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Archiviert am
Sonntag, 27. Februar 05 |
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Langläufer verfehlen Ziel: Nur zwei Medaillen Oberstdorf - Das Ziel verfehlt und doch auf einem guten Weg: Die deutschen Skilangläufer scheiden mit gemischten Gefühlen von den nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oberstdorf.
Zwei Silbermedaillen durch die Herren-Staffel und im Team-Sprint von Jens Filbrich (Frankenhain) und Axel Teichmann (Lobenstein) waren nicht das, was sich Bundestrainer Jochen Behle und die Athleten vorgestellt hatten. Dem Saisonverlauf folgend hatten manche sogar mit einem Medaillenregen durch die Langläufer spekuliert. Auf den abschließenden langen Kanten war mit Edelmetall kaum zu rechnen. Der Oberhofer Andreas Schlütter kämpfte bei heftigen Schneefällen bis zur Erschöpfung. Als der Norweger Frode Estil antrat und nur seine Landsleute Anders Aukland und Odd-Björn Hjelmeset mithalten konnten, war es um den Thüringer geschehen. Platz zehn beim ersten norwegischen Dreifach-Sieg seit 1924 über 50 km war am Ende eine hervorragende Platzierung. „Solch einen 50er habe ich noch nie erlebt”, meinte Behle, während Schlütter traurig war. „Ich habe gedacht, heute packe ich es. Ich hatte die Medaille schon vor Augen, aber es soll nicht sein”, meinte der 32-Jährige. Auch die Oberwiesenthalerin Claudia Künzel stand am Vortag über 30 km im klassischen Stil beim Sieg der Norwegerin Marit Björgen kurz vor einer großen Überraschung. Am Ende fehlten der Oberwiesenthalerin 16 Sekunden. Platz sieben war aller Ehren wert, machte die beste deutsche Athletin aber auch traurig. „Es tut mir so leid, aber es hat am Ende immer nicht ganz gereicht”, meinte die Sächsin. „Es hat sich gezeigt, dass im Selbstlauf nichts geht. Wenn die zwei besten deutschen Athleten kurz vor der WM krank werden und wir es nicht geschafft haben, René Sommerfeldt und Evi Sachenbacher in Topform zur WM zu bringen, musst du mit solchen Ergebnissen zufrieden sein. Die Herren haben zwei Medaillen gebracht, die Damen sind mit zwei vierten Plätzen knapp vorbei geschrammt. Da fehlte dann das notwendige Quäntchen Glück”, analysierte Behle. „Die Ergebnisse bei Evi waren nicht befriedigend. So nützt sie uns nichts. Hier muss es Veränderungen geben. Ich habe meine Vorstellungen, wie die aussehen sollen, doch das wird erst nach der Saison gemeinsam mit Evi und ihrem Heimtrainer besprochen”, betonte Behle. Bei Sommerfeldt hofft der Coach auf eine ungestörte Vorbereitung im Sommer. „Wenn er ein vernünftiges Grundlagentraining absolvieren kann, steht er eine Saison auf hohem Niveau durch und ist zum Höhepunkt auch topfit”, erklärte der Willinger, der zudem hofft, dass seine Schützlinge von Krankheiten verschont bleiben. „Du kannst niemanden unter eine Käseglocke setzen. Wenn ein Virus unterwegs ist, dann hält man ihn nicht auf. Auch andere Nationen wurden während der WM davon getroffen”, bilanzierte Behle und trauerte dennoch dem Trainingsausfall von Claudia Künzel und Axel Teichmann nach. „Claudia hätte ohne die Krankheit die Staffel auf Platz drei gelaufen und auch im Team-Sprint noch in den Medaillenkampf eingegriffen, davon bin ich felsenfest überzeugt. Und wozu ein gesunder Axel in der Lage ist, haben wir in den letzten beiden Wettkämpfen gesehen”, meinte Behle. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/05/02/27/sport/t/rzo131248.html |
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