlossen sich die Ärzte wegen akuter Atemnot zu einer Notoperation. Der Eingriff, in den der Papst den Angaben zufolge selbst eingewilligt hatte, habe von 20.20 bis 20.50 Uhr gedauert. Bereits unmittelbar danach sprach der Vatikansprecher von einem positiven Verlauf. Nach dem Luftröhrenschnitt habe der stumme Patient zum Schreibstift gegriffen: „Was haben Sie mit mir gemacht?”, habe er an das Ärzteteam geschrieben.

Der Papst habe die Nacht in seinem Krankenzimmer verbracht. Das Oberhaupt von weltweit eine Milliarde Katholiken verfügt in der Klinik am Stadtrand von Rom über ein eigenes Appartement mit bester medizinischer Ausstattung, Gästezimmern sowie einem kleinen Wohnzimmer. Ein spezielles Ärzteteam ist dort stets bei ihm. Bereits vom 1. bis 10. Februar war er in der Gemelli-Klinik ebenfalls wegen Grippe und Atembeschwerden behandelt worden. Insgesamt war der Papst seit Beginn seiner Amtszeit bereits neun Mal in der Klinik.

„Wir laden alle Gläubigen zum fürbittenden Gebet für den Papst ein”, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann. „Die katholischen Christen in Deutschland und besonders alle Bischöfe wissen sich in diesen Stunden ganz besonders eng mit Papst Johannes Paul II. verbunden.” Bush und seine Ehefrau sandten ihre Wünsche von Bord der Präsidentenmaschine: „Im Namen aller Amerikaner wünschen Laura und ich eine schnelle Erholung. Der Heilige Vater ist in unseren Gedanken und unseren Gebeten.” Auch in Indien gab es am Freitag eigens Gottesdienste für den Kirchenführer.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/02/25/tt/t/rzo130756.html
Freitag, 25. Februar 2005, 22:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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